Über die Reling des Bootes fliegen dicke, grüne Wassermelonen, Jungen mit roten Kopfbedeckungen und weißen Röcken feiern den Unabhängigkeitstag, vor einem weiß getünchten Krämerladen warten zwei Männer auf Kundschaft und am Strand lacht eine Frau im blau-weiß-gestreiften Badeanzug, umgeben von Ziegen. „Wege zu einem verzauberten Land“ heißt die Ausstellung des Fotografen Robert McCabe, die auf großformatigen Bildern verschiedene Szenen aus Griechenland zeigt. Im Rahmen der Europa-Wochen eröffneten Alexandros Papaioannou, Botschafter der Hellenischen Republik, und die stellvertretende Bürgermeisterin Dr. Angela Linhart die Ausstellung der Europa-Union Monheim am Rhein am Dienstag, 21. April, im Rathaus.
„Wege zu einem verzauberten Land“ war zuvor in der griechischen Botschaft in Berlin zu sehen. Botschafter Alexandros Papaioannou trägt sich im Rahmen der Vernissage ins Goldene Buch der Stadt ein. „Die Ausstellung ist aus zwei Gründen sehr interessant“, erklärt er. „Erstens zeigt sie ein anderes Land, das vor vielen Jahren existierte, als der Tourismus noch in den Kinderschuhen steckte. Zweitens ist der Fotograf kein Grieche. Es ist sehr interessant, Griechenland durch die Linse einer Person zu sehen, die nicht aus Griechenland kommt. Ich könnte diese wunderschönen Portraits stundenlang betrachten.“ Auch die stellvertretende Bürgermeisterin Dr. Angela Linhart lädt zur längeren Betrachtung ein: „Vielleicht nehmen Sie heute nicht nur Bilder im Kopf mit nach Hause, sondern auch ein Stück Griechenland im Herzen!“
Gemeinsam mit der Volkshochschule organisiert die Europa-Union Monheim am Rhein seit vielen Jahren die Europa-Wochen in der Stadt Monheim am Rhein. In diesem Jahr bietet das Programm vielfältige Einblicke in Kultur, Geschichte und Lebensart Griechenlands. In „Wege zu einem verzauberten Land“ zeigt der amerikanische Fotograf Robert McCabe die Geschichte und Schönheit des Landes im Laufe der vergangenen Jahrzehnte.
McCabe wurde 1934 in Chicago geboren und wuchs in Rye, New York, auf. Sein Vater arbeitete beim Daily Mirror und schenkte dem fünfjährigen Robert eine Kodak Baby Brownie-Kamera. Seinen ersten Griechenland-Besuch unternahm Robert McCabe 1954 als Student der Princeton University. In den folgenden Jahren fotografierte er die Kykladen, die Inselgruppe zu der Mykonos und Santorini gehören, für National Geographic. Seine Ehe mit der Griechin Dina, seiner Lebens- und Kunstpartnerin, vertiefte seine Liebe zu Griechenland. 2020 wurde ihm ehrenhalber die griechische Staatsbürgerschaft verliehen, als Anerkennung für sein Werk, das ein bleibendes kulturelles Zeugnis für Griechenland darstellt. Bis heute hat Robert McCabe einen Wohnsitz in Athen.
Die Ausstellung ist noch bis zum 8. Mai zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen. Weitere Informationen zu den Europa-Wochen gibt es im städtischen Terminkalender, in einem ausführlichen
Programm-Flyer und online unter
www.eu-monheim.de. (bh)


