Kommunale Wärmeplanung soll Orientierung für nachhaltige Versorgung bieten

Stadt entwickelt Karte mit Versorgungsoptionen durch erneuerbare Energie im gesamten Stadtgebiet

Bis zum Jahr 2035 will die Stadt Monheim am Rhein klimaneutral werden. Als Grundlage für eine sichere und nachhaltige Wärmeversorgung steigt die Stadt nun in die sogenannte kommunale Wärmeplanung ein. So erhalten Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen künftig einen genauen Überblick über die Bedarfe und verschiedene Möglichkeiten für die eigene Versorgung.

Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist es, unabhängiger von politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten zu werden und fossile Energieträger durch erneuerbare Energien und effizientere Lösungen wie Wärmenetze, Abwärmenutzung oder Wärmepumpen zu ersetzen. „Wichtig ist dabei das Verständnis, was die kommunale Wärmeplanung leisten kann – und was nicht“, erklärt Fabian Engel, Leiter der Abteilung Stadtplanung. „Als strategisches Instrument gibt die Wärmeplanung einen Überblick über Bedarfe, lokale Potenziale für erneuerbare Energien und mögliche Versorgungsoptionen. Sie trifft jedoch keine verbindlichen Entscheidungen für einzelne Gebäude oder Unternehmen und ersetzt keine individuellen Investitionsentscheidungen.“

In einem ersten Schritt analysiert die Stadt in den kommenden Monaten gemeinsam mit Unternehmen und Energieversorgern den aktuellen Verbrauch und die derzeitige Infrastruktur. Dabei ist der Stadt ein offener Austausch und die Einbindung aller Beteiligten besonders wichtig: „Der Wandel zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung kann nur gelingen, wenn viele Akteurinnen und Akteure gemeinsam daran mitwirken“, weiß Silja Köttgen von der Abteilung Stadtplanung. Im neuen Jahr sollen dann unter anderem erneuerbare Energiequellen untersucht, die technische Umsetzbarkeit der Maßnahmen abgeschätzt, Zwischenziele festgelegt und Maßnahmen priorisiert werden.

So entsteht bis Ende 2028 unter anderem eine Karte, auf der Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen einsehen können, welche Versorgung in welchem Gebiet möglich ist – zum Beispiel Fernwärme, Blockheizkraftwerk, Pelletheizung, Wärmepumpe oder Solarthermie. „Dabei geht es ausdrücklich nicht um Verpflichtungen“, betont Köttgen. „Weder Unternehmen noch private Haushalte werden zu unmittelbaren Veränderungen ihrer Wärmeversorgung gezwungen. Die Wärmeplanung soll helfen, Entwicklungen besser einzuschätzen und entsprechende Entscheidungen treffen zu können.“

Interessensvertretungen, Nutzerinnen, Nutzer, Lieferanten und Multiplikatoren, die sich an der kommunalen Wärmeplanung beteiligen möchten, können sich per E-Mail an [E-Mail]kwp@monheim.de wenden. (bh)

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