Bei den regelmäßigen Baumkontrollen an der Krischerstraße haben Mitarbeitende der Stadt Monheim am Rhein einen Befall mehrerer Platanen mit der sogenannten Platanen-Netzwanze festgestellt. Der ursprünglich aus Nordamerika stammende Schädling ernährt sich von den Blättern der Bäume und kann das Blattwerk dauerhaft schädigen. Auffällig geworden war der Befall, weil einige der betroffenen Platanen deutlich weniger Grün trugen als üblich zu dieser Jahreszeit.
Die Stadt setzt nun gemeinsam mit dem Unternehmen Baumpflege Leven aus Leverkusen auf eine biologische Methode zur Bekämpfung der Schädlinge. Dafür wurden tausende Eier von Florfliegen in kleinen Pappschachteln mit Holzspänen in die betroffenen Bäume eingebracht. In den nächsten Tagen schlüpfen daraus Larven, die sich von den Netzwanzen ernähren.
„Wir haben entlang der Krischerstraße bis zur Ecke Niederstraße insgesamt 25 betroffene Bäume festgestellt“, erklärt Florian Schmidt, Abteilung Grünflächen, Spielplätze und Friedhöfe der Stadt Monheim am Rhein. „Je nach Größe des Baumes wurden drei bis acht Papphäuschen mit jeweils mehreren hundert Florfliegeneiern angebracht.“
Die daraus entstehenden Florfliegen breiten sich später auch in der Umgebung aus und können so helfen, den Befall langfristig einzudämmen. Der Vorteil der Methode: Auf chemische Mittel kann vollständig verzichtet werden. An anderen Stellen im Stadtgebiet wurden bislang keine Platanen-Netzwanzen festgestellt. (tb)


