Nachdem in der Nacht von Freitag, 6. März, auf Samstag, 7. März, mindestens 144 Grabstätten auf dem Monheimer Waldfriedhof beschädigt worden waren, hat die Polizei nun ermittelt, welche Gräber im Einzelnen betroffen sind und alle Schäden dokumentiert. Betroffene können sich nun bei der städtischen Friedhofsverwaltung unter der Telefonnummer +49 2173 951 6701 oder per E-Mail an
friedhof@monheim.de melden. Dort erhalten sie weitere Informationen zu ihren Grabstätten. An mindestens zwei Grabstätten wurden bereits am Samstag defekte Platten getauscht, um die Totenruhe zu wahren. Damit sind alle Kolumbarien wieder verschlossen.
Nach Angaben der Polizei hatten es die Täterinnen und Täter auf Kupfer und Bronze abgesehen. Bereits am Samstagnachmittag hatte die Grenzpolizei einen 16-jährigen und einen 23-jährigen Tatverdächtigen vorläufig festgenommen. In ihrem Fahrzeug wurden im Rahmen einer Verkehrskontrolle an einem Grenzübergang im Kreis Viersen rund 300 Kilogramm Metall sichergestellt, darunter Überurnen, Namensplättchen, Friedhofsfiguren und weiteres Metall. Die Ermittlungen dazu dauern an.
Im Laufe der Woche werden alle Betroffenen von der Stadt Monheim am Rhein per Post informiert. Die Friedhofsverwaltung prüft zudem mögliche Maßnahmen, um solche Vorkommnisse zukünftig zu vermeiden. Die Geschädigten haben die Möglichkeit, den Schaden auf dem privatrechtlichen Weg bei den Täterinnen und Tätern einzufordern. (jm)


