Die Brandenburger Allee soll in ein blaues Band verwandelt werden

Mit Wasserspielen und kleinen Oasen der Ruhe will die Bildhauerin Alicja Kwade Kunst im Öffentlichen Raum erschaffen, die sowohl berührt als auch berührt werden darf

Blick durch die Wasservorhänge. Visualisierungen: Studio Alicja Kwade

Abtauchen oder auch einfach nur Ausruhen am Beckenrand – beides ist möglich.

Auch kleine Grünoasen sind als Ruhezonen für Jung und Alt vorgesehen.

Die blauen Quader eigenen sich prima als Treffpunkte zum Spielen, Ausruhen und um miteinander ins Gespräch zu kommen – zum Beispiel über Kunst oder auch einfach nur Neues aus der Nachbarschaft.

Ein Blick auf die geplanten Teilbereiche der Gesamtallee nach ihrer Umgestaltung.

Wenn am Mittwoch, 8. September ab 18 Uhr der Kulturausschuss im Ratssaal tagt, haben dessen Mitglieder auch über einen für tausende Monheimerinnen und Monheimer wohl ganz besonders interessanten Tagesordnungspunkt vorzuberaten. Die Stadt plant die Umgestaltung der Brandenburger Allee. Mit Hilfe der renommierten Bildhauerin Alicja Kwade soll der lange Grünzug durch das Berliner Viertel dabei optisch und funktional in ein blaues Band verwandelt werden – viel neues Grün inklusive.

Wie die seit diesem Montag öffentlich einzusehende Beschlussvorlage erläutert, sind für die künstlerische Umgestaltung der Allee verschiedene Becken vorgesehen, die aus Wasservorhängen befüllt werden. Die Wasserbecken werden begehbarsein. Das heißt Kinder – und natürlich auch Erwachsene – werden darin spielen oder auch einfach nur die Füße ins Wasser baumeln lassen können. Die zwei Bereiche an den beiden Enden der Brandenburger Allee, die mit den Wasserspielen gestaltet werden, sollen durch einen Mittelteil unterbrochen werden, der als Spielplatz- und Aufenthaltszone gestaltet wird. Als Material will Alicja Kwade sowohl für die Becken als auch für die Rahmen und Sitzbereiche besondere Fliesen aus Mexiko verwenden, die in besonders kräftigen, changierenden Blautönen als Reminiszenz an den Rhein ein blaues Band durch das Berliner Viertel legen.

Wasservorhänge brechen das Licht

Im Konzept wird erläutert: In den Wasservorhängen werden je nach Lichtstimmung unterschiedliche Naturphänomene wie Lichtbrechung und Überlagerungseffekte betont. Die Rahmen sollen die Umgebung einfangen und im übertragenen Sinne Ausschnitte der Welt schaffen – wie Momentaufnahmen der Zeit. Je nach Standpunkt werden die künftigen Betrachterinnen und Betrachter die Rahmen dann ineinander verschachtelt und verwinkelt sehen. Durch die Bewegung des Betrachters in Zeit und Raum wird die Installation selbst animiert und schafft ein filmisches Moment. „Das blaue Band“ schärft die Wahrnehmung unserer Umwelt und das Bewusstsein für Zusammenhänge, Kreisläufe und den Umgang mit lebenswichtigen Ressourcen unseres Planeten wie dem Wasser.

Stadt will 3,9 Millionen Euro investieren

Alicja Kwade ist eine Berliner Künstlerin. Sie hat vor zwei Jahren eine aufsehenerregende Installation auf dem Dach des Metropolitan Museum of Art in New York geschaffen und war 2017 auf der 57. Biennale in Venedig vertreten. Der Verwaltung ist es in ersten Vorgesprächen gelungen, die Ausnahme-Bildhauerin für die Stadt Monheim am Rhein zu begeistern und von ihr eine ortsbezogene Arbeit für die Brandenburger Allee konzipieren zu lassen, die die Besonderheit des Ortes als zentrale Achse des Berliner Viertels aufgreift und in jeder Form dazu einlädt, Kunst kennenzulernen und ihr zu begegnen.

Für die Realisierung will die Stadt 3,9 Millionen Euro in das Gesamtprojekt investieren. Nach den Vorberatungen in den beiden zuständigen Fachausschüssen, könnte der Rat bereits in seiner Sitzung am 22. September die Beauftragung der Künstlerin beschließen und die weitere Umsetzung in Angriff nehmen. Die Vorlage für den Kulturauschschuss und die dazugehörige Präsentation gibt's unter Top 4 [extern]hier. (ts)

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