Beteiligungsrekord im Mängelmelder: 1180 Meldungen im Jahr 2018

Bürgerinnen und Bürger meldeten Müll, Straßenschäden und defekte Laternen

Rote, gelbe und grüne Markierungen zeigen auf einer Stadtkarte den Bearbeitungsstatus eines Mangels an.

Ob wild entsorgter Müll, lose Gehwegplatten oder ein herunterhängender Ast:  Der Mängelmelder ist der kurze Draht zur Stadtverwaltung, um Schäden aller Art im Stadtgebiet zu melden. Im sechsten Jahr nach seiner Einführung in Monheim am Rhein hat sich das Online-Beschwerde-System in der Stadt etabliert. Nie zuvor gab es mehr Einträge und Nutzende als im vergangenen Jahr. Insgesamt 1180 Meldungen von rund 730 Melderinnen und Meldern gingen vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 über den Mängelmelder ein – durchschnittlich 23 pro Woche.

Dabei ging es zum Beispiel um hinterlassenen Müll, Schlaglöcher, zugewachsene Wege, defekte Straßenlaternen oder beschädigte Verkehrsschilder. 262 Mängel, 22 Prozent aller Meldungen, gingen in der Kategorie Abfall und Sauberkeit ein. 246 Mal wurden schwierige Situationen im Bereich Verkehrsangelegenheiten gemeldet. Auf die Kategorien Grünflächen und Spielplätze entfielen zusammen 165 Meldungen, in der Kategorie Sicherheit und Ordnung gab es 143 Meldungen, zum Thema Beleuchtung 113 und Straßenschäden 108. Deutlich weniger Meldungen gingen in den Kategorien Baustellen (53), Radverkehr (30), Straßenentwässerung (30), Anregungen und Lob (17) oder Kanal (12) ein.

Die Tendenz ist seit Jahren steigend: 2015 gab es 460 Meldungen, 2016 waren es insgesamt 569 Meldungen. 2017 wurden 994 Mängel von 540 Nutzerinnen und Nutzern gemeldet – im Vergleich zum Vorjahr hatte sich die Zahl der Meldungen damit fast verdoppelt. Mehr Meldungen bedeuten allerdings nicht, dass die Anzahl der Mängel im Stadtgebiet zunimmt. Parallel sinkt das Meldungsaufkommen über andere Kanäle wie Telefon, E-Mail oder das Kontaktformular auf der Internetseite. „Der Mängelmelder hat den Vorteil, dass die zuständigen Stellen im Rathaus schnell informiert werden. Unser Versprechen an die Bürgerschaft ist, dass die Melderin oder der Melder nach spätestens zwei Arbeitstagen eine erste Rückmeldung erhält“, sagt Olivia Konieczny, die gemeinsam mit Annika Patz die städtische Bürgerschaftsbeteiligung koordiniert. Jeder Bearbeitungsschritt kann zudem öffentlich verfolgt werden.

Mängelmelder im Mitmach-Portal

Den Mängelmelder finden Bürgerinnen und Bürger im städtischen Mitmach-Portal unter [extern]www.mitmachen.monheim.de. Wer ein Smartphone besitzt, kann auch die kostenlose App herunterladen. Um einen Mangel zu melden, muss lediglich eine gültige E-Mail-Adresse angegeben werden. Zu jedem Mangel können Nutzende eine Erläuterung schreiben, die entsprechende Kategorie und den Ort in einer Karte auswählen sowie optional ein Foto hochladen. Für mehrere Mängel empfiehlt es sich, mehrere Meldungen anzulegen. Nach einer kurzen Überprüfung werden die Meldungen freigegeben, vom zuständigen Bereich bearbeitet und schließlich gelöst. Rückfragen können direkt in der jeweiligen Meldung über die Kommentarfunktion gestellt werden.

Der Mängelmelder wird in Zusammenarbeit mit der Darmstädter Firma „wer denkt was“ angeboten. Auf 23 Quadratkilometern Monheimer Stadtgebiet sind täglich zahlreiche städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterwegs, um alle öffentlichen Flächen und Gebäude sauber und instand zu halten. Doch auch sie können nicht überall gleichzeitig sein – und nicht immer eingreifen. Befindet sich ein Mangel zum Beispiel auf einem Privatgrundstück oder ist das Land zuständig, werden die Meldungen weitergegeben und der Mangel mit dem Status „ungelöst abgeschlossen“ beendet. Trotz aller Bemühungen kann die endgütige Bearbeitung eines Mangels zudem auch einmal länger dauern. Bei abgestellten Autos zum Beispiel müssen mehrwöchige Fristen eingehalten, in anderen Fällen Anwohnerinnen und Anwohner kontaktiert werden. (bh)

[intern]Hier geht es direkt zum Mitmach-Portal

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