
Der dänische Künstler Jeppe Hein (*1974, Copenhagen) schafft mitten auf dem Eierplatz einen Ort der Begegnung: ein künstlerisch gestalteter, farbenfroher Spielplatz und ein interaktiver Wasserpavillon laden Jung und Alt zum Verweilen, Spielen und Staunen ein.
Im Herzen von Monheim Mitte hat Jeppe Hein eines seiner beliebten Wasserspiele realisiert. Dessen feine Wasserfontänen sind in sich überlappenden Ovalen angeordnet und nehmen so humorvoll auf den Eierplatz als Ort Bezug. Als Wasserwände heben und senken sie sich ebenerdig in unterschiedlichen, unvorhersehbaren Konstellationen in die Höhe. So laden sie insbesondere Kinder ein, sich in den entstehenden Zwischenräumen zu bewegen und dabei geschickt dem Wasser auszuweichen. Im Spiel mit der unvorhersehbaren Dynamik ergibt sich ganz von selbst ein kommunikativer Austausch.
Als der Künstler erfuhr, dass in unmittelbarer Nähe ein Spielplatz für Kinder gebaut werden sollte, entstand die Idee, diesen ebenfalls künstlerisch zu gestalten. Dafür kombiniert Hein Elemente aus seinem früheren Schaffen und funktioniert sie erstmals zu Spielgeräten um: die knallig gelben, skurril geschwungenen Sitzbänke („Modified Social Benches”) und die gebogenen Laternen („Street Lamps”), die sich als einzelne Kunstwerke bereits in anderen Städten finden, ziehen nun gemeinsam die Blicke auf sich. Sie laden zum Schaukeln, Rutschen und Klettern ein, umgeben von Sitzmöglichkeiten zum Verweilen. Die bepflanzte Einfassung des Spielplatzes und auch der weiche Fallschutzbelag zeichnen in verschiedenen Grüntönen ovale Formen nach und zitieren, ebenso wie der Wasserpavillon, formal den Eierplatz.
So ist ein einzigartiges Ensemble entstanden, das an der Schnittstelle von Kunst, Design und Stadtplanung zur Begegnung einlädt. Jeppe Heins Kunst ist oft sehr lebensnah und hat eine starke soziale Dimension, die den Alltag bereichert und Menschen zusammenbringt. Er möchte „mit spielerischen Momenten das Herz der Menschen öffnen”, wie der Künstler selbst bei der Einweihung seiner Monheimer Arbeit erklärt, denn: „Kunst ist eine Sprache ohne Wörter, man muss sie erleben und spüren.”
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