Riesenporling und Zunderschwamm gefährden Bäume an der Kapellenstraße

Beauftragte Firma kürzt Roteiche ein und fällt Silberahorn

Für Baumpfleger Tim Leven (links) und Florian Schmidt von der städtischen Abteilung Grünflächen und Spielplätze ist der Befund eindeutig: Der Zunderschwamm, dessen Fruchtkörper rechts am Baum zu sehen ist, hat sich weit in das Holz gefressen. Im linken Bereich des Stammes ist das Holz bereits sehr weich und brüchig. Foto: Birte Hauke

Am Stamm der Roteiche sind die Fruchtkörper des Riesenporlings gut zu erkennen. Da der Stamm noch stark genug ist, wird hier nur die Krone eingekürzt. Foto: Baumpflege Leven

Der Silberahorn hat zwei Stämme. Am linken Stamm sind die Schäden des Zunderschwamms bereits an der Rinde zu sehen. Foto: Baumpflege Leven

Der vom Zunderschwamm befallene Silberahorn wird Stück für Stück abtransportiert. Voraussichtlich im Herbst soll hier ein neuer Baum gepflanzt werden. Foto: Birte Hauke

Im Park an der Kapellenstraße hat eine beauftragte Firma am Donnerstag, 29. Januar, eine Roteiche eingekürzt und einen Silberahorn gefällt. Pilzerkrankungen hatten beide Bäume so sehr geschwächt, dass ihre Standsicherheit bei starkem Wind gefährdet gewesen wäre.

Bereits im Sommer hatten die Bäume nur wenige Blätter und damit erste Anzeichen der Pilzerkrankungen gezeigt. Ein Baumsachverständiger stellte daraufhin einen Riesenporling an der Roteiche und einen Zunderschwamm am Silberahorn fest. Er empfahl die nun umgesetzten Maßnahmen. „Wenn man die notwendigen Arbeiten nicht ausführen würde, besteht die Gefahr, dass die Bäume in belaubtem Zustand bei Wind kippen oder brechen könnten“, erklärt Gärtnermeister Florian Schmidt von der städtischen Abteilung Grünflächen, Spielplätze und Friedhöfe. Mit leichtem Abstand zum gefällten Silberahorn soll voraussichtlich im Herbst ein neuer Baum gepflanzt werden. Die Baumart steht noch nicht fest.

Eine ebenfalls erkrankte Rotbuche muss in den kommenden Wochen im Marienburgpark entfernt werden. An ihrem Stamm sind bereits in zwei Etagen Fruchtkörper des Zunderschwammes zu sehen. „In den vergangenen Jahren haben wir hier mehrere Pflegemaßnahmen durchgeführt, aber wir können den Baum leider nicht mehr erhalten. Der Pilzbefall ist zu weit fortgeschritten. Die Fällung ist unvermeidbar und wird von Seiten der Stadt immer erst als allerletzte Maßnahme in Betracht gezogen“, erklärt Florian Schmidt. Etwa drei Meter des Stamms der Buche sollen aber als sogenanntes Habitat für Insekten und Vögel stehen bleiben. „So versuchen wir, der Natur soviel wie möglich zurückzugeben.“ (bh)

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