Wer kennt nicht den kleinen silbernen Ring am Schlüsselbund, der die ganze Sammlung zusammenhält? Solche Schlüsselringe werden seit jeher in Monheim am Rhein von der Ketten- und Metallwarenindustrie Pötz und Sand hergestellt und einer davon ist in jedem Schweizer Taschenmesser verbaut.
Inzwischen nicht mehr von Hand, sondern voll automatisiert gefertigt, ist dieser auf den ersten Blick recht unscheinbare Ring ein echtes Präzisionsteil und damit auch ein kleines Aushängeschild des Monheimer Unternehmens. Seit rund 150 Jahren produziert die Firma unweit des Eierplatzes diverse Ketten, Ringe, Haken, Drahtbiegeteile und flexible Verbindungen. Seit rund 15 Jahren gibt es auch Seile in sämtlichen Formen und Farben im Sortiment. Zu finden sind die Produkte unter anderem in Spielzeugen oder Sicherheitsketten, aber auch an Möbelstücken, die in fast jedem Wohnzimmer stehen. Damit ist die Unternehmensgruppe Pösamo, zu der auch Standorte in Tschechien und Düren gehören, nicht nur ein langjähriger Partner für die weiterverarbeitende Industrie und den professionellen DIY-Handel, sondern auch ein wichtiger Arbeitgeber in der Region.
Als solcher stellt sich das Unternehmen auf der diesjährigen Berufsorientierungsbörse (BOB) am Mittwoch, 6. Mai, in der Stadthalle in Langenfeld vor. „Die Messe ist großartig, weil die Schülerinnen und Schülern dort durchgelotst werden“, beschreibt die Monheimer Bürgermeisterin Sonja Wienecke die Vorteile des BOB-Gesamtkonzepts. Denn im Rahmen der Berufsorientierung finden auch spezielle Schulbesuche und alle vier Wochen Online-Elternabende mit wechselnden Rednerinnen und Rednern statt.
Bei der BOB-Tour, die jedes Jahr untermittelbar vor der Messe stattfindet, hatten Vertreterinnen und Vertreter des Unternehmens am vergangenen Donnerstag, 19. März, die Möglichkeit, sich mit der Bürgermeisterin Sonja Wienecke, der städtischen Wirtschaftsförderin Anna Becker sowie dem Vorsitzenden der BOB, Hans-Dieter Clauser, auszutauschen. „Mitarbeiter sind hier keine Nummern, sondern Persönlichkeiten“, beschreibt Geschäftsführer Hagen Klausing die Atmosphäre im Unternehmen. Das gilt auch für die für Auszubildenden, die von Anfang an Verantwortung übernehmen und beispielsweise schon im ersten Jahr einen Staplerschein machen und unter Anleitung an der Dreh- oder Fräsbank zum Einsatz kommen. „Wir müssen Potenziale erkennen und schauen, was wir aus den Menschen herausholen können“, erklärt er weiter. Und so kann es beispielsweise passieren, dass eine angehende Grundschullehrerin nach einem Nebenjob im Pösamo-Lager plötzlich in den Vertrieb einsteigt und dort ihre Berufung findet. Erfolgsgeschichten wie diese gibt es einige bei Pösamo, denn viele Auszubildene sind geblieben und haben Karriere im Unternehmen gemacht. So auch Agatha Parzentny, die zunächst als Auszubildende angefangen hat und inzwischen Personalleiterin ist. „Manche Jugendliche wissen am Anfang noch gar nicht, was sie wollen“, sagt sie, daher ist in dieser Zeit vor allem Fingerspitzengefühl und Empathie gefragt. Aktuell sind es in Monheim am Rhein zwei kaufmännische und drei gewerbliche Auszubildende. Damit das Team auch weiterhin zukunftsfähig bleibt, bildet das Unternehmen jedes Jahr verschiedene Berufe aus. Dazu zählen alle kaufmännischen Berufe, vorrangig Industriekauffrauen- und -männer, Fachkräfte für Lagerlogistik, Maschinen- und Anlagenführerinnen und -führer, Industriemechanikerinnen und -mechaniker sowie Oberflächenbeschichterinnen und -beschichter.
Neben Pösamo sind bei der BOB-Messe rund 70 weitere Ausstellerinnen und -Aussteller, die für ihre Ausbildungen und Berufe werben, darunter auch die Stadt Monheim am Rhein. Besucherinnen und Besucher können sich an den Ständen der Stadtverwaltung (Standnummern 26 und 27) in der Stadthalle in Langenfeld über Karrieremöglichkeiten informieren. Alle Informationen zur Ausbildungsmesse gibt es unter
www.bobplus.de. (jm)


