Das Sojus 7 und die Kunstschule Monheim am Rhein organisieren anlässlich des Weltfrauentages mehrere Veranstaltungen und Aktionen. Damit wollen sie auf Probleme aufmerksam machen, mit denen Frauen und diverse Menschen zum Teil schon seit vielen Jahren zu kämpfen haben.
Den Auftakt bildet ein Benefizkonzert am Samstag, 7. März um 19:30 Uhr im Sojus 7. Es läuft unter dem Titel „Punk gegen das Patriarchat“ und die Erlöse kommen dem Frauenhaus Mettmann sowie den Wohnprojekten nach häuslicher Gewalt zugute. Ehrenamtlerinnen und das Team des Sojus 7 möchten gemeinsam mit dem Sozialdienst katholischer Frauen und Männer (SKFM) Mettmann Frauen und Familien unterstützen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Der Abend startet mit einem kurzen Vortrag des SKFM, der Einblick in die Arbeit des Frauenhauses und der Wohnprojekte geben soll sowie einem Beitrag über die gesellschaftlichen Strukturen, die Gewalt gegen Frauen im Patriarchat begünstigen. Im Anschluss übernehmen zwei Punkbands aus Köln die Bühne – „O.H.R.“ und „fehlerfabrik“. Sie sorgen für energiegeladene Musik und eine geballte Portion klarer Botschaften. Der Eintritt ist auf Spendenbasis frei wählbar. Neben Geldspenden werden auch Sachspenden in Form von Gutscheinen für Supermärkte und Drogerien angenommen.
Am Sonntag, 8. März, ist dann die Kunstschule zu Gast im Sojus 7. In Kooperation laden beide Einrichtungen zum Workshop „Künstlerinnen. Kraft und Vision“ in die Scheune ein. Die Reihe, die am Weltfrauentag vor einem Jahr ins Leben gerufen wurde, stellt jeweils eine bedeutende Künstlerin in den Mittelpunkt. „Die Kunst ist noch immer geprägt von männlichen Künstlern, insbesondere die Kunstgeschichte. Dabei gab es sie natürlich, die schaffenden, freien Künstlerinnen. Genau diese interessieren uns – und der Weltfrauentag ist genau der richtige Tag, um sie ins Zentrum zu stellen“, sagt Ninja Walbers, Programmleiterin Kunstvermittlung der Kunstschule Monheim am Rhein. Die Auswahl der behandelten Künstlerinnen weist einen besonderen Bezug zu Monheim am Rhein auf: Alle bisher vorgestellten Künstlerinnen sind Namensgeberinnen von Straßen im Stadtgebiet. Im diesjährigen Workshop steht die schwedische Künstlerin Hilma af Klint im Fokus – eine Pionierin der abstrakten Malerei. Der Workshop ist bereits ausgebucht, aber um 15 Uhr werden die entstandenen Arbeiten in der Scheune öffentlich präsentiert. Begleitend dazu ist das Rheincafé geöffnet. Die „Rhein*queers“ laden zudem zu einer feministischen Button-Aktion ins Café ein. Alle benötigten Materialien werden zur Verfügung gestellt. Es wird gemütlich, bunt, gesellig und kreativ – ein gemeinsames Feiern des Weltfrauentags in inspirierender Atmosphäre.
Auch bei „Einfach offen“, dem Café-Abend des Sojus 7 am 6. März, können Spenden für das Frauenhaus abgegeben werden. (jm)


