Bürgermeisterin weiht erste Spielgeräte für Kinder und Jugendliche im Rollstuhl ein

Karussell, Wippplatte, Handwippe und Kippelement im Landschaftspark Rheinbogen und im Bürgerpark Baumberg

Bürgermeisterin Sonja Wienecke (v.l.n.r.), Fiona, Marie, Lincoln mit seiner Mutter Lisa Ortlepp, Fabian Tuschewitzki von der städtischen Abteilung Grünflächen, Spielplätze und Friedhöfe und Achim Wieghardt, Leiter der städtischen Kinder- und Jugendförderung, drehen gemeinsam die ersten Runden auf dem Rollstuhlkarussell. Foto: Birte Hauke

Gespannt rollt Lincoln mit seinem Rollstuhl auf den Spielplatz im Landschaftspark Rheinbogen. Er fährt auf die Plattform, seine Mutter schließt den großen Bügel hinter ihm, Lincoln greift ans Handrad und nach kurzer Zeit beginnt das Karussell, sich zu drehen. Das Karussell ist eines der ersten rollstuhlgerechten Spielgeräte, die jetzt auf Spielplätzen im Stadtgebiet freigegeben wurden. Neben dem Karussell gibt es auf dem Spielplatz im Landschaftspark Rheinbogen eine große Wippplatte. Bereits im Herbst wurden im Bürgerpark Baumberg eine Handwippe und ein Kippelement installiert.

In der „Stadt für alle“ spielt das Thema Inklusion eine besondere Rolle. Neue Spielflächen werden daher bereits seit vielen Jahren möglichst barrierearm gebaut. Die Spielgeräte haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade für Motorik, Risiko und Selbsteinschätzung und es gibt verschiedene Rückzugszonen. Neu sind nun Spielgeräte, die von Kindern im Rollstuhl selbstständig nutzbar sind. „Mir ist wichtig, dass alle Kinder so viele Spielgeräte wie möglich nutzen können“, betont Bürgermeisterin Sonja Wienecke. „Daher freut mich ganz besonders, dass sich nun auch Kinder und Jugendliche mit ihren Rollstühlen auf unseren Spielplätzen ausprobieren können.“ Insgesamt 200.000 Euro investiert die Stadt in die rollstuhlgerechten Spielgeräte.

Als Standorte für die Geräte wurden die Spielflächen im Landschaftspark Rheinbogen und im Bürgerpark Baumberg unter anderem ausgewählt, weil sie sowohl mit dem Auto als auch mit dem Bus gut angebunden sind. Auch die Geräte auf den Flächen sind für Kinder und Jugendliche im Rollstuhl gut erreichbar. Im Landschaftspark Rheinbogen liegen die Geräte gleich am Eingangsbereich des Spielplatzes. Das Rollstuhlkarussell ist von einem blauen Gummifallschutz umgeben, hat eine integrierte Sicherheitsbremse und kann durch bis zu sechs Personen auf drei Sitz- und drei Rollstuhlplätzen bewegt werden. Auf die Wippplatte können Rollstuhlfahrende direkt längs oder quer der Achse fahren und so unterschiedliche Kippmomente erleben.

Handwippe und Kippelement im Bürgerpark Baumberg

Im Bürgerpark Baumberg befinden sich die Geräte in der Nähe der Geschwister-Scholl-Straße, hinter einer asphaltierten Spielfläche mit kleinen Toren und Basketballkorb. Die Handwippe hat so breite Sitzflächen, dass Kinder und Jugendliche im Rollstuhl sie gut anfahren und umsteigen können. An den beidseitig der Sitze verlaufenden Haltegriffen können sich kleine und größere Nutzerinnen und Nutzer festhalten und so auf und ab wippen. Daneben befindet sich ein Kippelement, das von beiden Seiten über eine Rampe befahren wird. Die Platte in der Mitte kippt je nach Gewichtsverlagerung auf die eine oder andere Seite. Nutzerinnen und Nutzer können sich beidseitig an einer Brüstung mit Handlauf festhalten.

Einen inklusiven Zugang erhält künftig auch die Spielfläche an der Kapellenstraße. Das Klettergerüst wird erneuert und barrierearm angebunden und das Karussell wird für eine bessere Erreichbarkeit auf Rasengittermatten gesetzt. Darüber hinaus ist unter anderem eine multifunktionale Calisthenics-Anlage mit Fitnessbank und Step-Up Bank geplant. Einige Geräte sollen auch vom Rollstuhl aus nutzbar sein. Im Rahmen der Umbaumaßnahmen erhält die benachbarte Skateanlage außerdem eine Rampe, so dass auch Kinder und Jugendliche im Rollstuhl die Anlage nutzen können. Die Eröffnung der umgestalteten Spielfläche an der Kapellenstraße ist im Sommer 2027 geplant.

Einen Überblick über alle städtischen Spielplätze gibt eine interaktive Karte mit verschiedenen Filterfunktionen auf der städtischen Website. Unter [extern]www.monheim.de/spielplaetze zeigen kleine Sandeimer-Symbole alle Orte im Stadtgebiet, an denen sich Kinder und Jugendliche austoben können. Nutzerinnen und Nutzer können sich darauf den eigenen Standort anzeigen lassen oder über die Suche eine Straße, einen Stadtteil oder einen Spielplatz eingeben. Über Filter wie Größe des Platzes, Alter der Zielgruppe, Stadtviertel, Kategorie wie Wasserspielplatz oder Sportfläche, Geräte und Ausstattung wie Sitzgruppen oder Fahrradständer lassen sich mit wenigen Klicks neue Spielplätze entdecken. Künftig soll es auch möglich sein, in der Karte nach rollstuhlgerechten Spielgeräten zu suchen. (bh)

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