Kanu-Club und Jugendklub erhalten Qualitätssiegel für Schutz von Kindern und Jugendlichen

Präventionskonzepte verhindern grenzüberschreitendes Verhalten

Lisa Pientak, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses (M). überreicht das Qualitätssiegel n Elmar Borgmann (v.l.n.r.) und Florian Schwab vom Jugendklub Baumberg und Andrea Focke und Thomas Wegert vom Monheimer Kanu-Club. Foto: Fabian Andrick

Wo Kinder und Jugendliche Vertrauensverhältnisse aufbauen, sollten ihr Schutz und ihre Rechte an erster Stelle stehen. Mit dem Qualitätssiegel „Gemeinsam aktiv für Reche von Kindern und Jugendlichen“ werden Einrichtungen der offenen und kulturellen Jugendarbeit, Jugendverbände und Vereine ausgezeichnet, die eigene Präventionskonzepte zum Schutz vor grenzüberschreitendem Verhalten und sexualisierter Gewalt entwickeln. Vor dem Jugendhilfeausschuss und dem Ausschuss für Schule und Sport wurde das Siegel nun zum zweiten Mal verliehen. Lisa Pientak, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, überreichte das Siegel an den Monheimer Kanu-Club und den Jugendklub Baumberg vom SKFM.

Die Einführung des Qualitätssiegels hatte der Rat der Stadt Monheim am Rhein bereits Ende 2014 beschlossen, ein Jahr später wurde es zum ersten Mal verliehen. „Kirchengemeinden, Jugendeinrichtungen, Jugendverbände und Sportvereine sind Orte, an denen Kinder und Jugendliche Gemeinschaft erleben und sich geborgen fühlen“, erklärt Jürgen Meyer vom städtischen Bereich Kinder, Jugend und Familie. „Es versteht sich von selbst, dass diese Orte auch vor grenzüberschreitendem Verhalten und sexualisierter Gewalt schützen.“ Dabei sollen Präventionskonzepte helfen, die Mitarbeiter der Einrichtungen in ihrer Rolle als kompetente Ansprechperson zu stärken. Die Konzepte berücksichtigen auch die jeweiligen Strukturen und Abläufe der Einrichtungen. „Grenzverletzendes Verhalten kann so eingeschränkt und die Einrichtungskultur im Sinne der Achtsamkeit verbessert werden“, erklärt der Sozialpädagoge.

Im Monheimer Kanu-Club sind derzeit mehr als 50 Kinder und Jugendliche regelmäßig aktiv. Für den Vorstand des Vereins ist es selbstverständlich, den Nachwuchs mit einem eigenen Konzept zu schützen. Ebenso sieht es im Jugendklub Baumberg aus, wo das Team der hauptamtlichen Pädagogen besonders auf die Rechte und den Schutz vor Übergriffen achtet.

Vereine, Verbände und Jugendeinrichtungen, die sich für das Qualitätssiegel interessieren, können sich dem Verbund laufend anschließen. Nach der Einrichtung eines spezifischen Präventionskonzepts wird das Qualitätssiegel verliehen. Derzeit wird ein Rahmenkonzept entwickelt, um das Siegel auch an Kindertagesstätten verleihen zu können. Die Einführung im Schulbereich wird ebenfalls angestrebt. Rückfragen beantworten im Bereich Kinder, Jugend und Familie Jürgen Meyer, Telefon 02173 951-5152 und Achim Wieghardt, Telefon 02173 951-5140. (bh)

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