Mahnstunde zum 70. Jahrestag der Pogromnacht


Gedenkfeier am 9. November in der Altstadtkirche / Vortrag von Gideon Greif


Zu einer Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der Pogromnacht lädt die Stadt ein. Bei der Mahnstunde am Sonntag, 9. November, ab 18 Uhr in der Evangelischen Altstadtkirche (Grabenstraße 56) referiert der Jerusalemer Historiker Dr. Gideon Greif.

Erinnert wird an den 9. November 1938, als Nazi-Verbrecher überall in Deutschland Synagogen verwüsteten und in Brand steckten. Jüdische Geschäfte wurden geplündert, ihre Inhaber und andere jüdische Bürger verfolgt, misshandelt und ermordet.

Dr. Gideon Greif, Jahrgang 1951, ist Historiker, Pädagoge und seit dreißig Jahren Mitarbeiter der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Sein Großvater war Häftling in Buchenwald und seine Großmutter eine der ersten jüdischen Frauenärztinnen in Deutschland.

Greif promovierte an der Universität Wien und forschte am Center for Contemporary Judaic Studies der Universität Miami (Florida). Er hat in Israel zahlreiche Radio- und Fernsehdokumentationen über den Nationalsozialismus und die Shoah produziert und war als wissenschaftlicher Berater für ZDF und BBC tätig.

Greifs Forschungen zum jüdischen Sonderkommando in Auschwitz-Birkenau, vor allem durch seine Interviews mit Überlebenden, haben dieses Thema überhaupt erst in den Mittelpunkt wissenschaftlichen Interesses gerückt und eine außerordentliche Breitenwirkung erzielt. Das daraus entstandene Buch wurde bislang in sechs Sprachen übersetzt und gilt als Meilenstein der Holocaust-Forschung: „Wir weinten tränenlos“ (1999).

Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit und der Tätigkeit bei der International School for Holocaust Studies fungiert Greif als Berater für das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau und ist zudem im Vorstand der dort und in New York beheimateten internationalen Auschwitz Jewish Center Foundation tätig.

Die Gedenkstunde wird musikalisch umrahmt von David Ranftler (Flöte) und Alessandro N. Lazzaro (Klavier), beide vom Otto-Hahn-Gymnasium. Pfarrer Falk Breuer, Bürgermeister Dr. Thomas Dünchheim und Dr. Hagen Bastian, Leiter des Gymnasiums, sprechen einleitende Worte.

Im Anschluss legt Bürgermeister Dr. Thomas Dünchheim am Mahnmal am Kradepohl einen Kranz nieder und hält eine Ansprache.


Das Geschehen der Pogromnacht – auch in Monheim

Zum siebzigsten Jahrestag der Pogromnacht vom 9. November 1938 spricht der frühere Leiter der Volkshochschule, Dr. Karl-Heinz Hennen, am Montag, 10. November in der Bibliothek (Tempelhofer Straße 13). Beginn der gemeinsamen Veranstaltung von VHS und Bibliothek ist um 19.30 Uhr, der Eintritt frei.



Hennen erläutert zunächst Vorbereitung und Ablauf der Pogromnacht, die als Auftakt zum Völkermord gelten müsse, welcher in den Massenvernichtungslagern zum Tod von mehr als sechs Millionen Juden führte. In einem zweiten Teil zeigt Hennen, der 1988 die Schrift „Juden in Monheim – Von den ältesten Zeugnissen bis zur Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus“ veröffentlichte, was im November 1938 in der damals rund 3500 Einwohner zählenden Gemeinde Monheim geschah und wie die Geschichte der ortsansässigen Juden verlief.



Zuletzt wird kritisch diskutiert, wie die heutige Gesellschaft mit Antisemitismus und Rassismus umgeht.

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