Inklusionsbüro stellt barrierefreie Fahrräder zur Verfügung

Zwei Spezialräder für jeweils vier Personen können ab sofort bei der Tourist-Information im Rheinbogen gemietet werden

Bürgermeister Daniel Zimmermann (Mitte), der städtische Inklusionsbeauftragte und Erste Beigeordnete Roland Liebermann (2. v.r.) und Roland Giebner von der Tourist-Information (r.) testeten mit Vertretern und Vertreterinnen Monheimer Senioreneinrichtungen eines der beiden Spezialfahrräder. Foto: Birte Hauke

Roland Giebner von der Tourist-Information zeigt Annette Hauer von der Alloheim Senioren-Residenz, wie einfach sich das Fahrrad steuern lässt. Foto: Birte Hauke

Die Füße treten in die Pedale, der Wind weht durch die Haare und links und rechts rauschen Felder und Wiesen vorbei. Fahrradfahren ist für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit. Doch mit zunehmendem Alter müssen Seniorinnen und Senioren auf dieses Erlebnis verzichten. Das städtische Inklusionsbüro hat deshalb nun für rund 40.000 Euro zwei spezielle Fahrräder mit Elektroantrieb für jeweils vier Personen angeschafft. Sie ermöglichen körperlich eingeschränkten Menschen, wieder Ausflüge mit dem Fahrrad zu erleben.

Die blauen Spezialräder stehen ab sofort bei der Tourist-Information im Rheinbogen zur Vermietung zur Verfügung. Sie haben vorne und hinten jeweils zwei bequeme Sitze mit Arm- und Rückenlehne. Vorne links sitzt meist ein in die Pedale tretender Betreuer, der nicht nur das Fahrrad, sondern auch den E-Antrieb steuert. Die drei anderen Mitfahrer können ebenfalls in die Pedale treten oder die Füße auf einer kleinen Plattform abstellen. Zum Festhalten hat jeder einen Lenker. Gesteuert wird nur vorne links, aber klingeln dürfen alle. Senioreneinrichtungen haben bei der Vermietung Vorrang. Wenn die Räder aber nicht reserviert sind, stehen sie auch Familien oder Freundeskreisen mit körperlich eingeschränkten Mitgliedern zur Verfügung.

Der städtische Inklusionsbeauftragte und Erste Beigeordnete Roland Liebermann freut sich über die bedürfnisgerechte Möglichkeit: „Mit den beiden Rädern wird unser Inklusionsgedanke in ganz besonderer Weise verwirklicht.“ Seniorinnen und Senioren können mit ihren Einrichtungen Ausflüge in mit Erinnerungen verbundene Stadtviertel unternehmen, sich in der Natur bewegen und dabei die eigene Beweglichkeit erhalten. Das Schöne sei, dass das Fahrrad sich auch nur von einem Sitz fahren und steuern lasse: „So kann jede und jeder nach den eigenen Kräften mittreten.“

Bei einer ersten Probefahrt zeigten sich Vertreter und Vertreterinnen verschiedener Monheimer Senioreneinrichtungen begeistert. Die Sitze lassen sich nach außen drehen, so dass auch der Einstieg vom Rollator oder Rollstuhl bequem möglich ist. Alle Passagiere können sich anschnallen und für heiße Tage gibt es zwei Sonnenschirme. „Die Ausstattung ist wirklich super, das ist für uns eine ganz tolle Möglichkeit“, freut sich Ergotherapeutin Anke Hase vom St. Marien Altenheim der Kplus-Gruppe. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Jürgen Filz plant sie bereits die ersten Touren: „Am Anfang fahren wir wohl noch zu zweit mit nur zwei Seniorinnen oder Senioren, um die Reaktionen vorsichtig abzuwarten. Langfristig sind mit den Bewohnerinnen und Bewohnern aber sicher auch längere Touren vorstellbar.“

Roland Giebner vom Pedal-Gocart-, Fahrrad- und E-Bike-Verleih übernimmt neben der Vermietung auch die Wartung der Räder. Pro Nachmittag kostet ein Fahrrad für Senioreneinrichtungen 15 Euro und für Privatpersonen 30 Euro. Nach einer kurzen Einweisung kann jeder die Räder bedienen. Wer die Spezialräder ausleihen möchte, sollte in jedem Fall unter Telefon 0172 2410332 reservieren. (bh)

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