Der Aufbruch in Monheims neuer Mitte geht weiter

Die Lommer-jonn-Chaussee verbindet ab sofort das Rathaus und den Eierplatz – und sie führt direkt auf das Ulla-Hahn-Haus zu

Blick in die Kamera mit dem neuen Straßenschild im Rücken: Ulla Hahn, eingerahmt von Bruder Hermann (l.) und Bürgermeister Daniel Zimmermann. Foto(s): Thomas Spekowius

Die Lommer-jonn-Chaussee führt direkt auf die Neustraße zu, in der das Ulla-Hahn-Haus steht.

Monheims neue Mitte, wie sie gerade entsteht. Die Grafik zeigt die verbindende Rolle, die die kleine Chaussee künftig im Herzen der Stadt einnehmen wird. Grafik: Stadt Monheim am Rhein

Seit diesem Samstag, 3. Juli, hat Monheim am Rhein einen weiteren neuen Straßennamen im Stadtzentrum. Im Beisein von Ulla Hahn wurde die Lommer-jonn-Chaussee eingeweiht. Die Benennung des kleinen Straßenzuges zu Ehren der in Monheim am Rhein aufgewachsenen Schriftstellerin hatte der Stadtrat in seiner Sitzung vom 16. Dezember 2020 beschlossen.

„Lommer jonn, sagte der Großvater, lasst uns gehen, griff in die Luft und rieb sie zwischen den Fingern. War sie schon dick genug zum Säen, dünn genug zum Ernten?“ – so beginnen die autobiografisch geprägten Romane von Dr. Ulla Hahn. Die auf Monheimer Platt ausgesprochene Aufforderung „Lommer jonn“ („Lass uns gehen!“) steht dabei auch für die Aufforderung, den eigenen Weg zu gehen und das Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. Und dafür, dass es Menschen gibt, die dabei unterstützen – so wie das Ulla-Hahn-Haus, das als Sprachförderzentrum mit seiner Arbeit junge Menschen dazu ermutigen, will, ihren eigenen Weg zu gehen und ihnen zur Stärkung für den Aufbruch und den langen Weg die Welt der Bücher und des Schreibens eröffnet. Der Bereich zwischen Rathaus und Eierplatz führt direkt auf das Ulla-Hahn-Haus zu.

Die Straßenbenennung ist eine weitere Würdigung der Stadt für eine ihrer wohl größten Töchter. Anlässlich ihres 70. Geburtstags hatten Bürgermeister Daniel Zimmermann und die Vorsitzenden der Ratsfraktionen 30. April 2015 bereits beschlossen, der heute in Hamburg lebenden Autorin den Ehrenring der Stadt zu verleihen, der anschließend bei einer Feierstunde am 9. Mai 2015 im Ratssaal überreicht wurde.

Ein literarisches Denkmal

Ulla Hahn hat Monheim am Rhein vor allem mit den ersten Bänden ihrer autobiographisch grundierten Romane „Das verborgene Wort“ (2001), „Aufbruch“ (2009) sowie „Spiel der Zeit“ (2014) ein literarisches Denkmal gesetzt. In den Werken schildert sie die Kindheit, Jugend und das Erwachsenwerden ihres literarischen Alter Egos Hilla Palm im Monheim (in den Romanen „Dondorf“) während der 1950er- und 1960er-Jahre. Auch ihr persönlicher Beitrag, dass ihr ehemaliges Elternhaus an der Neustraße heute als Ulla-Hahn-Haus ein Zentrum zur Sprach- und Leseförderung von Kindern und Jugendlichen ist, wurde bereits bei der Ehrenring-Verleihung gewürdigt. Nun erinnert auch noch an ganz besonderer Straßenname an ihr schöpferisches Wirken.

Das Straßenschild steht derzeit noch am Rande einer Großbaustelle, die in diesem Bereich bis 2022 abgeschlossen sein soll. Bürgermeister Daniel Zimmermann: „Man sieht hier daher gerade das, was auch die Familie Hahn schon in den Fünfziger- und Sechziger-Jahren erlebt hat, als beispielsweise das weiße Hochhaus in meinem Rücken erbaut wurde – eine Stadt im Aufbruch und im Wandel.“ Es sei daher auch ein Glücksfall, dass das heutige Ulla-Hahn-Haus all diese Umbrüche überstanden habe und es damit als Gebäude erhalten geblieben sei, so Zimmermann. „Und es ist ein noch größerer Glücksfall, dass es uns mit vereinten Kräften gelungen ist, darin unser Sprach- und Literaturzentrum für Kinder und Jugendliche einzurichten.“ In Ulla Hahns insgesamt vier autobiografisch geprägten Romanen, so Monheims Bürgermeister, sei eine zunehmende Annäherung an die alte Heimat und die Versöhnung mit ihr und dem Vater zu beobachten. Dies spiegele auch die Annäherung zwischen Ulla Hahn und der Stadt insgesamt wieder – die zeitweilig ebenfalls von einer gegenseitigen Distanz geprägt gewesen sei. Zimmermann: „Mit der Lommer-jonn-Chaussee haben wir diese heute wieder so gute Verbindung nun auch in unser Straßenbild aufgenommen.“ (ts)

 

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