Im Park an der Kapellenstraße hat eine beauftragte Firma am Donnerstag, 29. Januar, eine Roteiche eingekürzt und einen Silberahorn gefällt. Pilzerkrankungen hatten beide Bäume so sehr geschwächt, dass ihre Standsicherheit bei starkem Wind gefährdet gewesen wäre.
Bereits im Sommer hatten die Bäume nur wenige Blätter und damit erste Anzeichen der Pilzerkrankungen gezeigt. Ein Baumsachverständiger stellte daraufhin einen Riesenporling an der Roteiche und einen Zunderschwamm am Silberahorn fest. Er empfahl die nun umgesetzten Maßnahmen. „Wenn man die notwendigen Arbeiten nicht ausführen würde, besteht die Gefahr, dass die Bäume in belaubtem Zustand bei Wind kippen oder brechen könnten“, erklärt Gärtnermeister Florian Schmidt von der städtischen Abteilung Grünflächen, Spielplätze und Friedhöfe. Mit leichtem Abstand zum gefällten Silberahorn soll voraussichtlich im Herbst ein neuer Baum gepflanzt werden. Die Baumart steht noch nicht fest.
Eine ebenfalls erkrankte Rotbuche muss in den kommenden Wochen im Marienburgpark entfernt werden. An ihrem Stamm sind bereits in zwei Etagen Fruchtkörper des Zunderschwammes zu sehen. „In den vergangenen Jahren haben wir hier mehrere Pflegemaßnahmen durchgeführt, aber wir können den Baum leider nicht mehr erhalten. Der Pilzbefall ist zu weit fortgeschritten. Die Fällung ist unvermeidbar und wird von Seiten der Stadt immer erst als allerletzte Maßnahme in Betracht gezogen“, erklärt Florian Schmidt. Etwa drei Meter des Stamms der Buche sollen aber als sogenanntes Habitat für Insekten und Vögel stehen bleiben. „So versuchen wir, der Natur soviel wie möglich zurückzugeben.“ (bh)


