Zwischen März und Mai ist das Kollektiv „Mitkunstzentrale“, bestehend aus Erik Göngrich, Valeria Fahrenkrog und Nora Wilhelm, in der Kunstwerkstatt Turmstraße zu Gast. Im Mittelpunkt des Projekts steht die gemeinsame Entwicklung, der Bau und die Erprobung einer mobilen Filiale der Kunstwerkstatt Turmstraße. Die Arbeit wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW im Förderprogramm „Stadtbesetzung“ vom Kultursekretariat Gütersloh.
Die „Mitkunstzentrale“ arbeitet seit mehreren Jahren zu Fragen von Materialkreisläufen, Wiederverwendung und gemeinschaftlicher künstlerischer Praxis. Diese Arbeitsweise bildet die Grundlage des Projekts in Monheim am Rhein: Ausgangspunkt sind Sperrmüll, ausrangierte Möbel und Objektspenden aus der Stadt. Aus diesen Materialien entsteht gemeinsam mit Monheimerinnen und Monheimern aller Altersgruppen eine mobile Kunstwerkstatt, die sichtbar die Spuren ihrer Nutzerinnen und Nutzer trägt.
Möbelspenden werden gerne entgegengenommen
Für das Projekt werden Möbel gesucht, die eine Geschichte erzählen. Woher kommen sie? Wo standen sie? Wer hat sie genutzt und wie lange waren sie Teil eines bestimmten Ortes? Diese persönlichen Geschichten sollen Teil der mobilen Filiale werden und die Materialien um ihre Erinnerungen und Hintergründe erweitern. Menschen, die ein Möbelstück oder Objekt spenden möchten, sind herzlich eingeladen, sich per E-Mail unter
yklasen@monheim.de an Yvonne Klasen, Programmleiterin der Kunstwerkstatt Turmstraße, zu wenden.
Während ihres Aufenthalts arbeitet die Mitkunstzentrale ab Dienstag, 24. März, auf der Pop-Up-Fläche „Mittendrin“, Heinestraße 3. Dort entstehen die einzelnen Elemente der mobilen Filiale. Gleichzeitig finden dort Workshops, Gespräche und gemeinsame Bauaktionen statt. Das Ladenlokal ist mittwochs von 10 bis 13 Uhr und donnerstags von 15 bis 20 Uhr geöffnet. Auch darüber hinaus wird das Kollektiv regelmäßig vor Ort arbeiten und lädt Interessierte ein, vorbeizukommen, Fragen zu stellen und sich am Prozess zu beteiligen.
Die mobile Filiale kann aus rollbarem Mobiliar, Aktionswagen oder modularen Ausstellungselementen bestehen. Sie wird gemeinschaftlich entworfen, gebaut, im Stadtraum getestet und kontinuierlich weiterentwickelt. Öffentliche Testphasen und Gespräche begleiten den Prozess und hinterfragen fortlaufend Nutzung und Wirkung.
Ressourcenschonende Kulturarbeit
„Indem vorhandene Materialien wiederverwendet und lokale Perspektiven einbezogen werden, entsteht eine Form von Kulturarbeit, die ressourcenschonend, inklusiv und dialogorientiert ist“, so Yvonne Klasen. Nach Abschluss des Aufenthalts bleibt die mobile Filiale als dauerhaft nutzbares Werkzeug für die weitere Arbeit der Kunstwerkstatt Turmstraße bestehen.
Mit dem Projekt der „Mitkunstzentrale“ als Auftakt, wird in der Heinestraße bereits die dritte „Mittendrin“ - Fläche eröffnet, nachdem zuvor Leerstände in der Alten Schulstraße und in der Krischerstraße erfolgreich genutzt wurden. Das Projekt steht exemplarisch für eine gelingende Innenstadtbelebung, bei der leerstehende Räume in Orte der Begegnung, des Austauschs und der gemeinschaftlichen Gestaltung verwandelt werden.
Interessierte, die mehr über die „Mitkunstzentrale“ und deren Werk erfahren möchten, Fragen haben oder ins Gespräch kommen wollen, sind außerdem herzlich eingeladen, am Donnerstag, 16. April, von 17:30 bis 19 Uhr das Ladenlokal an der Heinestraße zu besuchen. Valeria Fahrenkrog und Nora Wilhelm sprechen vor Ort über das Projekt und über ihre weiteren künstlerischen Arbeiten.
Weitere Infos unter
www.kunstschule.monheim.de und auf dem Instagram-Kanal der Kunstschule @kunstschule_monheim. (tb)


