Igor Matviyets spricht zum Auftakt von „Monheim im Gespräch“ über jüdisches Leben

Vierteilige Reihe von Kunstschule, Ulla-Hahn-Haus und Sojus 7 thematisiert Antisemitismus, Rassismus, Sexismus und Ableismus

Igor Matviyets ist Projektleiter im Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen in Sachsen-Anhalt und Autor der Jüdischen Allgemeinen. Am 22. Februar spricht er im Sojus 7 über Jüdisches Leben und Antisemitismus. Foto: Florian Korb

Wie sieht die jüdische Gemeinschaft in Deutschland aus? Wo begegnet Frauen Sexismus? Welche Regeln gibt es im Islam? Und mit welchen Hürden werden Menschen mit Behinderung konfrontiert? Im Rahmen der Reihe „Monheim im Gespräch“ geben Betroffene, Expertinnen und Experten darauf in den kommenden Wochen Antworten. Die insgesamt vier kostenfreien Veranstaltungen finden im Sojus 7, Kapellenstraße 36 – 40, statt. Nach den Vorträgen haben Gäste die Gelegenheit, ihre Fragen einzubringen.

Die Gesprächsreihe wird vom Sojus 7 gemeinsam mit der Kunstschule und dem Ulla-Hahn-Haus organisiert. „Die eingeladenen Expertinnen und Experten sind allesamt gefragte Gesprächspartner zu den jeweiligen Themen“, erklärt Kirsten Witt, Leiterin des Bereichs Bildung und Kultur. „Sie sind zugleich Betroffene und geben Einblick in ihre Arbeit und führen durch die Besonderheiten und Herausforderungen ihres Lebens. Neben den Vorträgen selbst stehen Fragen, Antworten und Diskussionen im Mittelpunkt der Abendveranstaltungen.“ Die Moderation übernimmt der Theologe und Autor Stephan Anpalagan. Anpalagan schreibt über die Themen Heimat und Identität, sein aktuelles Buch „Kampf und Sehnsucht in der Mitte der Gesellschaft“ ist 2023 im Fischer Verlag erschienen.

Zum Auftakt spricht Igor Matviyets am Donnerstag, 22. Februar, ab 19 Uhr, über jüdisches Leben und Antisemitismus. Nicht erst seit dem 7. Oktober und nicht nur in Deutschland ist jüdisches Leben in Gefahr. Wie sehr der terroristische Anschlag der Hamas auch das jüdische Leben hierzulande gefährdet, ist vielen Menschen nicht bewusst. Im Sojus 7 gibt Igor Matviyets einen Einblick in die aktuelle Realität jüdischen Lebens in Deutschland: Wie sieht die jüdische Gemeinschaft in Deutschland aus? Wie viele Jüdinnen und Juden leben in der Bundesrepublik? In welcher Form sind sie organisiert? Wie war ihre Geschichte vor und nach der Shoah? Igor Matviyets engagiert sich für das jüdische Leben in Halle, ist Projektleiter im Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen in Sachsen-Anhalt und Autor der Jüdischen Allgemeinen.

Am Donnerstag, 11. April, geht es mit Lena Marbacher um Feminismus, Geschlechterrollen und Sexismus. Marbacher ist ausgebildete Journalistin, Mitbegründerin des Magazins „Neue Narrative“ und Co-Autorin des Buches „Unlearn Patriarchy“. Emanzipation und Feminismus haben in der Vergangenheit viel verändert. Dennoch werden Frauen in weiten Teilen des gesellschaftlichen Lebens diskriminiert, unterschätzt, erhalten für die gleiche Arbeit weniger Lohn, übernehmen einen Großteil der Pflege- und Sorgearbeit. Wo Frauen Sexismus begegnet und wie sich Geschlechterrollen in der Gesellschaft widerspiegeln, will Lena Marbacher aufdecken.

Über muslimisches Leben und Rassismus spricht Burak Yilmaz am Donnerstag, 25. April. Yilmaz ist Berater im Bereich Bildung und Antisemitismus, leistet politischhistorische Bildungsarbeit in Verbindung mit Kunst und Kultur und ist Autor des Buches „Ehrensache – Kämpfen gegen Judenhass“. Muslimisches Leben ist heute in all seiner Vielfalt tief in der Gesellschaft verankert. Und obwohl der Islam nach dem Christentum die größte Glaubensgemeinschaft in Deutschland darstellt, wissen viele Menschen nicht, was den Islam ausmacht, welche religiösen Regeln im Islam herrschen und mit welchen Herausforderungen Muslime konfrontiert werden. Burak Yilmaz will das ändern.

Zum Abschluss der Reihe geht es am Dienstag, 14. Mai, mit Ninia LaGrande um Inklusion, Selbstbestimmung und Ableismus. Inklusion ermöglicht, dass alle Menschen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Doch wo fängt Inklusion an und wie erreicht man eine inklusive Gesellschaft? Welchen Hürden begegnen Menschen mit Behinderung und wie kann man diese abbauen? Was bedeutet Selbstbestimmung und wie lassen sich Autonomie und Teilhabe erreichen? Mit diesen Themen wird sich Ninia LaGrande auseinandersetzen. LaGrande ist Moderatorin, Autorin, Podcasterin und Schauspielerin und wurde mehrfach für ihre Arbeit ausgezeichnet.

Die Reihe „Monheim im Gespräch“ ist Teil des Projekts „Neue Normalität“. Das Programm des Landesministeriums für Kultur und Wissenschaft soll Kultureinrichtungen unterstützen, Diversität und Teilhabe in ihren Strukturen zu stärken. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen zu allen Veranstaltungen gibt es unter [extern]www.monheim.de/gespraech. (bh)

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