Bürgermeister nimmt Stadtsportverband bei der fairen Vergabe von Hallenzeiten in die Pflicht

Es sind keine Schulangebote, die die Sportler zeitlich limitieren, sondern es sind die Vereine selbst, die sich gegenseitig blockieren

Mit deutlichen Worten schaltet sich Bürgermeister Daniel Zimmermann in die vom Stadtsportverband angestoßene Diskussion über die Verteilung von Hallenzeiten an die Sportvereine im Stadtgebiet ein. „Die vom Stadtsportverbandsvorsitzenden Karl-Heinz Göbel erhobenen Vorwürfe, die Situation für die 25 von ihm vertretenen Vereine habe sich im Allgemeinen ‚stark verschlechtert‘ sind nicht nur falsch, sie sollen offenbar auch von eigenen, seit diesem Sommer noch nicht abgeschlossenen Hausaufgaben ablenken,“ so der Monheimer Verwaltungschef.

In der Tat kann André Zierul als Leiter des städtischen Sportbüros den Vorwurf des Stadtsportverbands, dass die Angebote des Offenen Ganztags (Ogata) den Sportvereinen begehrte Hallenzeiten wegnähmen, mit Zahlen eindrucksvoll entkräften. Im Oktober 2007 waren demnach in der Zeit von 15 bis 18 Uhr genau 85,5 Hallenstunden durch Schulsportangebote belegt. Neun Jahre später, im Herbst 2016, sind es 86 Stunden. Fast alles davon spielt sich vor 16 Uhr ab. Denn nach 16 Uhr sind es aktuell gerade einmal noch 26 Stunden, die durch den klassischen Schulsport und Ogata-Angebote belegt werden, 2007 waren es 27. Zierul: „Die Werte gleichen sich also praktisch bis auf einen Wimpernschlag.“ Nach 18 Uhr gehören damals wie heute alle Hallenzeiten den Vereinen.

Gemeinsame Entwicklung akzeptierter Vergabekriterien

Ganz anders als mit den Hallenzeiten verhält es sich bei den Mitgliederzahlen der Sportvereine. Die sind in den letzten 15 Jahren deutlich gesunken. Während in den Vereinen zum Jahresende 1999 noch 8324 kleine und große Sportreibende organisiert waren, waren es zum Jahreswechsel 2015/2016 nur noch 7146. „Genau hier, bei den Vereinen, bestehen also die entscheidenden Veränderungen“, betont Bürgermeister Daniel Zimmermann. „Das haben wir auch als Stadt erkannt, und daher im Sommer mit den Verantwortlichen des Stadtsportverbands zusammengesessen. Unser Ziel ist es, die vorhandenen Hallenzeiten möglichst gerecht unter den Vereinen zu verteilen.“

Sportbüroleiter André Zierul: „Wenn heute deutlich weniger Sportlern die gleiche Zahl an Hallenstunden zur Verfügung steht, dann ist es Aufgabe des Stadtsportverbands Vorschläge zu machen, wie die vorhandenen Ressourcen optimal zu nutzen sind.“ In der Praxis werden offenkundig zu viele Hallenzeiten von inzwischen sehr klein gewordenen Gruppen belegt, die sich zum Teil auch gar nicht mehr regelmäßig treffen. Das bremst insbesondere neue oder wachsende Gruppen und Vereine aus. Ziel ist es daher, mit den Vereinen allgemein akzeptierte Vergabekriterien zu entwickeln. „Die wollten wir als Stadt ganz bewusst nicht allein vorgeben, und haben die Vorschlagserarbeitung daher bereits im Sommer in die Hände des Stadtsportverbands gelegt“, so Bürgermeister Daniel Zimmermann.

Ausblick: Mehr Hallenzeiten für Monheimer Sportler gab es nie

Schon heute ist man seitens der Stadt davon überzeugt, dass es eigentlich kein Problem mit den Hallenkapazitäten gibt, sondern lediglich mit der Zeitverteilung unter den Vereinen. Trotzdem wird das zur Verfügung stehende Gesamtzeitkontingent bald nochmal deutlich steigen. Am Waldbeerenberg in Baumberg und am Häck-Stadion im Monheimer Süden entstehen demnächst zwei neue Hallen. Im Häck-Stadion werden dem Vereinssport danach viel mehr Zeiten als in der heutigen alten Halle der Anton-Schwarz-Schule zur Verfügung stehen. Am Waldbeerenberg werden die Sportvereine sogar ausschließliche Nutzer sein – zum Beispiel zur Ausweitung ihrer Angebote im Gesundheitssport. „Mehr Hallenzeiten für die Monheimer Sportler, egal ob alt oder jung, vereinsgebunden oder nicht, hat es nie zuvor in Monheim am Rhein gegeben – und das auch noch in herausragender baulicher Qualität. „Ich rufe Herrn Göbel daher auf, zu einer sachlichen Diskussion und der längst abgesprochenen Vorgehensweise zurückzukehren“, so Zimmermann. (ts)

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