Bürger diskutieren über alten Aalschokker, neue Wohnhäuser und größeres Vereinsheim

Bei Bürgeranhörung am 18. Oktober geht es um drei Bebauungsplanverfahren

Auf dem Parkplatz am Baumberger Rheinufer, hier eine winterliche Aufnahme von 2013, könnten sich Einheimische und Touristen bald in einem alten Aalschokker über die Geschichte des Aalfangs informieren. Foto: Kerstin Frey

Ein größeres Vereinsheim für die Kleingärtner, neue Häuser an der Klappertorstraße und ein alter Aalschokker direkt am Rheinufer – über gleich drei Bebauungsplanverfahren können Bürger sich am Dienstag, 18. Oktober, informieren und im Anschluss diskutieren. Konkret geht es um die Pläne 52B 1. Änderung „Rheinradweg“, 53B 1. Änderung „Klappertorstraße“ und 68B „Im Baumberger Feld“. Beginn ist um 18 Uhr im Bürgerhaus Baumberg, die Pläne liegen bereits ab 17.30 Uhr zur Einsicht aus.

Der Bebauungsplan zum Rheinradweg sieht ein Museumsschiff auf dem Parkplatz an der Klappertorstraße vor. Bei Recherchen zur Geschichte des Aalfangs im Rahmen der Tourismusförderung hat die Stadtverwaltung einen der letzten erhaltenen originalen Aalschokker entdeckt – die Fiat Voluntas. Auf dem unter Denkmalschutz stehenden Schiff könnte Besuchern die Geschichte des Aalfangs nähergebracht werden. Der Parkplatz eignet sich besonders gut als Standort, da sich in direkter Nähe nicht nur zwei ehemalige Aalräuchereien, sondern auch die ehemaligen Anlegestellen für die beiden Baumberger Aalschokker befinden. Das Schiff soll Teil der MonChronik werden. In Monheims dezentralem Heimatmuseum wird Geschichte didaktisch und pädagogisch aufbereitet und den Touristen und Besuchern an den historischen und originalen Schauplätzen vermittelt.

Mit dem benachbarten Grundstück beschäftigt sich der Bebauungsplan zur Klappertorstraße. Die Fläche der ehemaligen Aalräucherei ist von einem neuen Vorhabenträger übernommen worden. Der neue Träger hält sich zwar an die Grundzüge der Planung, im Laufe der Bearbeitung bieten sich nun aber leichte Veränderungen an. So soll durch die Einrichtung einer Tiefgarage an der südlichen Grundstücksgrenze Platz für weitere Baufelder entstehen. Statt einer Böschung oder Abtreppung könnte nun eine begrünte Stützwand als vertikaler Abschluss der Tiefgarage errichtet werden. Darüber hinaus sollen die Baufenster, also die überbaubaren Grundstücksflächen, um maximal zwei Meter verschoben werden. Um dem gewünschten Gesamteindruck der geplanten Maßnahme zu entsprechen, könnte für alle Gebäude ein Flachdach realisiert werden.

Der Bebauungsplan zur Fläche „Im Baumberger Feld“ sieht eine Erweiterung des bestehenden Vereinsheimgeländes des Kleingartenvereins vor. So sollen die Sanitäranlagen vergrößert und ein kleines Kühlhaus errichtet werden. Das Plangebiet umfasst die gesamte Kleingartenanlage, um auch den Um- und Ausbau der Gartenlauben zu regeln und die öffentliche Zufahrt zum Gelände zu sichern. (bh)

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