Sojus 7 lädt nach langer Bauzeit zum Hoffest unter dem Motto „Endlich (fast) alles fertig“

Konzerte, Partys, Mitmachaktionen und Führungen vom 26. bis zum 27. September / Anmeldungen zum Flowmarkt noch möglich

Wer beim Flowmarkt am Samstag, 27. September, selbst Kunsthandwerk, Selbstgemachtes oder Trödel anbieten möchte, kann sich noch anmelden. Foto: Vanessa Stratmann

Die Band „Hey Means Ho“ eröffnet das Hoffest mit DIY-Punk aus dem Sojus 7. Foto: Vanessa Stratmann

Das belgische Blechbläserensemble „Kolonel Djafaar“ steht am Freitag, 26. September, mit einer Mischung aus Brass, Ethio-Jazz und Psych-Rock auf der Bühne. Foto: Kolonel Djafaar

Für die Umgestaltung des Sojus 7 wurden im Jahr 2016 die ersten Ideen gesammelt. Nach vielen Workshops, einer langen Planungsphase und zahlreichen Herausforderungen auf der Baustelle kann das Sojus-7-Team jetzt, rund neun Jahre später, alle mittlerweile drei Gebäude mit kreativer Vielfalt füllen. Insgesamt 13,5 Millionen Euro hat die Stadt in das neue Veranstaltungsgebäude, den Umbau des alten Fabrikgebäudes und die Sanierung des Fachwerkhauses investiert. Unter dem Motto „Endlich (fast) alles fertig“ lädt das Sojus 7 von Freitag, 26. September, bis Sonntag, 28. September zu einem großen Hoffest an der Kapellenstraße ein.

Auf dem gesamten Gelände erwartet die Besucherinnen und Besucher ein buntes Programm mit Musik, Kunst, kreativen Aktionen, Flohmarkt und Führungen. „Im Mittelpunkt stehen die kreative Vielfalt und das Gemeinschaftsgefühl, welches das Sojus 7 seit so vielen Jahren zu einem einzigartigen Ort macht“, erklärt Sojus-7-Leiter Christian Kaindl. Zahlreiche Ehrenamtliche geben Einblicke in die Vielfalt der soziokulturellen Einrichtung.

1988 war das Sojus 7 in die alten Mauern der Rübenkrautfabrik Gethmann gezogen – zunächst als Kunst- und Kulturverein, seit 2008 als städtische Einrichtung. 2020 fand die letzte Veranstaltung in der alten Krautfabrik statt. Drei Jahre später, pünktlich zum 35. Geburtstag des Sojus 7, konnte daneben das neue Veranstaltungsgebäude eingeweiht werden: Auf knapp 1700 Quadratmeter zusätzlicher Nutzfläche gibt es im Untergeschoss, auf der Ebene der Kapellenstraße, einen großen Saal mit Lagerräumen und Backstage-Bereich und im Erdgeschoss, auf der Ebene der Lottenstraße, das Café. Im Obergeschoss wurden drei kleinere Ateliers, ein Gruppenatelier und ein Seminarraum eingerichtet.

Im Saal des neuen Gebäudes beginnt am Freitagabend auch das Hoffest: Ab 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr, spielt die Band „Hey Means Ho“ echten DIY-Punk direkt aus dem Sojus 7. Im Anschluss steht das belgische Blechbläserensemble „Kolonel Djafaar“ mit einer Mischung aus Brass, Ethio-Jazz und Psych-Rock auf der Bühne.

Wohnhaus der Familie Gethmann wurde zum Bürogebäude

Die ehemalige Krautfabrik bildet heute den Übergang zwischen dem Neubau mit Saal und Café und dem Fachwerkhaus mit den Büros des Sojus-7-Teams. Beim Umbau des ehemaligen Wohnhauses der Familie Gethmann zum Bürogebäude wurde der Dachstuhl aus dem Jahr 1787 erhalten, das Fachwerk neu aufgebaut, die Wände von innen mit Lehm verputzt und ein Anbau aus Stampfbeton für Treppenhaus und Aufzug errichtet. Von der alten Krautfabrik sind die nördliche Außenmauer, eine Innenwand und die Kappendecke erhalten geblieben. Hier werden neben einer Werkstatt derzeit insgesamt fünf Proberäume, ein Tonstudio, eine Garderobe, ein Medienraum, ein Bereich für Ehrenamtliche und ein 120 Quadratmeter großer, flexibel nutzbarer Freiraum mit Feuerstelle eingerichtet. Im Dachgeschoss ist Platz für ein Lager, Technik und eine kleine Galerie zum großen Freiraum. Derzeit werden noch die Außenanlagen der Gebäude fertiggestellt. Sie bieten künftig Platz für einen Garten sowie eine umfassende Begrünung.

Das gesamte Gelände können Interessierte am Samstag erkunden: Ab 12 Uhr stehen zahlreiche Mitmachangebote und Aktionen im Mittelpunkt. Bei einem „Küfa-Deluxe“-Brunch lernen Besucherinnen und Besucher die „Küche für alle“ (Küfa) kennen: Jede Woche kochen Ehrenamtliche gemeinsam und bieten die Speisen nach einem „Zahl-was-du-kannst-Konzept“ an. Am Nachmittag gibt es dann Snacks vom Rheincafé, Live-Sendungen des Mitmach-Senders „Radio Rakete“ wie „Casi Blanca lädt zur Hof-Show“ und Führungen durch die neuen Gebäude. Wer möchte, kann dem eigenen Fahrrad in einer Waschstraße der Sojus-7-Werkstatt zu neuem Glanz verhelfen. Das Team vom „Draußen Tanzen“-Festival sorgt mit Musik und Getränken für die richtige Stimmung.

Freie Plätze auf dem Flowmarkt

Kunsthandwerk, Selbstgemachtes und Trödel gibt es am Samstag von 12 bis 18 Uhr auf dem Flowmarkt. Wer selbst mitmachen möchte, kann per E-Mail an [E-Mail]flowmarkt@monheim.de noch einen Platz reservieren. Der Aufbau findet von 10 bis 12 Uhr statt und die Standkosten liegen für einen Tisch mit den Maßen 140 x 70 cm bei 10 Euro.

Am Samstagabend legen DJs aus Sojus 7-Kosmos bei der „Sojus 7-Allstars“-Party auf gleich drei verschiedenen Floors auf. „Von 90er und 00er-Jahre bis Techno ist für alle Tanzmotivierten etwas dabei“, verspricht Ulf Kneiding vom Sojus 7. Und wer den Abend entspannt ausklingen lassen will, kann kleine Singer-Songwriter-Konzerte im Café genießen.

Am Sonntag bietet das Rheincafé ab 11 Uhr verschiedene Speisen an. Bei weiteren Führungen durch die verschiedenen Gebäude des Sojus 7 erfahren Interessierte mehr über die Geschichte und die Technik des Hauses. Und für alle, die das kreative Handwerk lieben, öffnet das Atelier des Nähcafés seine Türen. Abgerundet wird das Hoffest durch passende Playlists von Radio Rakete. Am Sonntag wird um 15 Uhr „Hubis Punky Reggie Party“ live produziert. (bh)

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