Vorab-Präsentation eines einzigartigen Bürgerbüros

Gäste aus Monheims Partnerstadt Bourg-la-Reine bestaunten kurz vor dessen Eröffnung den neuen Empfangsbereich im Rathaus

Der neue Haupteingang des Rathauses öffnet sich künftig direkt zum Rathausvorplatz.

In gutem Französisch erläuterte Architekt Gerhard Kalhöfer (M.) den Gästen aus Bourg-la-Reine um Bürgermeister Patrick Donath (r.), wie aus ersten Plänen am Computer die neuen Räumlichkeiten entstanden. Foto(s): Thomas Spekowius

Komplett bespielbar ist in der „Hauptstadt für Kinder“ der Schelmenturm in der Spielecke, gleich neben dem Haupteingang.

Runde Sache! Die blumig gestalteten Schall- und Lampen-Elemente sind bei ausgeschaltetem Licht optisch kaum voneinander zu unterscheiden. Das neue Bürgerbüro ist nicht nur eine Augen- sondern auch eine Ohrenweide. An vielen Stellen wurde geschickt gedämmt. Die Akustik ist für ein Großraumbüro bemerkenswert gut gelungen.

Monheim am Rhein. Mit Superlativen soll man bekanntlich vorsichtig sein, doch Monheims Bürgerbüro wird in Zukunft gewiss eines sein: Einzigartig!

An den Decken hängen Leuchten und Schallschutzelemente in Form von Blumen. Darunter verläuft ein wiesengrüner Boden, auf dem niedergerieselter Blütenstaub den Weg an die  Beratungsplätze zu ebnen scheint. Das Entree ist vor allem in ganz viel Weiß und Monheim-Blau getaucht. In der Kinder-Spielecke plätschert der Rhein an einer Miniaturausgabe des Schelmenturms vorbei, während die kleinen Rathausgäste ihre Füße direkt ins „Wasser“ baumeln lassen können. Auch der kostenlos bereitgestellte Passbildautomat wird von blauen Wellen umspielt, deren künftige Funktion es eigentlich sein, Info-Flyer für die Besucherinnen und Besucher bereitzuhalten. Die Beine der Wartebänke im Foyer haben blaue Gänsefüße, und die einzelnen Plätze mit ihren ebenso bunten wie bequemen Sitzschalen tragen Namen wie Buchstein, Weidenkörbchen oder Piwipp, allesamt entsprungen aus den berühmten Romanen Ulla-Hahns, der mindestens literarisch berühmtesten Tochter der Stadt.

Es gibt so viele kleine und große Elemente, die sonst in keinem Bürgerbüro der Welt zu finden sein dürften. Darüber staunten an diesem Montag auch die Mitglieder der französischen Delegation aus Monheims Partnerstadt Bourg-la-Reine mit leuchtenden Augen. Sie weilen gerade anlässlich der Europa-Woche in der Stadt, organisiert von VHS und der Europa Union. Begleitet von Vertreterinnen und Vertretern aus Monheims Politik kamen die französischen Gäste an zu Wochenbeginn in den Genuss einer kleinen Vorab-Führung durch den Kölner Architekten Gerhard Kalhöfer. Er ist der kreative Kopf hinter dem neuen Bürgerbüro, das ganz bewusst „nicht allzu ernst“ daherkommt, sondern von dem Diplom-Ingenieur zu einem Ort entwickelt wurde, „der etwas erzählt“ und in dem „sogar das Warten eine gewisse Freude bereiten kann.“ Auch die Monheimer Stadtgeschichte spiegelt sich auf den Glastüren wieder.

Hier ist nichts dem Zufall überlassen

Kahlhöfer: „Alles was Sie hier sehen ist kein Zufall, keine Willkür. Es folgt einer Idee. Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass Behördengänge nicht immer angenehm und oft auch mit einer gewissen Unsicherheit verbunden sind. Habe ich wirklich alle Unterlagen dabei? Welche Fragen kommen da auf mich zu? – Das ist einfach keine vertraute Situation. Gerade deshalb wollen hier allen Wartenden den Besuch dieses ganz besonderen Bürgerbüros in Zukunft so angenehm wie möglich machen.“

Dafür, dass ihm diese architektonische Meisterleistung überhaupt erst möglich gemacht wurde, zollte der Erbauer großen Dank in Richtung Stadtverwaltung. „Ich hatte hier sehr viele Menschen im Rathaus, die mir aus ganz unterschiedlichen Abteilungen immer wieder hilfreich zugearbeitet und den Entstehungsprozess begleitet haben.  – Ein Architekt ist immer nur so gut, wie der Bauherr es zulässt. Und gerade weil man mir hier sehr viele Freiheiten gelassen und solch großes Vertrauen entgegengebracht hat, bin ich nun so zufrieden und stolz auf dieses Projekt.“ 

Den Dank und die vielen Blumen gab es von Bürgermeister Daniel Zimmermann direkt zurück. „Unsere Vorgabe war eigentlich nur: Es soll alles perfekt funktionieren – aber man soll nicht sehen, dass man in einem Bürgerbüro ist. Dieser Erwartung haben Sie mit Ihrer absolut gelungenen Gestaltung ganz wunderbar entsprochen.“

Bei der Rathaus-Rallye am kommenden Sonntag wird das Bürgerbüro von 11 bis 15 Uhr erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Der Startschuss erfolgt direkt vor dem neuen Rathaus-Eingang. Ab Montag geht es dann in den neuen Räumen mit den neuen Öffnungszeiten weiter, montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr und an den Samstagen von 9 bis 16 Uhr. Auch das dürfte in Sachen Bürgerservice so ziemlich einzigartig sein.

Eine hoffentlich in jeder Hinsicht einzigartige Hochzeit wird man künftig auch im ebenfalls neu gestalteten Trauzimmer, direkt über dem neuen Bürgerbüro, feiern können, das ebenfalls zur Gesamtbaumaßnahme unter dem Titel „Rathaus kompakt“ gehört. Und: Der Alte Rathaus-Eingang in der kleinen Unterführung wird bald Geschichte sein. Hier entstehen in Kürze weitere für die Bürgerschaft barrierefrei erreichbare Büroräume mit Dienstleistungsangeboten. (ts)

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