Hinweise auf illegalen Müll und Schlaglöcher schnell und einfach mit dem Mängelmelder

Im ersten Halbjahr 2017 hat die Stadt 395 Meldungen gelöst

Rote, gelbe und grüne Markierungen zeigen auf einer Stadtkarte den Bearbeitungsstatus eines Mangels an.

Eine ganze Stadt regelmäßig sauber zu halten und zu verschönern ist keine leichte Aufgabe. Täglich sind zahlreiche städtische Mitarbeiter unterwegs, um zu reparieren, kontrollieren und aufzuräumen. Doch auch sie können nicht überall gleichzeitig sein. Für plötzlich wackelnde Gehwegplatten, Schlaglöcher, überfüllte Mülleimer und defekte Laternen hat die Stadt Monheim am Rhein 2012 den Mängelmelder eingeführt. Jeder Bürger kann so bequem im Internet einen Mangel eintragen und die zuständigen Stellen im Rathaus schnell und unbürokratisch informieren. Nach spätestens zwei Tagen erhält der Melder eine erste Rückmeldung, jeder Bearbeitungsschritt kann öffentlich verfolgt werden.

Jetzt liegen die Zahlen für das erste Halbjahr 2017 vor. Vom 1. Januar bis zum 30. Juni wurden insgesamt 395 Mängel gemeldet. Dabei ist die Tendenz steigend: 2013 gab es im gesamten Jahr 204 Meldungen, 2014 waren es mit 411 doppelt so viele, 2015 insgesamt 460 und im vergangenen Jahr 569 Meldungen. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Anzahl der Mängel im Stadtgebiet zunimmt – parallel sinkt das Meldungsaufkommen über andere Kanäle wie das Kontaktformular auf der Internetseite. Die Mängel verteilen sich auf die zwölf Kategorien Abfall und Sauberkeit, Anregung und Lob, Baustellen, Beleuchtung, Brunnen, Grünflächen und Spielplätze, Kanal, Radverkehr, Sicherheit und Ordnung, Straßenentwässerung, Straßenschäden und Verkehrsangelegenheiten.

Wie die jährliche Online-Befragung zum Haushalt wird auch der Mängelmelder in Zusammenarbeit mit der Darmstädter Firma „wer denkt was“ angeboten. Der Zugang zum Mängelmelder findet sich auf Startseite der städtischen Internetseite im [intern]Mitmach-Portal. Smartphonenutzer können auch die kostenlose App herunterladen. Wer einen Mangel melden will, muss dabei lediglich eine gültige E-Mail-Adresse angeben. Zu jedem Mangel können Nutzer eine kurze Erläuterung schreiben, die entsprechende Kategorie und den Ort in einer Karte auswählen und optional auch ein Foto hochladen. Für mehrere Mängel sollten auch mehrere Meldungen angelegt werden. Nach einer kurzen Überprüfung werden die Meldungen freigegeben und im zuständigen Bereich bearbeitet und schließlich gelöst. Alle Schritte lassen sich über den Mängelmelder leicht verfolgen. Wer eine Rückfrage zu einer Meldung hat, kann sie direkt in der jeweiligen Meldung über die Kommentarfunktion im unteren Bereich stellen. Auch Aktualisierungen können hier abonniert werden.

Im ersten Halbjahr 2017 ist fast jede vierte Meldung ein Hinweis in der Kategorie Abfall. Oft ärgern sich Bürger hier über illegal entsorgten Müll. Rund 70 Meldungen gab es jeweils in den Kategorien Sicherheit und Ordnung, Grünflächen und Spielplätze und Verkehrsangelegenheiten. Hier werden fehlende Straßenschilder, Lärmbelästigung, zugewachsene Gehwege und schwierige Verkehrssituationen bemängelt. Doch nicht immer können die Mitarbeiter der Städtischen Betriebe (SBM) auch eingreifen. Wenn sich der Mangel auf einem Privatgrundstück befindet oder das Land zuständig ist, können die Meldungen nur weitergeleitet und mit dem Vermerk „ungelöst abgeschlossen“ beendet werden. Die MEGA hat nach Hinweisen aus dem Mängelmelder im ersten Halbjahr mehr als 40 Laternen repariert. Weitere Meldungen entfallen auf die Kategorien Straßenschäden (31 Meldungen) und Baustellen (11 Meldungen).

Trotz aller Bemühungen kann die endgütige Bearbeitung eines Mangels auch einmal länger dauern. Bei abgestellten Autos müssen zum Beispiel mehrwöchige Fristen eingehalten werden, in anderen Fällen Anwohner kontaktiert werden. Rückfragen können aber über die Kommentarfunktion jederzeit schnell beantwortet werden. (bh)

[intern]Direkt zum Mängelmelder geht es hier.

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