Die MEGA informiert ihre Kundinnen und Kunden zu den bevorstehenden Gaskosten-Entwicklungen

Auch bei den Stromkosten ist eine klare Tendenz nach oben inzwischen deutlich absehbar / Energieberatungen stehen daher weiter hoch im Kurs

Energieberaterin Carola Körner ist auch und gerade in Krisenzeiten eine kompetente Ansprechpartnerin im MEGA-Kundencenter. Foto Tim Kögler

Auch zum Einstieg in die Heizperiode 2022/2023 bleibt die Energiesituation in Monheim am Rhein – wie in ganz Deutschland – kompliziert. Sinnbild hierfür ist wohl schon allein der Titel des jüngsten Bundeserlasses zur Energielage mit dem durchaus ernst gemeinten Titel „Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung“. Immerhin, eine Abkürzung wurde aus Berlin gleich mitgeliefert: EnSikuMaV.

Basierend auf dieser Verordnung hat auch die Monheimer Elektrizitäts- und Gasversorgung GmbH (MEGA) ihre Erdgas-Kundinnen und Kunden angeschrieben und liefert in optisch klar aufbereiteter Form einen Kostenüberblick der letzten Abrechnungsperiode sowie vergleichend eine Prognose der demnächst anfallenden Kosten auf Basis des zum Stichtag 1. September 2022 geltenden Grundversorgungstarifs bei gleichbleibendem Verbrauch. Schon lange ist klar: Es wird definitiv teurer. Und so werden durch die MEGA vorgabegemäß auch gleich die Einsparpotenziale bei der Reduktion der durchschnittlichen Raumtemperatur um ein Grad Celsius mitgeliefert und der Tipp, sich zu vielen weiteren Energiesparmöglichkeiten auf [extern]www.mega-monheim.de und in den von der MEGA regelmäßig angebotenen Beratungen zu informieren. In den nächsten Tagen werden die Kundinnen und Kunden auch einen entsprechenden Gasvergleichsrechner im Internetangebot der MEGA finden.

Gute und schlechte Nachrichten

Es gibt aber auch gute Botschaften. Die vom Bund erst angekündigte und inzwischen wieder abgeräumte Gasbeschaffungsumlage ist Geschichte und die Umsatzsteuer auf Erdgas – und Wärmelieferungen wird temporär auf 7 Prozent gesenkt. Die MEGA wird dies 1:1 umsetzen und ihre Preisblätter entsprechend aktualisieren. Nähere Informationen dazu finden die Kundinnen und Kunden auch hier in wenigen Tagen transparent im Internetauftritt. Ebenfalls gut: Die Gasversorgung ist nach aktueller Einschätzung der lokalen Energie-Profis der MEGA bei einem durchschnittlich kalten Winter weiterhin gesichert. Die Aussichten angesichts inzwischen gut gefüllter Gasspeicher und zahlreicher Ersatzbeschaffungen für das ausbleibende russische Gas sind mittlerweile zumindest deutlich besser, als noch vor einigen Monaten teilweise befürchtet. Der Appell der Bundesnetzagentur, den Gasverbrauch deutlich zu reduzieren, um eine Mangellage zu vermeiden, gilt dennoch weiter.

Schlechte Nachricht zudem: „Die außergewöhnliche Situation am Gasmarkt hat nun auch den Strommarkt erreicht“, macht MEGA-Geschäftsführer Christian Reuber deutlich. Die Preise kletterten im August für das Kalenderjahr 2023 in neue Rekordhöhen und haben sich aktuell auf hohem Niveau eingepegelt. Allein seit Juni 2022 haben sie sich in etwa verdreifacht und dabei in Ausschlägen zwischenzeitlich sogar die 1000-Euro-Marke pro Megawattstunde durchbrochen. Blickt man auf die Vorjahre zurück, lässt sich inzwischen sogar von einer 15-fachen (!) Verteuerung sprechen. Und jetzt muss an den Märkten auch Strom für 2023 eingekauft werden.

Die aktuelle Strompreiskrise wird dabei durch die fossile und atomare Energieversorgungskrise befeuert. Von der Erdgasknappheit über die Probleme mit der Kühlung von Atomkraftwerken in Frankreich bis hin zur gesunkenen Anlieferung an deutsche Kohlekraftwerke aufgrund zu niedriger Wasserstände: Es sieht einfach aktuell nicht gut aus. Und auch die Einspeisung aus Windkraftanlagen ist in den zuletzt eher windschwachen Monaten deutlich hinter den Hoffnungen zurückgeblieben. MEGA-Vertriebsleiterin Grit Köhler: „Diesen Marktpreis-Entwicklungen kann auch die MEGA nicht entgegenwirken.“ Eine Trendwende sei zudem aktuell überhaupt noch nicht in Sicht. Köhler: „Wir müssen uns deshalb darauf einrichten, dass auch die Endkundenpreise für Strom zum nächsten Jahr steigen werden, weil wir Teuerungen zumindest teilweise weitergeben müssen.“ Wieviel das ist, lasse sich aktuell noch nicht abschließend sagen, so die Vertriebsleiterin im heimischen Rheinpark. Nur so viel sei sicher: „Es werden nicht mehr die Endkundenpreise in der Höhe der vergangenen Jahre sein.“

Eine Belastung für alle

Die Entwicklung der Energiepreise dürfte daher auch in Monheim am Rhein zunehmend zur Belastungsprobe für Bürgerschaft, Gewerbe und Industrie werden. Christian Reuber: „Unsere Geschäftskunden berichten von durchaus klugen Änderungen in Produktionsabläufen und gelungenen Einsparmaßnahmen im täglichen Betrieb. Und sie nutzen, so wie die Privatkundinnen und -kunden auch, sehr rege die Informations- und Beratungsangebote der MEGA und der Stadt.“ Dabei sei Dialog alles. „Auch unsere Kundenberater stehen vor Herausforderungen. Die Gespräche mit den Kundinnen und Kunden werden zunehmend emotionaler. Das ist auch kein Wunder, denn es geht inzwischen teilweise um existenzielle Fragen. Aber es tut uns auch gut, mit kompetenter Beratung vielfach helfen zu können.“ Dabei geht es um die eigene Verbrauchs-Überwachung zur Kostensteuerung, aber auch um Heizungserneuerung und Eigenstromerzeugung mit regenerativen Anteilen. Die Umstellung auf den richtigen Technologiemix unter immer stärkerer Einbindung erneuerbarer Energien für die Zukunft ist mittlerweile zum zentralen Punkt vieler MEGA-Beratungen geworden.

Hoch gefragt sind neben Dach-PV-Anlagen und Wärmepumpen gerade auch sogenannte Balkonkraftwerke, also kleine, steckerfertige Solaranlagen. Bei derzeit üblichem Strompreisniveau können solche Mini-Kraftwerk dabei helfen, bis zu 150 Euro an Stromkosten pro Jahr einzusparen, weil die selbst genutzte Solar-Strommenge nicht aus dem Stromnetz bezogen werden muss. Die Anlagen werfen auch ohne jede Förderung oft schon nach wenigen Jahren Gewinn ab. Die MEGA berät auch hier, welche Installationen geeignet sind und was es zu beachten gilt.

Warten auf Antworten aus Berlin

Gefragt sind die MEGA-Expertinnen und -Experten zudem bei der Einordnung der oft schnelllebigen Gedankengänge in Berlin. Das fällt nicht immer leicht, solange es nichts wirklich Handfestes zu vermitteln gibt. Das gilt aktuell auch wieder für die konkrete Umsetzung der geplanten Gaspreisbremse – den sogenannten „Doppel-Wumms“ – für die die von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission am 10. Oktober einen ersten Zwischenbericht vorgelegt hat. Vorgesehen ist demnach eine Entlastung der Gas-Haushaltskunden in zwei Schritten. Einmal durch die am Ende wohl staatliche Übernahme einer kompletten Sofortentlastung bei den Gaskosten für den Monat Dezember. Und ab März 2023 soll dann temporär über eine etwas ausgefeiltere Gaspreisbremse – in Form einer Preisdeckelung auf einem festgelegten Grundkontingent in Höhe von 80 Prozent des bisherigen Gasverbrauchs – staatlich subventioniert werden, während darüber hinaus der vertraglich vereinbarte Arbeitspreis gilt. Aber auch hier gibt es noch viele offene Fragen, die zunächst in Berlin geklärt werden müssen.

Auf Basis von Dingen, die hingegen bereits feststehen und reale Handlungsräume eröffnen, finden weiterhin jeden Dienstag von 16 bis 17 sowie von 17 bis 18 regelmäßige Informations- und Themenabende im Kundencentrum der MEGA an der Rheinpromenade 3a statt. Für eine Teilnahme kann man sich immer bis spätestens am Montag zuvor unter der Telefonnummer +49 2173 9520-0 oder per E-Mail an [E-Mail]info@mega-monheim.de anmelden. Sollte die mögliche Maximalzahl an Teilnehmenden bereits erreicht sein, werden Interessierte auch schon für die Folgewoche eingeplant. Nächster Termin ist am Dienstag, 18. Oktober, Anmeldeschluss demzufolge der 17. Oktober. Von 16 bis 17 Uhr stehen auf vielfachen Wunsch erneut die Themen E-Mobilität und Photovoltaik und von 17 bis 18 Uhr die Themen Heizungsneubau und Sanierung im Fokus. (ts)

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