Jugendliche, Frauenrechtlerin und Wissenschaftler diskutieren über Demokratie

Im Mittelpunkt der zweiten Philosophiereihe von Ulla-Hahn-Haus, Volkshochschule und Otto-Hahn-Gymnasium steht in diesem Jahr ein ganz besonderes System

Johannes Lill von der Volkshochschule (v.l.n.r.), Siegfried Bast vom Ulla-Hahn-Haus und die OHG-Philosophie-Lehrer Daniel Schalow und Tim Natzke freuen sich auf ihre zweite gemeinsame philosophische Veranstaltungsreihe. Foto: Birte Hauke

Was bedeutet Demokratie? Können wir mit ihr umgehen? Und welche Alternativen gibt es? Im Mittelpunkt der zweiten Philosophiereihe von Ulla-Hahn-Haus, Volkshochschule und Otto-Hahn-Gymnasium steht in diesem Jahr mit der Demokratie ein ganz besonderes System. An fünf Abenden laden die Organisatoren zu spannenden Vorträgen und anregenden Diskussionen an fünf verschiedenen Orten ein.

Im vergangenen Jahr drehte sich die erste philosophische Veranstaltungsreihe um die Ethik Kants. Jetzt stellen Sylvia Schildheuer und Siegfried Bast vom Ulla-Hahn-Haus, Johannes Lill von der VHS und die OHG-Lehrer Tim Natzke und Daniel Schalow die Demokratie in den Mittelpunkt. „Wir wollen aktuelle lokale, nationale, europäische und globale Aspekte der in nicht wenigen Artikeln schon mit einer Krise zusammengebrachten Demokratie zur Diskussion stellen“, erklärt Siegfried Bast. Dabei gehe es unter anderem um die Bedeutung, Vor- und Nachteile und Alternativen der Demokratie. Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutieren, ob man mit der Demokratie zufrieden ist und ob man mit ihr umgehen kann.

Die Idee der Veranstaltungsreihe ist, die Philosophie aus den verschiedenen Einrichtungen heraus in die Stadt und zu den Bürgerinnen und Bürgern zu tragen. Wie im vergangenen Jahr erläutern die verschiedenen Vortragenden an den fünf Abenden in einem kurzen Vortrag zunächst ihre Sicht der Dinge und stellen sie anschließend zur Diskussion. „Alle Besucherinnen und Besucher sind also herzlich zum mitphilosophieren eingeladen und aufgefordert“, sagt Bast. Im vergangenen Jahr habe das hervorragend funktioniert. „Die offenen Diskussionen sind besonders gut angekommen. Die Gesprächsatmosphäre war jedes Mal toll“, berichtet Philosophie-Lehrer Daniel Schalow. Die Lehrer beobachten auch im Unterricht, dass Schülerinnen und Schüler an politischen Diskussionen interessierter sind als noch vor einigen Jahren. „Das wird richtig spannend“, verspricht Schalow.

Zum Auftakt präsentieren OHG-Schülerinnen und -Schüler des Leistungskurses Philosophie von Tim Natzke am Donnerstag, 1. März, um 19.30 Uhr in der Aula am Berliner Ring ihre Sicht auf die Demokratie. Nachdem sich die Jugendlichen im Unterricht mit dem Thema Staatsphilosophie beschäftigt haben, entstand die Idee, das eigene Verständnis von Demokratie in einem Theaterstück darzustellen. Die Veranstaltung führt visuell und diskursiv in das Thema ein und bildet die Grundlage für die weiteren Abende.

Zur zweiten Veranstaltung am Dienstag, 29. Mai, um 19.30 Uhr kommt die Düsseldorfer Philosophie-Professorin Simone Dietz in die Bücherstube Rossbach. Vor dem Hintergrund ihrer eigenen politischen Aktivitäten in der Hamburger Bürgerschaft thematisiert sie den Wert der Wahrhaftigkeit und die Rolle der Lüge in demokratischen Strukturen.

Eine deutsche Rechtsanwältin, Autorin und Frauenrechtlerin mit türkischen und kurdischen Wurzeln stellt am Donnerstag, 20. September, 19.30 Uhr, im großen Saal der VHS ihre Sicht der Demokratie vor. Seyran Ate? befasst sich als Anwältin hauptsächlich mit Strafrecht und Familienrecht und hat sich außerdem in der deutschen Ausländerpolitik engagiert. Sie war Mitglied der Deutschen Islamkonferenz und ist Mitbegründerin der Berliner Ibn-Rushd-Goethe-Moschee, die für einen liberalen Islam steht, der sich um eine zeitgemäße und geschlechtergerechte Auslegung des Koran und der Hadithen bemüht.

Für den vierten Abend, Dienstag, 6. November, um 19.30 Uhr in der Bibliothek, konnte ein leidenschaftlicher Vertreter demokratischer Strukturen gewonnen werden: Alexander Trennheuser vom Verein Mehr Demokratie stellt Besucherinnen und Besuchern die Frage, ob die Gesellschaft mehr direkte Demokratie brauche.

Zum Jahresende referiert in der Schreibwerkstatt „Die jungen Monheimer Schreiber“ im Ulla-Hahn-Haus eine Expertin oder ein Experte für Soziale Medien und Demokatie. Details werden rechtzeitig bekannt gegeben. „Wir hoffen, auch in diesem Jahr wieder auf sehr lebendige Gespräche und wünschen allen anregendes Philosophieren“, freut sich Siegfried Bast. (bh)

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