Die Städtepartnerschaft zwischen Monheim am Rhein und Ataşehir soll weiter mit Leben gefüllt werden. Gemeinsam mit einer Delegation hat Bürgermeisterin Sonja Wienecke jetzt die türkische Partnerstadt besucht. Im Mittelpunkt der Reise standen Besuche kommunaler und kultureller Einrichtungen sowie der Austausch über gemeinsame Zukunftsthemen.
Empfangen wurde die Delegation unter anderem vom stellvertretenden Bürgermeister Murat Güneş. Bei Besuchen im Rathaus, im Spielzeugmuseum, im Kulturzentrum İnal Aydınoğlu sowie bei einem Projekt der Zusammenarbeit mit der Monheimer Kunstschule erhielten die Gäste Einblicke in die Arbeit der Stadt Ataşehir. Ein gemeinsames Mittagessen im Deutschen Generalkonsulat mit der Generalkonsulin Dr. Regine Grienberger in Istanbul sowie Gespräche mit dem Leiter des Kulturamts der Stadt Istanbul rundeten das Programm ab.
Wertvolle Impulse für die eigene Arbeit
Für Bürgermeisterin Sonja Wienecke war insbesondere der intensive politische Austausch von großer Bedeutung. „Die Gespräche haben mir geholfen, die politischen Strukturen vor Ort besser zu verstehen. Gerade weil sich die Rahmenbedingungen von denen in Deutschland unterscheiden, war es spannend zu erleben, wie Politik und Verwaltung hier zusammenarbeiten“, sagt Wienecke. Beeindruckt habe sie dabei insbesondere das Engagement der handelnden Politikerinnen und Politiker vor Ort sowie das demokratische Selbstverständnis.
Neben dem kulturellen Austausch standen auch kommunale Zukunftsthemen im Fokus. So informierte sich die Delegation über aktuelle Stadtentwicklungsprojekte und sprach mit einem deutsch-türkischen Unternehmerpaar, das in der Region Bauprojekte realisiert. „Die Herausforderungen unterscheiden sich zum Teil erheblich von unseren – etwa durch die Anforderungen an den Erdbebenschutz. Gleichzeitig ist bemerkenswert, mit welcher Geschwindigkeit Projekte umgesetzt werden können. Dieser Blick über den Tellerrand liefert wertvolle Impulse für die eigene Arbeit“, so Wienecke.
Beide Städte wollen den Austausch künftig weiter ausbauen. Geplant ist unter anderem eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen, beispielsweise zu Fragen des Städtebaus. Auch ein gefördertes Austauschprojekt wird derzeit geprüft. „Städtepartnerschaften leben von persönlichen Begegnungen und gegenseitigem Verständnis. Der Besuch hat gezeigt, wie viel Potenzial in unserer Zusammenarbeit steckt und dass wir voneinander lernen können“, fasst Bürgermeisterin Sonja Wienecke abschließend zusammen. (tb)


