Hohe Auszeichnung für das Projekt der autonomen Busse

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie lobt Monheims innovative Ansätze

Bürgermeister Daniel Zimmermann (2.v.l.) und BSM-Geschäftsführer Detlef Hövermann (r.) freuen sich gemeinsam mit Niels Hauke (l.) und Michael Hamann über die Auszeichnung. Foto: Norbert Jakobs

Mit diesem Logo des Bundeswirtschaftsministeriums dürfen sich Monheims Bahnen künftig schmücken.

„Reallabore – Testräume für Innovation und Regulierung“ nennt sich eine Auszeichnung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Um sie zu erhalten, kann man sich bewerben. Doch gewinnen tut man nicht mal eben so. Allein für dieses Jahr gab es 125 Bewerbungen. Aber in drei Kategorien gibt es nur jeweils drei Sieger. Und einer davon ist Monheims Projekt der autonomen Busse. Bürgermeister Daniel Zimmermann, Detlef Hövermann, Geschäftsführer von Monheims Bahnen (BSM), sein Betriebsleiter Michael Hamann und Niels Hauke, Projektleiter von Seiten der Stadt, nahmen die Auszeichnung per Online-Preisverleihung am Dienstagabend, 26. Mai, entgegen.

„Von autonomen Fahrzeugen, Drohnen und Zügen bis hin zu innovativen Lösungen für E-Government, digitale Identitäten und Logistik: Den Preisträgern des Innovationspreises Reallabore gelingt es auf vorbildliche Weise, digitale Technologien wie etwa Künstliche Intelligenz oder Blockchain im Reallabor in die konkrete Anwendung zu bringen und damit Mehrwert vor Ort zu schaffen. Damit machen sie gleichzeitig anderen Unternehmen, Verwaltungen und Forschungseinrichtungen Mut, eigene Innovationsprojekte umzusetzen. Doch auch die Politik ist gefragt: Viele Beiträge zeigen deutlich, wo neue Freiräume notwendig sind, um Erprobungsprojekte möglich zu machen“, betont Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

„Mit unserer autonomen Busflotte ist es gelungen, Digitalisierung zum Anfassen zu präsentieren. Es ist die Zukunft der Mobilität, die hier schon jetzt im Straßenbild zu erleben ist“, sagt Bürgermeister Daniel Zimmermann. Er freut sich ebenso über den Preis wie Detlef Hövermann. Der betont: „Wir haben bewiesen, dass nicht nur Großstädte mit ihren großen Unternehmen absolut innovativ sein können.“

Die autonomen Busse sind seit März im Linienverkehr (Linie A01) an sieben Tagen die Woche von 7 bis 23.30 Uhr im 15-Minuten-Takt unterwegs. Das ist deutschlandweit bisher einmalig. Die Elektromotoren werden ausschließlich mit Ökostrom geladen. Die Busse verbinden über sieben Haltestellen die Stadtmitte mit der Altstadt. Die Route ist 2,7 Kilometer lang. Die Busse fahren voll automatisch und sind mit Sensoren bestückt. Aus rechtlichen Gründen ist aber ein sogenannter Operator mit im Fahrzeug. (nj)

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