Stadt übergibt faire Kamelle an Monheimer Fuß- und Wagengruppen

Saure Luftschlangen, Mango Veggies, Schokolade und Dattel-Konfetti setzen Zeichen für globale Verantwortung

In diesem Jahr können sich die Teilnehmenden der Züge über gelatinefreie Saure Luftschlangen und ebenfalls gelatinefreie Mango Veggies, Vollmilchschokolade und Dattel-Konfetti freuen. Foto: Thomas Spekowius

Für insgesamt 57 Fuß- und Wagengruppen haben engagierte Beschäftigte des Betriebshofs einzelne Pakete mit den vier verschiedenen Sorten zur Abholung zusammengepackt. Foto: Schirin Berndt

Wenn an den jecken Tagen der Baumberger Veedelszoch, der Kinderkarnevalszug und der Rosenmontagszug durch das Stadtgebiet ziehen, fliegt dabei auch wieder fair gehandelte Kamelle durch die Luft. An 57 Fuß- und Wagengruppen hat die Stadt jetzt faire Kamelle im Wert von insgesamt 80.000 Euro ausgegeben.

Seit 2018 unterstützt die Stadt den Monheimer Karneval mit fair gehandelter Kamelle. Der Faire Handel bezeichnet eine Handelspartnerschaft, die neben einer angemessenen Bezahlung auch soziale Rechte und ökologische Standards einschließt. Ziel ist ein gerechterer Welthandel, in dem Produzentinnen und Produzenten am Anfang der Lieferkette gestärkt werden, um ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen dauerhaft zu verbessern. So verbindet der Karneval Menschen über Kontinente hinweg: Hier in der Stadt freuen sich die Kinder über die Süßigkeiten und in den Ländern des sogenannten Globalen Südens können Menschen ihren Kindern eine sichere Zukunft ermöglichen und sie zum Beispiel zur Schule schicken.

In diesem Jahr können sich die kleinen und großen Zuschauerinnen und Zuschauer der Züge sich auf insgesamt vier Sorten freuen: Es gibt rund 1700 Kilo gelatinefreie Saure Luftschlangen und ebenfalls gelatinefreie Mango Veggies, rund 780 Kilo Vollmilchschokolade und rund 400 Kilo Dattel-Konfetti. Die Wertschöpfung des Dattelkonfettis liegt zu 100 Prozent im Ursprungsland Ägypten. So bleibt der Verdienst im Anbauland, was eine größere Unterstützung der Menschen und bessere Zukunftsperspektiven bedeutet.

Seit 2022 zeigt die Stadt auch im Rosenmontagszug mit einem eigenen Fairtrade-Wagen aus der Werkstatt von Jacques Tilly, dass sie globale Verantwortung übernimmt. Für das verlässliche und zukunftsweisende Engagement zur fairen Kamelle ist die Stadt mit dem Sonderpreis im bundesweiten Wettbewerb Hauptstadt des Fairen Handels ausgezeichnet worden. Das Engagement soll weitergetragen werden: Alle Monheimer Jecken sind jedes Jahr dazu aufgerufen, sich der Unterstützung anzuschließen und auch Teile ihres eigenen Budgets für fair gehandeltes Wurfmaterial zu verwenden. (bh)

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