Das Rathaus ist gestürmt – die Jecken regieren die Stadt

Bürgermeisterin Sonja Wienecke übergibt Rathausschlüssel und kann sich über den frühzeitigen Beginn der Olympischen Spiele in der Monheimer Session freuen

Rundum gute Laune brachte die Band Großstadtengel und die Tänzerinnen und Tänzer aus Verwaltung, Rat und Bürgerschaft rund um Bürgermeisterin Sonja Wienecke (oben auf der Pyramide). Fotos: Thomas Spekowius

Trotz Nieselregen sammelten sich hunderte Närrinnen und Narren zum Sturm auf das Rathaus. Foto: Birte Hauke

Gromoka-Urgestein Hanns Bambeck entzündete das Monnemer Olympische Feuer.

Am Altweiber-Donnerstag haben die Monnemer Möhnen und Narren es abermals geschafft, das Rathaus zu stürmen. Bürgermeisterin Sonja Wienecke musste sich ergeben. Fortan regiert Prinz Karneval – zumindest bis Aschermittwoch. 

In ihrer launigen Rede zur zeitweisen Übergabe der Regierungsgeschäfte bot die Bürgermeisterin eine Einschätzung zu den ersten Monaten ihrer Amtszeit: „Ich selbst versuch seit meiner Wahl, ich hoff´ es gelingt auch manches Mal, Menschen und Rat zusamm´zu bringen, denn nur so kann Politik gelingen.“ Sie dankte allen, die sich für Monheim Gutes wünschen und mahnte: „Wir sollten Gräben überwinden, bei Sachfragen zueinander finden, denn bei all polit´schem Frust, schlägt jedem Monnem in der Brust!“ 

Trotz Sparkurs sei für sie eines ganz klar: „Jecke haben uns´re Unterstützung! Ob Zoch- oder Sitzungsgestaltung, gern hilft euch weiter die Verwaltung“, betonte Sonja Wienecke unter tosendem Applaus der Närrinnen und Narren im voll besetzten und bunt geschmückten Ratssaal. „Wir wollen Möglichmacher bleiben und nicht zu viel´ Auflagen schreiben, denn Karneval, das ist doch klar, ist in Monnem unverhandelbar.“

Der traditionelle Tanz der Stadtverwaltung mit Verwaltungsspitze, Ratsmitgliedern und Bürgerinnen und Bürgern mit Unterstützung der Band „Großstadtengel“ brachte oben gute Laune, unten gute Laune, vorne gute Laune und hinten Laune! Das konnten die Prinzenpaare kaum toppen – versuchten es aber doch und brachten mit Tänzen, Gesang sowie einem Trompeten-Solo des Prinzen und einem überraschend gewagten Sprung des Kindernarren auf einen der vorderen Tische den Ratssaal ebenfalls gut zum Kochen. 

Was den närrischen Spot der jecken Vertreterinnen und Vertreter der Gromoka anging, blieb die neue Bürgermeisterin weitestgehend verschont. Ebenfalls neu im Amt: Sitzungspräsident Michail Deutz. Er schlüpfte in die Rolle des Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, der beschied, dass Monheim schon in dieser Session Ausrichterin der 36. Olympischen Sommerspiele sein sollte. Die Disziplinen: Orden reißen und stoßen, Mariechen-Hochwurf und Standartenweitwurf. „Gestählt durch die Herausforderung dieser auf den Höhepunkt zusteuernden Session, haben die Monheimer Karnevalisten die herausragendsten Athleten und Sportler, die die olympischen Sommerspiele je gesehen haben, in die Startlöcher geschickt“, verkündete Deutz und ließ die Garden einmarschieren. Bevor einige jecke Sportler gegeneinander im 100-Meter-Zeitlupenlauf antreten konnten, gab es noch eine Dopingkontrolle, samt Disqualifizierung des getesteten Gardisten und die Entzündung des olympischen Feuers.

Umrahmt wurde das Schauspiel von einem Ansager in Olympia-Manier – dessen Stimme den meisten Anwesenden gut bekannt gewesen sein sollte, erinnerte sie doch sehr an Micha Deutz’ Amtsvorgänger Moritz Peters, der am Schluss die Närrinnen und Narren in den Straßenkarneval verabschiedete mit den Worten: „Auch in den nächsten Tagen stehen wichtige Entscheidungen an: Boomberger Zoch, Kinderzug und Rosenmontagszug. Wir wünschen eine schöne Olympiade und jecke Tage!“ 

Bevor die jecken Zuschauerinnen und Zuschauer den Ratssaal in Richtung Straßenkarnevalsparty in der Altstadt verließen, glänzte Stadtarchivarin Sonja Felten noch mit einer Dankesrede zur Übergabe des Archivs der Altstadt-Funken an die Stadtverwaltung. In lupenreinem Monnemer Platt und komplett freigesprochen dankte sie dem Verein für die Zeitzeugen der rund 100-jährigen Vereinsgeschichte. (pm) 

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