Ulla Hahn und Bürgermeister Daniel Zimmermann überreichen Autorenpreis der Stadt

Karoline Menge wird für „Warten auf Schnee“ ausgezeichnet

Bürgermeister Daniel Zimmermann (v.l.n.r.), Autorin Ulla Hahn, Preisträgerin Karoline Menge und Schriftsteller Norbert Hummelt tragen sich nach der Preisverleihung ins Goldene Buch der Stadt ein. Foto: Tim Kögler

Karoline Menge wurde am Samstag, 1. Dezember, mit einem ganz besonderen Preis ausgezeichnet: Im Ratssaal überreichten Bürgermeister Daniel Zimmermann und die in Monheim aufgewachsene Autorin Ulla Hahn den mit 10.000 Euro dotierten Ulla-Hahn-Autorenpreis. Alle zwei Jahre vergibt die Stadt Monheim am Rhein den Preis an junge Autoren eines beeindruckenden Erstlingswerks.

Zur Jury unter Vorsitz von Ulla Hahn gehörten in diesem Jahr Shida Bazyar (Preisträgerin des Ulla-Hahn-Autorenpreises 2016), Norbert Hummelt (Schriftsteller), Maren Jungclaus (Literaturbüro NRW, Düsseldorf), Lothar Schröder (Redakteur für Geistiges Leben bei der Rheinischen Post), Hajo Steinert (Autor und langjähriger Leiter der Abteilung Kulturelles Wort beim Deutschlandfunk) und Dorothea von Törne (Literaturkritikerin). Gemeinsam hatten sie sich für Menges Erstlingsroman „Warten auf Schnee“ entschieden. Darin erzählt sie die Geschichte einer zerbrochenen Familie aus der Sicht des sechzehnjährigen Mädchens Pauli.

Die Hintergründe der Familie erfährt der Leser nicht sofort: „Das Wissen wächst uns allmählich zu, wie es sich aus den Erinnerungsschüben ergibt, die Paulines Bericht durchmustern, ihren Bericht vom Weiterleben nach dem Fortgang der Mutter, in einem Dorf, das auf unheimliche Weise immer leerer wird“, erklärt Schriftsteller Norbert Hummelt in seiner Laudatio. „Der Lesende hat keine Handhabe, wird ganz hineingezaubert, streng gebunden an die Ich-Perspektive der Erzählerin, die in einem Dorf lebt, das irgendwo in Deutschland liegen muss. Wir erfahren, dass dieses Dorf von tiefen Wäldern umgeben ist, die sich auf Hügel hinaufziehen und dass es sehr weit ist bis zur nächsten Stadt, die wie das Dorf keinen Namen hat.“ Als Leser könne man weder den konkreten Ort, noch das Jahr bestimmen: „Alle Versuche lässt der Roman auf faszinierende Weise ins Leere laufen, wo sie sich weiter drehen, so wie ein vergessener Hamster in seinem Rad immer weiter läuft. „Warten auf Schnee“ ist ein unaufdringlich kluges, auf stille Art verstörendes Buch, das uns daran erinnert, dass wir die Antworten auf unsere existenziellen Fragen selber finden müssen.“

Im Anschluss an die Preisverleihung trugen sich Bürgermeister Daniel Zimmermann, Autorin Ulla Hahn, Preisträgerin Karoline Menge und Schriftsteller Norbert Hummelt ins Goldene Buch der Stadt ein. (bh)

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