Der Monheimer Geysir bricht aus!

Am 3. Oktober wird ab 13 Uhr bis in den Abend Eröffnung gefeiert / Es gibt Musik, Kunst zum Mitmachen und Freigetränke aber beschränkten Zutritt

Blick auf den Monheimer Geysir, am Rheinkilometer 714. Foto: Marcus Pietrek

Künstler Thomas Stricker und Bürgermeister Daniel Zimmermann am Monheimer Geysir. Foto: Michael Hotopp

Viel ist in den letzten Monaten darüber gesprochen worden. Jetzt wird gefeiert! Am Samstag, 3. Oktober, bricht der Monheimer Geysir aus – ab dem frühen Nachmittag und danach immer wieder, bis in die Abenddämmerung hinein. Ein echtes Tagesevent also, auch um möglichst vielen Menschen den Besuch dieses besonderen Schauspiels zu ermöglichen.

Gegen 13 Uhr werden Bürgermeister Daniel Zimmermann und Britta Peters, Leiterin der Urbanen Künste Ruhr sowie Expertin für Kunst im öffentlichen Raum, das Werk von Künstler Thomas Stricker noch einmal in kurzen Worten vorstellen. Im direkten Anschluss wird man es das erste Mal öffentlich bestaunen können.

Alle Gäste sind zu Bratwürstchen sowie vegetarischen Alternativen und Softgetränken eingeladen – den ganzen Tag hindurch. Zudem gibt es DJ-Musik und Mitmach-Aktionen der städtischen Kunstschule, die ab 14 Uhr beginnen – mit Kreide-Tags und Geysir-Buttons zum Selbstgestalten. Für das unmittelbare Veranstaltungsgelände wird es einen geregelten Einlass geben, Platz ist dort für maximal 300 Personen, die sich gleichzeitig dort aufhalten können, um bestmöglichen Corona-Schutz und eine Atmosphäre, in der sich alle wohl und sicher fühlen, zu gewährleisten. Es kann also zu Wartezeiten kommen. Die Stadt weist daher ausdrücklich darauf hin: Auch wer später kommt, verpasst nichts. Der Monheimer Geysir wird an diesem Tag garantiert immer wieder und sogar mehrmals pro Stunde ausbrechen – in dieser choreografierten Form wohl ein allerletztes Mal. Denn danach wird alles anders sein: So, wie es sein soll!

Zwischen Ausbrüchen liegen Tage, Wochen oder Monate

Der Monheimer Geysir ist ein von Hand geschaffenes Naturphänomen, dem es sogar gelingt, den sonst scheinbar ruhelos dahinfließenden Autoverkehr minutenweise zum Erliegen zu bringen. Seine von immer stärker aufsteigenden Nebelschwaden angekündigte und dann schließlich bis zu zwölf Meter hoch aufschießende Wassersäule fasziniert in ihren stetig wechselnden skulpturalen Formen. Die Ausbrüche erscheinen chaotisch, wild und unvorhersehbar. Wie lange der Monheimer Geysir bis zum nächsten Mal ruht? Niemand weiß es! Zwischen den Ausbrüchen werden manchmal Tage, oft Wochen oder sogar Monate liegen. Denn immer erst wenn 64 Sonnenstunden gesammelt sind, wird es künftig rund um die mystisch umnebelte Insel im Kreisverkehr am Rhein langsam wieder aktiver werden. Erst dann wird sich eine konkretere, doch immer noch vage, Prognose erstellen lassen. Jetzt müssen Wind und Temperatur noch passen, damit die nächste Ausbruchsphase erfolgen kann. Das Verfolgen des Monheimer Wetters lohnt sich also. Und möglich ist das ab sofort auch über die [intern]städtische Internetseite, auf der die künftigen Ausbruchsprognosen für den Monheimer Geysir angezeigt werden.

„Der öffentliche Raum ist eben nicht nur für den Autoverkehr da“

Im Vorfeld der Eröffnung lobt Bürgermeister Daniel Zimmermann: „Thomas Stricker hat es verstanden, uns mit der Realisierung seines Kunstprojekts den Spiegel vorzuhalten und die Frage aufzuwerfen: Für wen ist der öffentliche Raum eigentlich da?“ Fakt ist: Er wird aktuell dominiert von Straßen. „Wir sind es seit 60, 70 Jahren Stadtentwicklung gewohnt, dass bei uns alles dem Autoverkehr untergeordnet wird“, so Monheims Bürgermeister. Und der Gedanke, die Ergebnisse dieser Entwicklung mit einer roten Ampel einmal kurzzeitig zu unterbrechen, werfen erstaunliche Reaktionen hervor. „Ich finde genau das so wertvoll und absolut richtig“, unterstreicht Zimmermann. „Denn der öffentliche Raum ist eben nicht nur für den Autoverkehr da. Er steht allen Menschen offen. Und er ist bei uns in Monheim am Rhein auch dafür da, um Kunst zu erleben.“

An dem künstlich geschaffenen Ort des Monheimer Geysirs, der jetzt so aussieht, als habe man eine Straße erst um ihn herumgebaut, scheint unter leichten Nebelschwaden fortan etwas Unvorhersehbares zu schlummern. Thomas Stricker: „Und genau das ist es ja. Da ist plötzlich etwas, was wir nicht in der Hand haben. Das verunsichert uns. Sowas verbannen wir eigentlich am liebsten komplett aus unserem Leben. Wir versuchen den ganzen Tag hindurch, alles im Griff zu haben, immer Herr der Lage zu sein. Dabei sollten wir der Natur eigentlich viel mehr Raum lassen, sie viel mehr achten.“ Der Monheimer Geysir ist ein wunderbar geeigneter Ort, um darüber nachzudenken. (ts)

Hintergrund

Der Monheimer Geysir ist der nächste große Meilenstein für die Präsentation von [intern]Kunst im öffentlichen Raum in Monheim am Rhein. Für die Eröffnungsfeier wird der Kreisverkehr an der Monheimer Rheinpromenade (Einmündung Krischerstraße) am Samstag, 3. Oktober, ab 6 Uhr nochmal ganztägig gesperrt.

Die alle paar Wochen stattfindenden Ausbruchsphasen werden jeweils ungefähr vier Stunden dauern. In diesen vier Stunden wird es erhöhte Nebelaktivität, immer wieder kleinere sowie vier größere Ausbrüche geben, für die der Verkehr viermal durch Ampelschaltungen für wenige Minuten gestoppt wird. Eine kurze Zeit zum Innehalten und zum Staunen. Natur stoppt Technik. Kunst als Erlebnis. Einzigartig in dieser Form.

Zum Monheimer Geysir erscheint Ende dieses Jahres ein Katalog, der die Arbeit „Der Monheimer Geysir“ in das künstlerische Schaffen von Thomas Stricker einordnet: Thomas Stricker. Skulpturale Fragen. Band 2, Herausgeberin: Stadt Monheim am Rhein, Text: Britta Peters, 96 Seiten, 29 x 23 cm, deutsch, zahlreiche farbige Abbildungen, Freiburg 2020, ISBN 978-3-86833-296-4 Es gibt schon einen Vorgänger-Katalog (Thomas Stricker. Skulpturale Fragen, 2011). Hierin werden verschiedene Projekte von Thomas Stricker vorgestellt.

Die Stadt weist daraufhin: Am Veranstaltungstag sind zwei angemeldete Drohnenflug-Teams mit allen notwendigen Sondergenehmigungen rund um den Geysir im Einsatz. Alle anderen Aufnahmen, insbesondere der Einsatz privater Drohnen, ist aus Sicherheitsgründen ausdrücklich untersagt.

[intern]Mehr über den Monheimer Geysir und dessen künstlerischen Hintergrund gibt es hier.

Neue Nachrichten

Das Amtsblatt der Stadt Monheim am Rhein Nr. 18 vom 17. September 2021 ist erschienen. Es enthält folgende Öffentliche Bekanntmachung:

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Ab Montag, 20. September, wird eine Einbahnstraße eingerichtet / Verschönerung des Doll Ecks für Frühjahr 2022 geplant

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Ulla-Hahn-Haus bietet Lesung und Schreibworkshop mit Literatur aus dem Nachbarland für Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene

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