Bronzeskulptur „Glückliche Familie“ bereitet sich auf Umzug zum Rathaus vor

Kunstwerk wird während der Bauarbeiten eingelagert und kommt voraussichtlich 2023 zurück auf den Rathausvorplatz

Die mehrere hundert Kilogramm schwere „Glückliche Familie“ wird behutsam angehoben. Foto: Markus Nesseler

In den kommenden zwei Jahren wird die Bronzeplastik im Betriebshof sicher eingelagert. Foto: Markus Nesseler

Die „Glückliche Familie“ hat am Mittwoch, 5. Mai, die Stadtmitte verlassen. Um die Bronzeplastik von Professor und Bildhauer Max Kratz (1921–2000) vor Schäden durch die Bauarbeiten in der Stadtmitte zu schützen, wird das Kunstwerk in den kommenden zwei Jahren im Betriebshof sicher eingelagert. Nach den Bauarbeiten soll sie wieder an ihren alten Standort vor dem Rathaus zurückkehren.

Die 2,40 Meter hohe „Glückliche Familie“ stand seit 1989 vor dem Rathaus. Die Skulptur im Wert von seinerzeit 250.000 Mark ist eine Schenkung von Rolf Schwarz-Schütte, dem Mitbegründer und langjährigen Chef der Schwarz Pharma AG. Professor Max Kratz, in Remscheid geboren und lange in Düsseldorf ansässig, begann 1988 mit der Arbeit an der Familienskulptur. Zunächst modellierte er die ineinander verschlungenen Figuren von Vater, Mutter und drei Kindern aus Ton. Als Thema hatte Stifter Schwarz-Schütte „Kinderreichtum“ vorgegeben – in Erinnerung daran, dass Monheim, im Verhältnis zur Einwohnerzahl, lange die kinderreichste Stadt Nordrhein-Westfalens war.

„Ich will jede Art von Denkmalcharakter vermeiden“, sagte Kratz im Dezember 1988. So werde das Werk nicht auf einem Sockel stehen, sondern nur ganz leicht erhöht. Wenn es leibhaftige Kinder den Sprösslingen der Bronze-Familie gleichtun und auf den Eltern herumklettern, handeln sie im Sinne von Max Kratz: „Die Kinder können ruhig an den Figuren hochkrabbeln.“ Überhaupt wolle er mit seiner Kunst „den Betrachter frohstimmen“ und „die Leute positiv ansprechen“.

Am 22. April 1989 wurde das fertige Werk schließlich enthüllt. Stifter Rolf Schwarz-Schütte, der im Jahr 2000 den städtischen Ehrenring erhielt, sagte bei der Übergabe: „Wir sehen unsere Schenkung als Beitrag für eine aufstrebende Stadt, in der die Kultur auch einen hohen Stellenwert einnehmen soll. Es ist auch eine Aufgabe einer Industriefirma, einen Beitrag zur Stadtentwicklung zu leisten. Die Bürger sind nun dafür verantwortlich, dass dieses ,Familienglück‘ erhalten bleibt.“

2012 zog die mehrere hundert Kilogramm schwere „Familie“ dann wegen der Bauarbeiten auf dem Rathausvorplatz auf den Centerbogen zwischen Monheimer Tor und Rathaus-Center. Auf dem Rathausvorplatz soll in den kommenden zwei Jahren noch die Eislaufbahn des Monheimer Sternenzaubers aufgebaut werden. Wenn der neue Eierplatz fertig ist und Eislaufbahn dorthin umziehen kann, wird die „Glückliche Familie“ wieder auf ihrem ursprünglichen Standort aufgestellt. Der Umzug der Bronzefigur ist mit der Stiftung von Max Kratz abgestimmt. (bh)

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