Sichern optimaler Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche

Unter dem Motto „22 Millionen junge Chancen“ findet vom 28. bis 30. März in Düsseldorf der 16. Kinder- und Jugendhilfetag statt. Mit dabei ist natürlich auch die Hauptstadt für Kinder, Monheim am Rhein.

Auf der Fachmesse stellt Kinder- und Jugendbereichsleiterin Simone Feldmann gemeinsam mit zahlreichen Fachkräften vor allem das ausgezeichnete und vielerorts als beispielhaft gelobte Präventionskonzept „Mo.Ki – Monheim am Rhein für Kinder“ anhand zahlreicher Referenzprojekte vor.

Am städtischen Messestand dreht sich dann alles um Themen wie „Frühe Förderung und Kinderschutz“, den „Abbau von Bildungsbenachteiligung“, die „Förderung sozialer Teilhabe“ und „Sicherung gesunden Aufwachsens“, das „Offensive Unterstützen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ sowie um eine „Kind- und familiengerechte Stadtplanung“.

Einige dieser Themen hat auch Sandmalerin Iryna Bilenka Chaplin, die bereits Gast auf dem Monheimer Stadtfest war, in ihre ganz besondere Kunstform eingestreut. Drei Filme von ihr laufen auf dem Monheimer Messestand beim Kinder- und Jugendhilfetag 2017.

Wir stellen vor: Die Mo.Ki-Präventionskette von 0 bis 17

„Mo.Ki – Monheim für Kinder" beschreibt den Leitgedanken des kommunalen Präventionsansatzes, der einen systematischen Umbau der Kinder- und Jugendhilfe zum Ergebnis hat – also weg von der Reaktion auf Defizite und hin zur Prävention als aktive Steuerung und Gestaltung. Dabei stehen die Kinder und Jugendlichen sowie deren Entwicklung im Mittelpunkt aller Bemühungen.

Im Verbund und mit Unterstützung zahlreicher Partner hat die Stadt seit 2002 fünf Bausteine der Mo.Ki-Präventionskette zur Vermeidung von Armutsfolgen von Kindern und Jugendlichen entwickelt. Monheim am Rhein präsentiert sich mit der folgenden Auswahl an Referenzprojekte dieser Präventionskette beim Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag:


Die Entwicklung zur „Hauptstadt für Kinder“

Der Rat der Stadt Monheim am Rhein hat im Oktober 2010 strategische Ziele festgelegt, die im September 2014 inhaltlich bestätigt und weiterentwickelt wurden. Eines davon lautet: Die Stadt Monheim am Rhein, Hauptstadt für Kinder, schafft optimale Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche."

In den letzten Jahren wurde Monheim am Rhein mit dieser Zielsetzung zu einer der kinder- und familienfreundlichsten Städte in Deutschland entwickelt. Die Kindergartenbetreuung sowie die Nutzung der Angebote im Offenen Ganztag sind bis zum 10. Lebensjahr komplett kostenlos. An den weiterführenden Schulen ist durch die Stadt unter anderem für eine schulpsychologische Betreuung gesorgt. Allen in Monheim am Rhein lebenden Kindern und Jugendlichen soll die Chance auf optimale Förderung, Bildung und die Gestaltung einer attraktiven Zukunft geboten werden.

Das Konzept „Hauptstadt für Kinder“ bezieht sich im Wesentlichen auf die Zielsetzung, Monheimer Kindern möglichst jede Hilfe zukommen zu lassen, um deren gesundes Aufwachsen zu fördern. Es strebt eine inhaltlich und räumlich vernetzte Infrastruktur für Kinder an, die diesen eine optimale Entwicklung von der Geburt bis zum Einstieg ins Berufsleben ermöglicht.

Die vorbildliche Förderung von Kindern in allen Entwicklungsphasen ist die zentrale Idee und das zentrale Ziel der „Hauptstadt für Kinder“. Als Grundlage dienten und dienen bis heute die noch länger bestehenden Modelle Mo.Ki und MoMo.

Die Anmeldung für das Netzwerk-Treffen ist ab Mai 2017 über die [intern]Volkshochschule möglich.


Entwicklungs- und Bildungsförderung

Zur Umsetzung des strategischen Ziels „Sicherung optimaler Zukunftschancen für Kinder in der Hauptstadt für Kinder Monheim am Rhein“ wurden gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik, Schulen, Kindertagesstätten, freien Trägern, Vereinen und Verbänden für alle Institutionen und Organisationen verbindliche Leitorientierungen und Grundsätze zur Entwicklungs- und Bildungsförderung in Monheim am Rhein erarbeitet und durch den Rat beschlossen.

Die beteiligten Institutionen und Organisationen verpflichten sich hierdurch, die nachfolgenden Leitorientierungen und Grundsätze im Rahmen ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu berücksichtigen.

Für Kinder, Jugendliche und Familien in Monheim am Rhein wurden somit erstmalig institutionsübergreifende Standards gesetzt. Alle Beteiligten stimmen darin überein, dass die Sicherung von Zukunftschancen und Chancengerechtigkeit für alle Kinder der Stadt Monheim am Rhein eine gemeinsame Aufgabe ist.

Leitorientierungen

1. Bezogen auf Kinder und Jugendliche:
Monheim am Rhein eröffnet allen Kindern und Jugendlichen gleiche Entwicklungs- und Bildungschancen durch ganzheitliche und individuelle Förderung.

2. Bezogen auf Infrastruktur/Institutionen:
Monheim am Rhein hat eine partnerschaftlich handelnde Bildungslandschaft, die Perspektiven schafft und auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet.

Grundsätze

  • Bildung ist eine wesentliche Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und Chancengleichheit.
  • Unser ganzheitliches Bildungsverständnis umfasst alle Aspekte der Persönlichkeitsentwicklung in Familie, Gesellschaft, KiTa, Schule und Ausbildung.
  • In den Bildungsinstitutionen wird der Blick dafür geschärft, dass neben den speziellen Aufgaben auch allgemeine Belange der Kinder und Jugendlichen ernst genommen werden.
  • Alle Institutionen/Personen im Rahmen der Monheimer Bildungslandschaft beteiligen sich verantwortlich an wirkungsorientierten Netzwerken.
  • Alle Institutionen/Personen der Monheimer Bildungslandschaft beachten die unterschiedlichen Bedürfnisse und Bedarfe von Mädchen und Jungen.
  • Bei der Gestaltung der Bildungslandschaft in Monheim am Rhein sind Eltern unverzichtbare Partner.
  • Die Monheimer Bildungslandschaft muss für alle Menschen offen sein. Sie ist dem Grundsatz der Inklusion verpflichtet.

Kinderbeauftragte

Einen zentralen Bestandteil des Konzepts „Hauptstadt für Kinder“ stellt die Kinderbeauftragte dar. Diese Funktion dient der Steuerung, dem Controlling sowie der Bündelung des Prozesses und des gesamten Projekts in allen Ebenen und Verwaltungsbereichen.

Der Funktion der Kinderbeauftragten obliegt es somit, die oben genannten Prozesse anzustoßen, vorhandene Konzepte mitzugestalten und bestehende Planungsprozesse mit dem „Blick auf Kinder und deren Entwicklungschancen“ zu bereichern. Sie

  • berät und unterstützt Verwaltungsbereiche in ihrem Handeln für Kinder und Familien,
  • stößt Prozesse an und
  • sichert den übergreifenden Blick auf das Ziel und dessen Umsetzung.

Im Wesentlichen obliegt es der Kinderbeauftragten, gemeinsam mit den allen Verwaltungsbereichen eine neue, kindbezogene Perspektive für deren Handeln zu entwickeln, welche sich in einem kind- und familienorientierten Handeln der Stadt Monheim am Rhein abbilden soll.

Die Kinderbeauftragte stellt die Belange von Kindern und Familien sicher, unterstützt Prozesse, stößt Entwicklung an und bringt die Interessen von Kindern in laufende Planungsprozesse ein. Der Kinderbeauftragten obliegt die Steuerungsfunktion für das Gelingen des strategischen Ziels „Hauptstadt für Kinder“.

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