Monheim am Rhein war Ausrichterin der Deutschen Gästeführertagung (DGFT) 2026 des Bundesverbands der Gästeführer in Deutschland e.V. (BVGD). Rund 250 Gästeführerinnen und Gästeführer aus ganz Deutschland kamen mehrere Tage lang zusammen, um sich fachlich auszutauschen, an Workshops und Seminaren teilzunehmen und die Stadt am Rhein kennenzulernen.
Die Tagung findet jährlich statt und wird jeweils in einer anderen Stadt ausgerichtet. Für 2026 ging die Initiative von den Monheimer Stadtführerinnen und Stadtführern, den
Monguides, aus. Sie stießen die Bewerbung an und organisierten die Veranstaltung federführend. Mit 22 aktiven Mitgliedern sind sie eine vergleichsweise kleine Gruppe – wurden von erfahrenen BVGD-Vertretern jedoch als besonders professionell und außergewöhnlich engagiert wahrgenommen. Lob gab es auch von Georg Reichlmayr, Vorsitzender des BVGD, der sich bei der Stadt bedankte und ausdrücklich das Engagement der Monguides hervorhob.
Enge Zusammenarbeit zwischen Monguides und Stadt
Die Stadtverwaltung unterstützte die Bewerbung bereits im Vorfeld, unter anderem mit einer Videobotschaft des Bürgermeisters beim letztjährigen Treffen in Quedlinburg. Für die Tagung stellte die Stadt Werbematerialien bereit, unterstützte bei der Auswahl geeigneter Veranstaltungsorte, half bei der Vernetzung im Vorfeld und beteiligte sich an der inhaltlichen Abstimmung.
Carolin Wulke, Teamleitung des Tourismusmanagements der Abteilung Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing, betont die Bedeutung der Veranstaltung: „Wir freuen uns sehr, dass der BVGD Monheim am Rhein als Tagungsort gewählt hat. Die 250 Gäste sind nicht nur wichtige Impulsgeberinnen und Impulsgeber für Hotellerie, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen, sondern auch Botschafterinnen und Botschafter, die ihre positiven Eindrücke mit in ihre Heimatregionen tragen.“
Reiner Heuschen, Vorstand der Monguides-Interessengemeinschaft, hebt ebenfalls die Effekte hervor: „Die Rückmeldungen von Hotels, Gastronomien und Einzelhändlern waren eindeutig positiv.“ Für ihn ist die Tagung zugleich eine beachtenswerte Marketingmaßnahme, da engagierte Gästeführerinnen und Gästeführer als Multiplikatoren wirken.
Vielfältiges Programm in der ganzen Stadt
Hauptveranstaltungsort war der Pfannenhof. Darüber hinaus erstreckte sich das Programm über mehrere Orte im Stadtgebiet: Seminare fanden unter anderem im Sojus 7 statt, die Kunstschule und das Haus Bürgel beteiligten sich mit eigenen Beiträgen. Themenführungen und Exkursionen führten durch verschiedene Quartiere Monheims. Viele Gäste übernachteten in der Stadt und nutzten die Gelegenheit, das Angebot intensiv kennenzulernen.
Trotz eines ÖPNV-Streiks konnten dank einer Kooperation mit den Bahnen der Stadt Monheim Shuttlebusse zum Abendprogramm ins Bürgerhaus Baumberg eingesetzt werden. Ein Höhepunkt waren die Auftritte der Rheinstürmer sowie des Kyiv Symphony Orchestra, die für viel Applaus und zahlreiche fotografierte Momente sorgten.
Tourismus als Image- und Wirtschaftsfaktor
In ihrem Grußwort unterstrich Bürgermeisterin Sonja Wienecke die Bedeutung der Stadtführerinnen und Stadtführer als „Gesicht Monheims“ und als wichtige Partnerinnen und Partner der Stadt. Tourismus sei mit rund 100.000 Übernachtungen und etwa einer Million Tagesbesuchen jährlich ein bedeutender Wirtschafts- und Imagefaktor – und zugleich ein Gewinn für die Lebensqualität vor Ort.
Auch Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, würdigte in einer Videobotschaft das Engagement der Branche: „Im Namen der Landesregierung kann ich Ihnen sagen: Wir brauchen Sie!“
Für Monheim am Rhein bleibt die DGFT 2026 damit nicht nur als gelungenes Fachtreffen in Erinnerung, sondern auch als starkes Signal für die Leistungsfähigkeit und das Engagement der lokalen Stadtführerinnen und Stadtführer – und als nachhaltiger Impuls für die touristische Wahrnehmung der Stadt über die Region hinaus. (tb)


