+++ EILMELDUNG +++ Bombenfund bei Arbeiten im Jahnstadion

Vorbereitungen zur Entschärfung von gleich zwei Blindgängern laufen / In einem Radius von 400 Metern um die Fundstelle müssen bis zu 2.200 Menschen evakuiert werden / Erweiterte Schutzzone gilt bis 600 Meter

Der Fundort der Bombe befindet sich im Zentrum der beiden Sicherheitskreise (400 und 600 Meter). Im dunkelroten Radius von 400 Metern müssen rund 2.200 Menschen evakuiert werden. Im 600-Meter-Radius ist der Aufenthalt im Freien während der Entschärfungsarbeiten – voraussichtlich ab frühem Mittag – verboten. Die Grafik dient nur der grundlegenden Illustration. Den Anweisungen der Ordnungskräfte vor Ort ist Folge zu leisten. Grafik: Stadt Monheim am Rhein

Bei Untersuchungen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes im Jahnstadion sind am Mittwochmorgen an gleich zwei Verdachtspunkten Blindgänger gefunden worden, die noch im Laufe des Tages entschärft werden müssen.

In einem Umkreis von 400 Metern sind dabei in den nächsten Stunden rund 2.200 Menschen zu evakuieren. In einem erweiterten Radius von 400 bis 600 Metern gilt für den Zeitraum der eigentlichen Entschärfungsarbeiten zudem sogenanntes luftschutzmäßiges Verhalten. Das heißt: Der Aufenthalt ist nur im Inneren von Gebäuden bei geschlossenen Türen und Fenstern gestattet. Hier sind weitere 2.400 Menschen betroffen.

Unter Koordination des städtischen Ordnungsamtes laufen die Evakuierungen. Wer kann, sollte seine Wohnung oder Arbeitsstelle möglichst selbst verlassen. Ab 10 Uhr gehen Evakuierungsteams von Haus zu Haus. Wer spontan nicht für ein paar Stunden zu Freunden oder Verwandten kann, wird in der Mensa der Peter-Ustinov-Gesamtschule an der Falkenstraße vom Team des Deutschen Roten Kreuzes versorgt. Von der Haltestelle Steinstraße (Schulzentrum Krischerstraße) pendeln ab 10 Uhr vier BSM-Sonderbusse zum Sammelstandort. Im 600-Meter-Radius werden die Straßen abgesperrt. Ein Befahren ist ab etwa 10 Uhr dann nicht mehr möglich – bis zum Abschluss der Maßnahme.

Busse fahren Umleitungen / Entwarnung bis zum Nachmittag?

Die in der erweiterten Schutzzone liegenden Bushaltestellen der Linien 777, 788, 789 werden bis auf Weiteres nicht angefahren. Sie werden über die Baumberger Chaussee umgeleitet, die Linie SB78 über den Kielsgraben. Die Linie SB79 verkehrt bis zur Entwarnung nur noch bis zum Busbahnhof, die Linie A01 am heutigen Mittwoch gar nicht mehr. Mehr Informationen gibt es auf den Seiten der Bahnen der Stadt Monheim [extern]www.bahnen-monheim.de.   

Laufen die Evakuierungen ohne größere Schwierigkeiten, kann vorrausichtlich am frühen Nachmittag mit den Entschärfungsarbeiten begonnen werden. Kommt es dabei ebenfalls zu keinen Komplikationen, ist mit einer Freigabe des Gefahrenbereichs wohl noch vor Beginn der Berufsverkehrszeit zu rechnen. Monheims Ordnungsbereichsleiter Sebastian Johnen bittet jedoch um Verständnis und Geduld: „Was uns da genau in der Erde erwartet und wie lange die Profis des Kampfmittelbeseitigungsdienstes dann für ihre Arbeit brauchen werden, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sicher sagen. Das hängt ganz wesentlich auch vom Zustand der Sprengkörper und des vor einem Abtransport zu entfernenden Zünders ab.“

Info-Hotline geschaltet

Die Bevölkerung wird per Durchsagen und Radio sowie über die Warn-App Nina informiert. Stadt und Feuerwehr vermelden zudem über die städtische Homepage [extern]www.monheim.de und den Newsletter sowie den städtischen Facebook-Kanal und die Stadtdisplays alles Wichtige über den Verlauf der Evakuierungs- und Entschärfungsarbeiten. Zudem hat die Stadt ab 10 Uhr eine Info-Hotline für die Bürgerinnen und Bürger unter der Rufnummer +49 2173 951-6666 geschaltet. Polizei, Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz sowie zahlreiche städtische Beschäftigte sind vor Ort im Einsatz – rund 150 Helferinnen und Helfer insgesamt. Den genauen Evakuierungskreis gibt es auch nochmal hier als [PDF]PDF.

Entdeckt wurden die beiden Blindgänger bei vorbereitenden Boden-Sondierungen für die anstehende Sanierung des Jahnstadions. Die Sportanlage wird bis Mitte nächsten Jahres einen grundhaft neuen Naturrasenplatz mit aufwändiger Drainage und eine neue Laufbahn erhalten. Im 2. Weltkrieg waren die im heutige Gewerbegebiet Rheinpark liegenden Rhenania-Ossag-Mineralölwerke wegen der Herstellung kriegswichtiger Schmierstoffe mehrfach das Ziel schwerer Luftangriffe. Inzwischen haben Briten und Amerikaner den Deutschen ihre Überflugbilder zur Verfügung gestellt, mit denen sie nach den Kampfeinsätzen durch Fotos die Einschläge und Wirkung ihrer Angriffe kontrollierten. Auf diesen Bildern sind, oft wie schwarze Stecknadeln, auch kleine Einschläge zu erkennen, um die herum sich kein Krater durch eine Explosion gebildet hat. Nicht immer wurden die darin in der Regel steckenden Blindgänger bei den Aufräumarbeiten in der Nachkriegszeit gefunden und beseitigt. Explosionsfähig und damit gefährlich sind sie bis heute. (ts)

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