Am Dienstag, 5. Mai, führt eine geschichtsträchtige Exkursion der Monheimer Volkshochschule von 8:15 bis 20 Uhr unter Leitung von VHS-Leiter Christoph Leven in den Teutoburger Wald. Es ist eine Kooperation mit anderen Volkshochschulen aus dem Kreis Mettmann. Anmeldeschluss ist der 21. April. Das Entgelt beträgt 54 Euro, Ermäßigungen sind möglich. Der Ausflug ist nicht barrierefrei. Treffpunkt: S-Bahnhof Langenfeld vor dem Kiosk, Alter Knipprather Weg 2. Abfahrt: 8:15 Uhr.
Hermann, Varus und der Teutoburger Wald – das sind Kernbestandteile eines nationalistisch aufgeladenen Germanenmythos, der sich seit der Reichsgründung von 1870/71 immer stärker in der deutschen Öffentlichkeit entfaltete. Eine in vieler Hinsicht konstruierte Vergangenheit – politisch motiviert, um dem jungen Deutschen Reich identitätsstiftende Helden zu liefern. Propagiert, besungen und zunehmend missbraucht, um die angebliche Überlegenheit der „arischen Rasse" zu behaupten. Auch heute noch bilden „die Germanen" eine gerne bemühte Projektionsfläche rechtsextremer Kreise für ihre nationalistischen oder auch rassistischen Ideologien.
Die Exkursion soll eine Entdeckungsreise in den Teutoburger Wald sein, wo dem Germanenmythos nachgegangen wird. So wird die Wewelsburg und die dortige Gedenkstätte mit der Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS" besucht. Nach einem Mittagessen (nicht im Preis enthalten) geht es weiter nach Horn-Bad Meinberg zu den Externsteinen – einer Sandstein-Felsformation, die bis 1945 fälschlicherweise als germanische Kultstätte dargestellt wurde. Den Abschluss bildet das Hermannsdenkmal – das vielleicht bekannteste Symbol des Germanenkults. An diesen Orten soll kritisch die Interpretation von Geschichte hinterfragt werden. Die Exkursion wird fachkundig begleitet. Schon auf der Busfahrt stimmt ein einführender Vortrag in das Thema ein.
Eine Anmeldung ist erforderlich. Sie ist unter Angabe der Kursnummer
26S1923 per E-Mail an
vhs@monheim.de oder direkt auf der Internetseite der VHS unter
www.vhs.monheim.de möglich. (nj)


