Lebendige Ideen rund um den Kirchhügel

St. Dionysius: Drei Büros stellten bei der Bürgerinfo ihre Pläne vor

Auch Bürgermeister Daniel Zimmermann (links) erläuterte beim Infoabend das Projekt. Foto: Norbert Jakobs

Die Grünvernetzung stärken – das war im Grunde das Thema des Abends bei der gut besuchten Informationsveranstaltung in Sachen Überplanung des Kirchengrundstücks von St. Dionysius. Drei Planungsbüros präsentierten im Bürgerhaus an der Humboldtstraße am Mittwochabend ihre Ideen. Und sie alle wollen den Blick auf die Kirche sowie möglichst viel Grün erhalten. Doch Maßgabe ist auch: Zusätzliche Wohnbebauung soll integriert werden.

Hintergrund: Die katholische Kirche will Wohn- und Verwaltungsgebäude samt Pfarrheim abreißen und durch einen Bau mit neuen Wohnungen ersetzen. Ein neues Pfarrzentrum samt Saal und Jugendbereich sind ebenfalls vorgesehen. Im September gab es bereits einen Workshop zur Ideenfindung mit der Bürgerschaft . Denn sowohl der katholischen Kirche als auch der Stadtverwaltung ist wichtig, dass die Bürger beteiligt werden. Nun also präsentierten die drei Büros nach einer Einführung von Bürgermeister Daniel Zimmermann und Moderator Jochen Füge ihre Pläne.

Den Anfang machte das Team Luczak Architekten. Unter anderem wurde ein „neuer Grüner Weg“ als Nord-Süd-Verbindung vorgeschlagen. Die Kirche soll von Gemeinschaftsnutzungen belebt und umgeben werden. Im Norden ist ein Senioren-Wohnprojekt geplant, im Süden angrenzend das neue Pfarrzentrum. Der Kindergarten bleibt erhalten. Das gilt auch für den Kirberger Hof. Im Westen soll er durch eine Erlebnisscheue ergänzt werden. Als Auftakt und neuer Eingangsbereich von der Berghausener Straße dienen zwei neue Plätze, einmal der Pfarrplatz auf dem Kirchhügel und der Pfarrhof unterhalb des Kirchhügels zwischen Wohnen und Kita.

Das Team der Wienstroer Architekten will einen öffentlichen Weg schaffen zwischen den Denkmälern im Norden und Süden und durch eine Parklandschaft entlang des Kirberger Hofs verbinden. Gebäude und Freiräume sollen Kommunikation ermöglichen, das heißt, Gebäude und andere bauliche Elemente werden solitär und traubenhaft (aneinanderhängend) in die Landschaft eingefügt. Das Pfarrzentrum greift den Höhenunterschied zwischen der Berghausener Straße und dem Kirchhügel auf, es entsteht ein zweigeschossiges Gebäude, das über einen Aufzug barrierefrei zugänglich wird. Auch hier bleibt die Kindertagesstätte erhalten und wird durch Neubauten ergänzt. Nördlich um den Kirchhügel ist eine Wasserfläche (Ententeich) vorgesehen.

Abschließend präsentierte die Planergruppe Oberhausen ihre Ideen. Unter anderem sollen die zwei Charaktere des Kirchhügels, die steinerne Kante Richtung Ortskern und die landschaftlichen Elemente Richtung Freiraum, erhalten und gestärkt werden. Das Pfarrzentrum kann von der Berghausener Straße und vom Kirchplatz erschlossen werden, das Gebäude gleicht den Höhenunterschied aus. Der Kirchhügel wird über eine erweiterte Treppe im Westen und nördlich hinter der Kirche über einen barrierefreien Weg erschlossen. Das Pfarrzentrum vereint Pfarrsaal, Büro, Jugendzentrum und die Bibliothek in einem solitären Baukörper. Es entsteht ein großzügiger Kirchvorplatz, der vom Pfarrsaal oder Jugendcafé mitbenutzt werden kann. Im Gegensatz zu den Solitärbauten der Kirche und des Pfarrzentrums schlägt das Büro in Anlehnung an die Typologie des Hofes eine Abfolge von drei Höfen vor. Das Büro plant  eine neue Kita mit großzügigen Freiflächen, rund um die Kita entsteht Wohnen in Form von Geschosswohnungsbau und Stadtvillen um einen gemeinsamen Hof. Die barrierefreien Gebäude passen sich der umgebenden Bestandsbebauung an und werden maximal dreigeschossig. Der Kirberger Hof soll durch kleine Rückbaumaßnahmen aufgewertet werden, das unter Denkmalschutz stehende Tor zeigt wieder mehr Präsenz und bildet den mittleren Teil der Hoffolge. Zwischen Bürgerhaus und dem Kirberger Hof entsteht eine zwei- bis dreigeschossige Bebauung, die sich ebenfalls um einen Innenhof gruppiert. Die Nord-Süd-Verbindung zwischen Berghausener  Straße im Süden und Humboldstraße im Norden bildet das Rückgrat des öffentlichen Grünraumes im Plangebiet. Ein weiterer Vorschlag des Planungsbüros: Rund um das Bürgerhaus wird der Baumbestand gelichtet, um das Gebäude von allen Seiten wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen und um eine visuelle Verbindung zum Kirberger Hof zu schaffen.

Die Anregungen aus der Bürgerschaft wurden zusammengefasst. Sie werden am 16. März einer Bewertungskommission vorgelegt. Das Gremium besteht aus Grundstückseigentümern, Mitgliedern der verschiedenen Ratsfraktionen und Fachleuten aus Reihen der Stadtverwaltung. Das Votum der Bewertungskommission wird anschließend im April im Planungsausschuss beraten. Das letzte Wort hat dann der Stadtrat.

Die Pläne der drei Büros sind auf der städtischen Homepage unter <link https: www.monheim.de rathaus planen-und-bauen bauleitplanung-aktuell>

[extern]www.monheim.de/rathaus/planen-und-bauen/bauleitplanung-aktuell/

zu finden. (nj)

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