Noch bis zum 19. April können Monheimerinnen und Monheimer über die Frage entscheiden, ob sich die Stadt Monheim am Rhein an der Bewerbung der Region KölnRheinRuhr um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen beteiligen soll. Für den Ratsbürgerentscheid, der als Briefwahl durchgeführt wird, haben rund 33.000 Wahlberechtigte im März die Unterlagen erhalten. Etwa ein Drittel, also rund 11.000 ausgefüllte Unterlagen, sind mittlerweile wieder im Rathaus eingetroffen.
Die Region KölnRheinRuhr möchte sich um die Olympischen und Paralympischen Spiele der Jahre 2036, 2040 oder 2044 bewerben. Die Entscheidung, ob sich die Stadt Monheim am Rhein an der Bewerbung beteiligt, legt der Stadtrat mit dem Ratsbürgerentscheid in die Hände der Bürgerinnen und Bürger. 45 der 46 Ratsmitglieder sowie Bürgermeisterin Sonja Wienecke sprechen sich für eine Zustimmung aus. Sie alle sehen in der Bewerbung größere Chancen als Risiken für die Stadt Monheim am Rhein.
Damit der Ratsbürgerentscheid erfolgreich ist, muss neben der Mehrheit der abgegebenen Stimmen auch das gesetzliche Zustimmungsquorum erreicht werden. Dafür müssen mindestens 20 Prozent der Wahlberechtigten für die erfolgreiche Option stimmen. Bei gut 33.000 Wahlberechtigten entspricht das mindestens 6.600 Stimmen. Dass sich bereits rund 11.000 Bürgerinnen und Bürger beteiligt haben, garantiert also nicht, dass das gesetzliche Zustimmungsquorum erreicht ist und der Ratsbürgerentscheid in diesem Sinne Erfolg hat. Die ausgefüllten Abstimmungsunterlagen können noch bis zum Abstimmungstag am Samstag, 19. April, 16 Uhr, im Briefkasten des Rathauses eingeworfen werden. Beim Versand mit der Post sind die üblichen Postlaufzeiten zu berücksichtigen. Gewählt werden darf wie bei der Kommunalwahl ab 16 Jahren.
Entscheidet sich die Mehrheit für Ja, bewirbt sich Monheim am Rhein im Verbund mit 17 Städten in der Region Köln Rhein-Ruhr gemeinsam um die Ausrichtung der Spiele. Ende September wird der Deutsche Olympische Sportbund dann entscheiden, mit welcher der möglichen deutschen Austragungsorte er ins Rennen um die Spiele 2036, 2040 und 2044 gehen wird. Im Falle einer Olympia-Beteiligung könnte die Stadt Fördergelder für den Bau eines
Skateparks erhalten und Austragungsort für die Skateboard-Wettbewerbe werden. Der Skatepark könnte von unterschiedlichen Rollsportarten genutzt werden, etwa für Skateboarding, BMX und Stunt Scooter. Darüber hinaus wird hier seit den ersten Planungen auch Wheelchair Motocross als inklusive Rollsportdisziplin mitgedacht. Damit eröffnet die Anlage Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit, den Skatepark gleichberechtigt zu nutzen. Weitere Informationen zur möglichen Beteiligung an der Olympia-Bewerbung gibt es auf der
städtischen Website. (bh)


