Ziel von Mo.Ki: Mit Prävention Kinderarmut bekämpfen


Jugendamtsleiterin Annette Berg sprach beim KKV / 1600 Kinder betroffen


"Wie können wir armen Kindern in Monheim helfen, dass sie bessere Startchancen bekommen?" Mit dieser Fragestellung umriss Annette Berg, Leiterin des städtischen Jugendamts, den Ansatz von Mo.Ki – Monheim für Kinder, der einen systematischen Umbau der Kinder- und Jugendhilfe vor Ort – weg von der Reaktion auf Defizite hin zur Prävention als aktive Steuerung und Gestaltung – zum Ergebnis habe.

"Mo.Ki stellt deshalb das Kind und seine Entwicklung in den Mittelpunkt aller Bemühungen“, so die Jugendamtsleiterin wörtlich auf einer Veranstaltung des KKV Monheim, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung. Der katholische Sozialverband hatte Annette Berg zum Thema "Kinderarmut in Monheim – Situation – Hilfsprogramme – Möglichkeiten der Gegensteuerung" als Referentin eingeladen.


Mit den nachstehenden Zahlen verdeutlichte die Leiterin des Jugendamtes die Problematik: Von den knapp 8400 Kindern, die in Monheim leben, beziehen 19 Prozent – das sind rund 1600 Kinder von null bis 18 Jahren – Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II. Besonders erschreckend hierbei: Von den 2728 Kindern bis sechs Jahre beträgt der Anteil sogar 25 Prozent (= 681 Kinder).

Dass das Berliner Viertel hiervon besonders betroffen ist, war den Anwesenden zwar klar, trotzdem ließen die konkreten Zahlen, hinter denen sich ja letztlich immer Einzelschicksale verbergen, mehr als Nachdenklichkeit aufkommen. So lebten in diesem Viertel allein 60 Prozent aller Monheimer Sozialhilfeempfänger und Migrantenfamilien. Jedes vierte Kind, so die Referentin, beziehe bereits Hilfe zum Lebensunterhalt und jedes zweite Kind habe Auffälligkeiten in der Sprache.

Allein die Tatsache, dass 31 Prozent der Kinder aus dem Berliner Viertel die Hauptschule besuchten – im gesamten Stadtgebiet sind es nur 13 Prozent – zeige, wie das soziale Umfeld auch die Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern prägten. "Arme Kinder, die aufgrund der familiären Situation bereits beeinträchtigt sind", so Annette Berg, "erhalten in benachteiligten Stadtteilen nicht die sozialen Ressourcen und damit die Entwicklungschancen, die Kindern allgemein geboten werden und die gegebene familiäre Begrenzungen kompensieren helfen."

Um hier nicht erst zu reagieren, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen sei, habe sich Monheim zu vorbeugenden Maßnahmen entschlossen, die mit Mo.Ki realisiert würden. Im Rahmen dieses Gesamtkonzeptes werde eine Präventionskette von der Geburt bis zur Berufsausbildung angestrebt. Angepasst an erschwerte gesellschaftliche Bedingungen würden Familien über institutionelle Übergänge hinweg begleitet, um Eltern zu unterstützen und Kinder frühestmöglich zu stärken. Gleichzeitig würden die Fachkräfte trägerübergreifend qualifiziert und ein Netzwerk aufgebaut, um so nachhaltige Erfolge in der pädagogischen Arbeit zu erzielen.

Schwerpunkte von Mo.Ki sind bisher fünf Kindertagesstätten (Kitas) im Berliner Viertel, die Grundschule am Lerchenweg und die Hermann-Gmeiner-Grundschule. Durch die Vernetzung dieser Einrichtungen und trägerübergreifenden Qualitätskriterien für Kitas werde vor allem eine gezielte Förderung der ganzheitlichen Entwicklung von benachteiligten Kindern sichergestellt, unterstrich die Leiterin des Jugendamts. Sprach- und Kochkurse für Erwachsene, einrichtungsübergreifende Elternnachmittage sowie die Einbindung der Eltern in die pädagogische Arbeit ergänzten das Konzept.

In der anschließenden Diskussion wurden die einzelnen Punkte nochmals vertieft und vor allem auf ihre praktische Umsetzung hinterfragt. Übereinstimmung herrschte dabei, dass solche Vorbeuge- und Unterstützungsmaßnahmen sinnvoller seien, als "nur" mit finanziellen Mitteln in Notfällen zu helfen. "Letztlich wird damit auch dem Subsidiaritätsprinzip der Katholischen Soziallehre – der "Hilfe zur Selbsthilfe" – Rechnung getragen, so der Vorsitzende des KKV, Bernd-M. Wehner, "da Menschen durch diese Hilfsmaßnahmen wieder zur eigenständigen Lebensführung befähigt werden."

Mehr über Mo.Ki

Presse-Information des KKV Monheim – Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung

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