Flüchtlingshilfe: Stadtverwaltung plant Container-Wohnheim in Baumberg

Bürgermeister schlägt Bau an der Bregenzer Straße vor / Bürgerinformation und Sondersitzung des Rates vorgesehen

Als Ersatz für die derzeit als Notunterkunft hergerichtete Liselott-Diem-Sporthalle plant die Stadtverwaltung den Bau eines Container-Wohnheims an der Bregenzer Straße in Baumberg. Mit Blick auf die Flüchtlingssituation ist für Bürgermeister Daniel Zimmermann klar: „Die Zahl der unterzubringenden Flüchtlinge wird sich nicht verringern. Wenn wir die Nutzung der Liselott-Diem-Sporthalle nicht zur Dauereinrichtung werden lassen wollen, brauchen wir neben der dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen in Wohnungen zusätzliche zentrale Unterbringungskapazitäten in Form eines Wohnheims.“

Derzeit sind 147 Menschen in der Baumberger Sporthalle untergebracht. Sie warten darauf, beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ihre Asylanträge stellen zu können, bevor sie von der Bezirksregierung auf verschiedene Kommunen verteilt werden. Die ursprünglich vor Ort lebenden 375 Flüchtlinge, die längerfristig in Monheim am Rhein bleiben, wurden von der Stadtverwaltung bis August in insgesamt 40 angemieteten Wohnungen sowie den zentralen Übergangswohnheimen an der Nieder-, Rhenania- und Danziger Straße untergebracht.

Zur Ablösung der Sporthallennutzung schweben dem Bürgermeister zwei Varianten vor, die er am Donnerstag, 10. September, ab 19 Uhr dem Stadtrat in einer Sondersitzung präsentieren will. Er bittet die Politik darum, ihm in beide Richtungen die erforderlichen Handlungsvollmachten zu erteilen.

Die erste Variante sieht bis zu 180 Plätze in insgesamt 60 Zwei- bis Vierbettzimmern zuzüglich verschiedener Gemeinschaftsräume für die Erstaufnahme von Flüchtlingen vor. Da die Erstaufnahme eigentlich eine originäre Landesaufgabe darstellt, könnten die Plätze wie zurzeit schon in der Diem-Halle der Fall direkt von der Bezirksregierung belegt werden. Der Betrieb des Wohnheims soll jedoch weiterhin in den Händen der Stadt bleiben.

Die zweite Variante beinhaltet eine Unterkunft für 125 bis 150 Personen mit 50 Zwei- bis Dreibettzimmern. Dieser Wohnraum wäre dann für Flüchtlinge nutzbar, die im Rahmen des Asylverfahrens regulär nach Monheim am Rhein zugewiesen werden, und würde eine Erweiterung der städtischen Kapazitäten darstellen. Bürgermeister Zimmermann betont: „Selbstverständlich werden wir weiter am Konzept der dezentralen Unterbringung in einzelnen Wohnungen festhalten. Diese Wohnungen stehen aber nicht jederzeit in beliebiger Anzahl zur Verfügung, so dass wir auch zusätzliche zentrale Unterbringungsmöglichkeiten benötigen.“

Die Stadtverwaltung kündigt an, dass sie weitere Einzelwohnungen anmieten wird, um Flüchtlinge im Stadtgebiet verteilt unterzubringen. „Diese Unterbringungsform bietet die besten Möglichkeiten zur schnellen Integration der Flüchtlinge. Es ist unser erklärtes Ziel, diese Kapazitäten weiter auszubauen“, stellt der Bürgermeister klar.

Ob das in Containerbauweise an der Bregenzer Straße geplante Wohnheim als Aufnahmekapazität für das Land oder die Stadt errichtet wird, soll in den Tagen nach der Ratssitzung in Absprache mit der Bezirksregierung entschieden werden. Um möglichst flexibel reagieren zu können, plant die Stadtverwaltung jedoch schon jetzt entsprechende eingeschossige Containerbauten auf dem Musikschulgelände und dem benachbarten Areal des ehemaligen inzwischen abgerissenen Übergangswohnheims. Der dortige Pavillon der Musikschule sollte ohnehin im November weichen, wenn diese komplett zum Neubau am Berliner Ring umzieht. An gleicher Stelle befand sich bis 2012 ein städtisches Übergangswohnheim. Bis Februar sollen die neuerrichteten Containerbauten bezugsbereit fertiggestellt sein. Die Diem-Halle würde anschließend wieder für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung stehen.

Für Dienstag, 8. September, lädt die Stadtverwaltung zu einer weiteren Bürgerinformation zur Flüchtlingssituation ins Bürgerhaus, Humboldtstraße 8, ein. Bürgermeister Daniel Zimmermann wird dabei erneut aus erster Hand über den aktuellen Stand der Dinge berichten und die Überlegungen zum Bau eines Wohnheims an der Bregenzer Straße vorstellen. Beginn ist um 18 Uhr.

In der Sondersitzung des Rates am Donnerstag gibt es im Rahmen der „Fragezeit für Einwohnerinnen und Einwohner“ dann erneut die Möglichkeit, sich mit Fragen an die Vertreter von Politik und Verwaltung zu wenden.

Nach wie vor ist für Bürgermeister Daniel Zimmermann die Unterbringung der Flüchtlinge im alten Krankenhaus keine Option. Das im Besitz des K-Plus-Verbundes befindliche Gebäude ist durch den Ausbau von Brandschutztüren und den Klau von Versorgungsleitungen durch Metalldiebe sowie weitere bauliche Mängel derzeit schon allein aus Sicherheitsgründen nicht mehr zur Unterbringung von Menschen geeignet. „Ich möchte nicht die Verantwortung dafür tragen, dass 150 Frauen, Männer und Kinder von uns in einem Gebäude untergebracht werden, dass sich sicherheitstechnisch nur noch in einer Art Rohbauzustand befindet und in dem keinerlei Brandschutzstandards mehr erfüllt sind“, sagt Bürgermeister Daniel Zimmermann. Das Gebäude sei im Übrigen für den Abriss vorgesehen, um Platz für ein an dieser Stelle geplantes neues Ärztezentrum zu machen. (nj)

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