Architekturkonzept für Umbau des Monheimer Tors beschlossen

Immobilie wird zu prägnantem Stadtbaustein / Anregungen aus der Bürgerschaft aufgegriffen

Blick auf den Busbahnhof und das umgestaltete Monheimer Tor im Jahr 2024: Mit modernen Fassaden, einladenden Schaufenstern und einem begrünten Malleingang lockt das Gebäude künftig zum Shoppen und Bummeln. In den oberen Etagen sind Freizeitnutzungen vorgesehen, die die Innenstadt zusätzlich zur Gastronomie am Eierplatz auch in den Abendstunden beleben sollen. Visualisierung: Heine Architekten

Das Stadthaus „Haus am Platz“ am Busbahnhof ergänzt künftig den Anbau Süd des ebenfalls umgebauten Rathauscenters. Es führt zu einem breiten Boulevard, der Flanierende künftig zum Eierplatz und zur Heinestraße leitet. Visualisierung: Heine Architekten

Das Monheimer Tor als prägnanter Stadteingang: Das zweite Stadthaus „Tor zur Stadt“ entsteht am neuen Kreisverkehr, der bei der Neuordnung der Verkehrsflächen am ehemaligen Platz der Lokomotive gebaut wird. In dem Gebäude ist ein Hotel vorgesehen. Terrakottalamellen und eine Fassadenbeleuchtung erzeugen zusammen mit den beleuchteten Hotelzimmern ein stimmungsvolles Lichtspiel. Visualisierung: Heine Architekten

Ganz neuer Eindruck vom Berliner Viertel aus kommend: Mit dem „Park-Haus“ erhält das Monheimer Tor beim Umbau einen zweiten, einladenden Eingang. Das Berliner Viertel wird dadurch deutlich besser mit der Innenstadt und dem Busbahnhof verbunden. Eine breite Mittelinsel auf dem Berliner Ring ermöglicht Fußgängerinnen und Fußgängern sowie Radfahrenden künftig zudem ein komfortables Queren der Straße. Visualisierung: Heine Architekten

Der Stadtrat hat am Mittwochabend, 19. Mai, das Architektur- und Vermarktungskonzept für die geplante Umgestaltung des Monheimer Tors beschlossen. Damit gibt die Politik grünes Licht für einen weiteren Anziehungspunkt in Monheims neuer Mitte. Zahlreiche Wünsche der Bürgerinnen und Bürger werden bei der Umgestaltung berücksichtigt.

Das Architekturkonzept sieht vor, das Monheimer Tor auf insgesamt fünf Geschosse aufzustocken und durch drei prägnante Baukörper zu erweitern. Auf diese Weise entstehen drei Stadthäuser mit individuellem Charakter, die sich gleichzeitig zusammenfügen und mit dem neugestalteten Rathauscenter eine harmonische Einheit im Herzen Monheims bilden. Als optisch trennendes Element zwischen den Gebäuden dient jeweils eine vertikale Begrünung, die sich vom Parkdeck auf dem Monheimer Tor bis in die Erdgeschosszonen erstreckt.

Drei Stadthäuser in Monheims neuer Mitte

Der Umbau bringt den Monheimerinnen und Monheimern eine deutlich höhere Aufenthaltsqualität im und rund um das Monheimer Tor. Das Stadthaus „Haus am Platz“ am Busbahnhof ergänzt künftig den Anbau Süd des ebenfalls umgebauten Rathauscenters. Es führt zu dem derzeit entstehenden, breiten Boulevard, der Flanierende künftig zum Eierplatz und zur Heinestraße leitet. Im Erd- und ersten Obergeschoss dieses Stadthauses sind neu geordnete Einzelhandelsflächen geplant, in den Obergeschossen wird es Freizeitnutzungen geben. Die Fassade prägen hohe einsehbare Schaufenster, die das Innere erkennen lassen und einladend wirken. Der Eingang wird von einer Grünfassade umrahmt.

Das zweite Stadthaus „Tor zur Stadt“ steht am neuen Kreisverkehr, der bei der geplanten Neuordnung der Verkehrsflächen am ehemaligen Platz der Lokomotive entstehen wird. Das Stadthaus bildet künftig einen markanten Eingang zur Innenstadt und wird ebenfalls in einem begrünten Vorbereich eingefasst. Als Nutzung ist hier ein Hotel vorgesehen. Im Erdgeschoss finden sich hinter einer hohen Verglasung die Lobby sowie der Bar- und Frühstücksbereich des Hotels. Die Fassade der Obergeschosse wird mit Terrakottalamellen gestaltet, die mittels Fassadenbeleuchtung und bei beleuchteten Hotelzimmern vor allem in den Abendstunden ein stimmungsvolles Lichtspiel erzeugen.

Das dritte Stadthaus entsteht als „Park-Haus“ am Berliner Ring. Die Parkebene wird im südlichen Bereich des Parkdecks auf drei Ebenen aufgestockt. Die erdgeschossige Handelsfläche wiederum wird zum neuen, großzügigen Malleingang erweitert. Auf diese Weise öffnet sich das Gebäude künftig auch zum Berliner Viertel hin, sodass es zwei gleichwertige Eingänge und keine Rück- und Vorderseite mehr gibt. Gleichzeitig entsteht ein direkter Durchgang zum Busbahnhof und zur neugestalteten Innenstadt. Hierzu werden auch entlang des Berliner Rings die Verkehrsflächen neu gestaltet – unter anderem mit einer breiten Mittelinsel für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende.

Attraktive Nutzung für die Monheimerinnen und Monheimer

Vor dem Hotel und entlang des neuen Vorplatzes am Berliner Ring sind zahlreiche Grünbeete geplant, deren Einfassung gleichzeitig als Sitzgelegenheit dient und zum Verweilen einlädt. Auch das Parkdeck wird mit Bäumen, Sträuchern und Bodendeckern bepflanzt. Die Kfz-Erschließung der Innenstadt erfolgt künftig über eine gemeinsame Parkzufahrt zwischen Rathauscenter und Monheimer Tor. Von hier aus lassen sich die zusammengeschlossenen Tiefgaragen des ehemaligen Rathauscenters, das Parkdeck sowie das Parkhaus auf dem Monheimer Tor erreichen. Die Dachflächen des Monheimer Tors, des umgebauten Rathauscenters und der Parkzufahrt werden begrünt. Auf den Dachflächen des neuen Parkhauses ist zudem eine Photovoltaikanlage vorgesehen.

Die bestehenden Nutzungen im Monheimer Tor werden durch neue Angebote erweitert.  Mit dem Textilhaus „Sinn“ konnte bereits ein zentraler neuer Ankermieter gewonnen werden. Sinn wird auf einer Fläche von insgesamt 3.000 Quadratmetern im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss ein breites Angebot an Modemarken für Damen und Herren anbieten und das Modeangebot in der Innenstadt deutlich verbessern. Zusammen mit den bestehenden und neuen Filialisten im umgebauten Rathauscenter sowie den individuellen Boutiquen in den weiteren Einkaufsstraßen der Innenstadt entsteht so eine attraktive Mischung für Jung und Alt.

Die zweite und dritte Etage des Monheimer Tors wiederum sind für Freizeitnutzungen vorgesehen. Hier laufen derzeit Gespräche zu unterschiedlichen Konzepten. Geplant sind Freizeitangebote, die auch in den Abendstunden für eine Belebung der Innenstadt sorgen.

Dafür hatten sich auch die Bürgerinnen und Bürger ausgesprochen, die Anfang 2020 im städtischen Mitmach-Portal zu dem geplanten Umbau befragt worden waren. Wichtig waren den Monheimerinnen und Monheimern noch weitere Punkte – neben einem attraktiven Geschäfte-Mix zum Beispiel auch Nachhaltigkeit und eine ansprechende Begrünung. Zahlreiche Anregungen werden mit dem beschlossenen Architektur- und Vermarktungskonzept aufgegriffen.

Fertigstellung bis 2024

Das Monheimer Tor war 2018 durch die Baumberger Einkaufszentrum GmbH (BEZ), eine der städtischen Tochtergesellschaften, angekauft worden mit dem Ziel, die Qualität der Versorgungsstruktur, die Außendarstellung sowie die Erschließung der zentralen Handelsimmobilien im Innenstadtbereich positiv weiterzuentwickeln. Im selben Jahr wurde ein Gutachterverfahren zum „Verflechtungsband Innenstadt im Bereich zwischen Rosengarten und Heinestraße“ durchgeführt. Ende 2019 beschloss der Stadtrat die Umgestaltung der Verkehrsflächen. Beauftragt mit dem Umbau des Monheimer Tors ist die Arbeitsgemeinschaft aus Boening & Glatzel GmbH und Heine Plan, welche auch die Umgestaltung des Rathauscenters übernimmt. Auf diese Weise soll eine Innenstadt aus einem Guss entstehen.

Starten soll der Umbau des Monheimer Tors im Herbst 2022, die Fertigstellung ist 2024 geplant. Die Neuordnung der Verkehrsflächen soll bis Mitte 2023 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten des Projekts Monheimer Tor belaufen sich auf rund 135 Millionen Euro. Sowohl zum Verflechtungsband als auch zum Umbau des Monheimer Tors gab es, zusätzlich zu den Bürgeranhörungen, Konsultationen auf der städtischen Mitdenken-Plattform. Hier lassen sich alle Entscheidungen zum Umbau des Monheimer Tors im Detail nachlesen. Mehr Informationen zur Umgestaltung der Innenstadt gibt es auf [extern]www.monheimmitte.de. (nj)

Neue Nachrichten

Das Amtsblatt der Stadt Monheim am Rhein Nr. 9 vom 17. Juni 2021 ist erschienen. Es enthält folgende Öffentliche Bekanntmachungen:

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Nutzende müssen vor der Einfahrt ab sofort ihren Personalausweis, Wertstoff- oder Monheim-Pass vorzeigen

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Referent David Ginster erläutert Entwicklung von Torsionsgeschützen

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