Die Altstadt-Funken haben ihr umfangreiches Vereinsarchiv an das Stadtarchiv abgegeben. Der Vorstand des Traditionsvereins hatte diesen Schritt am 3. Dezember 2025 einstimmig beschlossen, um die Unterlagen zur nahezu 100-jährigen Vereinsgeschichte dauerhaft fachgerecht sichern zu lassen. Die symbolische Übergabe erfolgte an Altweiber im Ratssaal – unmittelbar nachdem Narren und Möhnen das Rathaus gestürmt hatten.
Der 1. Vorsitzende der Altstadt-Funken, Torsten Schlender, überreichte Bürgermeisterin Sonja Wienecke und Stadtarchivleiterin Sonja Felten unter anderem Mütze und Kette des verstorbenen Ehrenpräsidenten Toni Müller (1928–2019) sowie ein Fotoalbum mit Aufnahmen, die bis in die 1930er-Jahre zurückreichen. Diese Stücke stehen stellvertretend für den gesamten Archivbestand des Vereins, der aus Fotografien, Festschriften, Orden und weiteren Unterlagen besteht.
In ihrer Ansprache betonte Stadtarchivleiterin Sonja Felten die besondere Bedeutung der Altstadt-Funken für das lokale Brauchtum. Gegründet wurde der Verein 1928 zunächst unter dem Namen „Freunde der Dorfeiche“, ehe sich 1933 die Bezeichnung Altstadt-Funken etablierte. Die Eiche am Kradepohl ist bis heute prägend für die Vereinsidentität: Sie gab nicht nur den ursprünglichen Namen, sondern wird auch im Vereinslied „Die Eiche“ besungen und wurde im Januar 2024 sogar als beitragsfreies Ehrenmitglied aufgenommen.
Altstadt-Funken bereiten sich auf 100-jähriges Bestehen vor
Über die Stadtgrenzen hinaus haben sich die Altstadt-Funken vor allem mit ihren tänzerischen Darbietungen mit Hebungen und Würfen einen Namen gemacht. Doch ihr Engagement reicht über die Karnevalssession hinaus: Seit 1953 richten sie alle vier Jahre das Schürefest am Kradepohl aus, das in diesem Jahr wieder gefeiert wird. Mit Blick nach vorn verwies Vorsitzender Torsten Schlender zudem auf das anstehende Jubiläum. In der Session 2027/2028 feiern die Altstadt-Funken ihr 100-jähriges Bestehen, die Vorbereitungen für die Festivitäten laufen bereits.
Stadtarchivleiterin Sonja Felten weist darauf hin, dass auch andere Vereine und Privatpersonen Unterlagen ans
Stadtarchiv abgeben können. Bereits einzelne Dokumente wie Orden, Programmhefte, Festschriften, Fotos oder Werbematerialien tragen dazu bei, das aktuelle Stadtgeschehen für künftige Generationen zu dokumentieren. Das Stadtarchiv ist telefonisch unter +49 2173 951-4720 oder per E-Mail an
archiv@monheim.de erreichbar. (at)


