An den Straßenrändern schmilzt der Schnee, die grauen Wolken hängen tief und durch die Stadt ziehen 32 junge Königinnen und Könige auf den Weg zum Rathaus. Die Kronen und Sterne glitzern, als Bürgermeisterin Sonja Wienecke den jungen Besuch begrüßt. Unter den langen Gewändern stecken Sternsinger des Offenen Ganztags der Lottenschule. Am Donnerstag, 8. Januar, segneten sie das Monheimer Rathaus.
Gesammelt wird in diesem Jahr unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche müssen in Bangladesch arbeiten, die meisten unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Sternsinger-Partnerorganisationen setzen sich dafür ein, Kinder aus Arbeitsverhältnissen zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen. Auch Bürgermeisterin Sonja Wienecke unterstützt die Aktion gern mit einer Spende: „Mich beeindruckt, dass heute so viele Kinder so begeistert dabei sind. Manche zum ersten Mal, andere aber auch zum dritten Mal, und alle mit so viel Freude!"
Als der Segen „20*C+M+B+26“ am Haupteingang klebt, ziehen die kleinen Könige weiter. Viel Freude bereiten die jungen Gäste dabei nicht nur vielen Schulen, Kitas und an privaten Haustüren, sondern auch in den Senioreneinrichtungen der Stadt. „Das Schönste ist die Rührung der alten Menschen“, berichtet Lydia Schwamborn-Weiß, pädagogische Leiterin des Offenen Ganztags. „Unser Besuch ist für die Menschen eine echte Bereicherung. Das macht auch die Kinder total stolz. Alleine dafür lohnt es sich.“
Eine Spendendose haben die Sternsinger zudem auch wieder in der Bücherstube von Linda Rossbach abstellen dürfen. Auch hier kann noch bis zum 2. Februar gespendet werden. Infos gibt es unter
www.sternsinger.de. (bh)


