Der Rat der Stadt Monheim am Rhein hat die Verwaltung in seiner Sitzung am 15. Juli damit beauftragt, die Veräußerung der städtischen Geschäftsanteile an der Marienburg Monheim Betriebs GmbH vorzubereiten und dem Rat hierzu eine Beschlussvorlage für die kommende Sitzung am 30. September vorzulegen.
Mit diesem Auftrag schafft die Stadt Klarheit über die angestrebte zukünftige Rolle und setzt zugleich ein wichtiges Signal für die weitere Entwicklung der Marienburg. Ziel ist es, die Voraussetzungen für die Gewinnung eines neuen strategischen Partners zu schaffen und den weiteren Entwicklungsweg der Marienburg zu unterstützen. Für Geschäftsführer Alexander Zimmer schafft diese politische Zielrichtung zugleich eine verlässliche Grundlage für Gespräche mit potenziellen neuen strategischen Partnern.
Die Marienburg hat sich in den vergangenen Jahren mit ihrem Hotel-, Gastronomie- und regenerativen Bauernhofkonzept zu einem wichtigen Baustein für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Monheim am Rhein entwickelt. Als Tagungs- und Veranstaltungsort, Treffpunkt für Unternehmen sowie Ziel für Gäste aus dem In- und Ausland leistet sie einen wertvollen Beitrag zur Attraktivität des Standorts. Die nun vorbereitete Veräußerung betrifft ausschließlich die Beteiligung der Stadt an der Marienburg Monheim Betriebs GmbH, also der Betriebsgesellschaft. Eigentumsverhältnisse an der Marienburg und dem Marienburgpark bleiben hiervon unberührt.
Auch vor dem Hintergrund der veränderten finanziellen Rahmenbedingungen will sich die Stadt künftig stärker auf ihre kommunalen Kernaufgaben konzentrieren. Gleichzeitig verfolgt sie das Ziel, der Marienburg eine eigenständige Weiterentwicklung mit einem neuen strategischen Partner zu ermöglichen.
Ein besonderer Ort für die Stadt
Bürgermeisterin Sonja Wienecke betont: „Die Marienburg ist ein besonderer Ort mit großer Bedeutung für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Monheim am Rhein. Mit dem Auftrag an die Verwaltung hat der Rat den Weg für den Ausstieg der Stadt als Gesellschafterin geebnet. Ich wünsche Alexander Zimmer schon jetzt viel Erfolg bei der Gewinnung neuer Partner. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir dem Rat am 30. September eine tragfähige und beschlussfähige Lösung vorlegen können.“
„Natürlich sind solch gravierende Veränderungen für ein Unternehmen in der jetzigen wirtschaftlichen Weltlage nicht unkritisch“, beschreibt Alexander Zimmer die Situation, blickt aber zugleich selbstbewusst nach vorne und zurück: „Aber gemeinsam mit der Stadt haben wir in den vergangenen drei Jahren Beachtliches auf die Beine gestellt: ein perspektivreiches, europaweit ausgezeichnetes Modell für die Landwirtschaft und Gastronomie der Zukunft mit bedeutsamen gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen sowie großen Entwicklungsmöglichkeiten. Die Entscheidung der Stadt Monheim am Rhein ist vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzlage nachvollziehbar. Wir sind dankbar für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und stolz auf das gemeinsam Erreichte. Jetzt gilt es, die nächsten Entwicklungsschritte zu gehen. Die Gespräche mit möglichen neuen Partnern stimmen mich zuversichtlich. Unser Ziel ist es, die Marienburg gemeinsam mit einem starken strategischen Partner erfolgreich weiterzuentwickeln und als besonderen Ort für Monheim am Rhein dauerhaft zu erhalten.“ (ts)


