Geschichte

Monheim am Rhein blickt auf eine rund 850-jährige Geschichte seit der ersten urkundlichen Erwähnung zurück. Eine Urkunde aus dem Jahr 1157 nennt einen „willehelm de munheym“ (Wilhelm von Monheim), der mit dem Kölner Gereonsstift einen Grundstückstausch vereinbart habe. Für 1257 wird eine Zoll- und für 1262 eine Braustätte erwähnt. Für das Jahr 1307 ist ein Markt urkundlich belegt.

Das Ortsbild wurde in alter Zeit viel stärker vom Rhein geprägt als heute. Der Stromverlauf war bis zur Eindeichung 1929 immer wieder katastrophalen Veränderungen unterworfen. So liegt seit einem gewaltigen Hochwasser im 14. Jahrhundert das ehemalige [intern]Römerkastell Haus Bürgel nicht mehr auf der linken, sondern auf der rechten Rheinseite.

Monheimer Landesherren waren über Jahrhunderte die Grafen (ab 1380: Herzöge) von Berg. Wohl im Zeitraum 1350 bis 1360 gliederten die Grafen ihr Territorium in acht Ämter; eines davon war das Amt Monheim. Zu seinem Bezirk gehörten im Jahr 1363 außer Monheim und Baumberg die heutigen Leverkusener Stadtteile Hitdorf und Rheindorf, Reusrath und Richrath (heute zu Langenfeld), Urdenbach, Benrath, Himmelgeist, Itter, Holthausen, Wersten, Bilk und Hamm (Düsseldorf).

Zwischen 1390 und 1408 wurde Monheim zur Freiheit erhoben – daher rührt die heute gebräuchliche Bezeichnung „Alte Freiheit“. Die Erhebung zur Freiheit dürfte wegen der strategischen Lage Monheims erfolgt sein, im Spannungsfeld zwischen den bergischen Grafen und den Kölner Erzbischöfen. 1275 wird Monheim von Graf Adolf VI. befestigt, im Gegenzug zur Befestigung Worringens durch den Erzbischof.

Schon wenige Jahre später muss Adolf VI. auf Druck seines Kölner Rivalen die Monheimer Befestigung wieder schleifen. 1415 erhält Monheim durch Adolf VIII. seine zweite Befestigung – sie hat nur zwei Jahre Bestand. Die letzte Befestigung erfolgte 1423. Davon legt der Schelmenturm bis heute Zeugnis ab.

Nach Gründung des Rheinbunds durch Napoleon 1806 wurde das Amt Monheim aufgelöst. Im dann gegründeten Großherzogtum Berg wurde die Munizipalität Monheim mit Baumberg, Hitdorf und Rheindorf gebildet. Daraus wurde eine Bürgermeisterei, nachdem das Rheinland durch den Wiener Kongress 1915 dem Königreich Preußen zugeschlagen worden war.

1951 schlossen sich Monheim und Baumberg zu einer Gemeinde zusammen; 1960 trat auch Hitdorf bei, das seit 1857 eigene Stadtrechte hatte. Im selben Jahr erhielt die neue Großgemeinde mit rund 13.000 Einwohnern die Stadtrechte. Das 1939 eingeführte Monheimer Gemeindewappen wurde damit zum [intern]Stadtwappen. Die Sechzigerjahre waren durch ein rasantes Bevölkerungswachstum gekennzeichnet. In Monheim Süd und Baumberg Ost entstanden neue Siedlungen für viele tausend Familien.

Ende 1974 lebten rund 44.000 Menschen in Monheim. Zu diesem Zeitpunkt schien es so, als sei Monheims Geschichte zu Ende, denn der Landtag hatte beschlossen, die Stadt zu zerschlagen. Im Rahmen der kommunalen Neugliederung wurden Monheim und Baumberg nach Düsseldorf eingemeindet, Hitdorf nach Leverkusen. Nach erfolgreicher Klage vor dem Landesverfassungsgerichtshof in Münster beschloss der Landtag, Monheim und Baumberg zum 1. Juli 1976 die Selbstständigkeit zurückzugeben.

Die neu formierte Stadt wurde in den Kreis Mettmann integriert. Seither hat sie sich wieder zu einem attraktiven Wohnort und leistungsfähigen [intern]Wirtschaftsstandort entwickelt. Seit 1994 lautet der vollständige Stadtname „Monheim am Rhein“.

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