Belebung der Innenstadt

Um die Innenstadt zu reaktivieren, laufen derzeit verschiedene Projekte. Der [intern]Masterplan Innenstadt legt die Ziele für die Weiterentwicklung des Stadtzentrums fest. Das [intern]Rathauscenter, die Heinestraße und der Eierplatz sollen umgestaltet werden, ebenso die [intern]Verbindung von Innenstadt und Berliner Viertel. Zwischen[intern] Gartzenweg und Rathausplatz könnten neuer Wohnraum und Handel entstehen.


Masterplan Innenstadt und Altstadtrahmenplanung

Wie kann die Innenstadt in der Zukunft aussehen? Der Masterplan Innenstadt legt die Ziele für die Weiterentwicklung des Stadtzentrums fest.

Erste Leitideen wurden 2009 im integrierten Handlungskonzept festgehalten und in den vergangenen Jahren im Rahmen des Förderprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ auch umgesetzt. Die positive gewerbliche Entwicklung, das Arbeitswachstum und die gestiegene Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt machen nun weitere Investitionen möglich. Der Masterplan greift alle Erkenntnisse auf, passt sie auf die positive demografische Entwicklung an und leitet daraus langfristige, realisierbare Empfehlungen ab.

Um die Bedeutung der Altstadt im Gefüge der gesamten Stadt genau zu definieren, hat die Abteilung Stadtplanung außerdem einen Rahmenplan in Auftrag gegeben. Er berücksichtigt bereits umgesetzte und geplante Maßnahmen und untersucht weitere Entwicklungsmöglichkeiten.

Bei einer Bürgeranhörung zum Masterplan Innenstadt und zum Altstadtrahmenplan wurden am 13. Juni 2017 verschiedene Ideen diskutiert.


Umgestaltung Rathauscenter und Heinestraße

Der Bebauungsplan 154M „Rathauscenter Heinestraße“ sieht vor, dem Stadtkern samt seiner Verkehrsflächen eine neue Struktur zu geben. Dazu wird das Rathauscenter so umgebaut, dass sich die derzeit nach innen gewandten Ladenlokale nach außen öffnen. Gleichzeitig sind die Heinestraße und der Eierplatz künftig auch für den motorisierten Verkehr nutzbar.

Um die räumliche Trennung der Innenstadtbereiche rund um den Eierplatz und den Busbahnhof aufzuheben, wird das bestehende Rathauscenter geöffnet. In Zukunft ist so ein direkter Durchgang vom Eierplatz zum Busbahnhof unter freiem Himmel möglich. Die bisher nach innen gerichteten Schaufenster werden hierbei durch neue Fronten und Eingangsbereiche ersetzt, die Passantinnen und Passanten zum Einkaufen und Verweilen einladen. Mit der Umgestaltung der Heinestraße soll im Herzen von Monheim am Rhein eine zusammenhängende Innenstadt mit einheitlicher Struktur und hoher Aufenthaltsqualität entstehen.

Zusätzlich wird derzeit geprüft, inwieweit auch Anbauten und Aufstockungen möglich sind. Neben Verkaufs- und Büroflächen kann hier auch neuer Wohnraum geschaffen werden, der ebenfalls zur Belebung der Innenstadt beiträgt. Der Bedarf an gut erschlossenen, barrierefreien Wohnungen in zentraler Lage ist in Monheim am Rhein zurzeit sehr hoch. Der Bebauungsplan sieht daher vor, hier eine Lücke im vorhandenen Wohnungsbestand zu schließen.

Zur Umgestaltung und Aufwertung von Heinestraße und Eierplatz fanden im Juni und August 2017 eine Bürgerwerkstatt und ein Bürgerforum statt. Zum Umbau des Rathauscenters führte die Stadtverwaltung im Februar und März 2019 zudem eine [intern]Konsultation der Bürgerschaft durch. Eine weitere Bürgeranhörung zu den Bebauungsplänen erfolgte am 3. Juli 2019.


Verbindung von Berliner Viertel und Innenstadt

Der Bereich zwischen Berliner Viertel und Innenstadt soll so umgestaltet werden, dass beide Stadtteilgebiete sich zueinander öffnen und miteinander vernetzt werden. Dazu wird auch das Monheimer Tor umgebaut.

Die räumliche Verbindung zwischen dem Berliner Viertel und der Innenstadt ist durch den Berliner Ring und die Opladener Straße stark beeinträchtigt. Beide Stadtteilbereiche wirken voneinander getrennt. Das Monheimer Tor öffnet sich in Richtung Rathausplatz, während es dem Berliner Ring die Rückseite zukehrt. Auch das Berliner Viertel ist geschlossen gehalten und rückt durch die Gestaltung der angrenzenden Flächen in den Hintergrund.

Hinzu kommt, dass der Berliner Ring und die Opladener Straße nur an zwei Stellen überquert werden können. Für Fußgängerinnen und Fußgänger gibt es außerdem eine Unterführung an der Friedrichstraße/Heinestraße. Um diese aufzuwerten, ist bereits eine Lichtkunst-Installation geplant, die den Bereich künftig besser ausleuchten wird. Es fehlen jedoch weitere Übergänge für ein komfortables Überqueren des Berliner Rings/der Opladener Straße.

Künftig soll dies besser und barrierefrei möglich sein, sodass eine gute Verbindung zwischen Innenstadt und Berliner Viertel geschaffen wird. Dies bedeutet auch, die Verkehrsführung anzupassen und das Monheimer Tor in Richtung Berliner Viertel zu öffnen. Der Stadteingang am Berliner Ring soll ein Gesicht bekommen und einladend wirken, und der öffentliche Raum so gestaltet werden, dass die Bürgerinnen und Bürger sich dort wohlfühlen und gerne aufhalten.

Im Laufe des Gutachterverfahrens konnten die Monheimerinnen und Monheimer im Juni und Juli 2018 auf der Beteiligungsplattform [intern]Mitdenken ihr Erfahrungswissen in die Planungen einbringen. In einem Bürgerworkshop am 12. Juli 2018 stellten dann die drei Planungsbüros ihre ersten Entwürfe vor. Am 24. Januar 2019 präsentierten sie bei einem Bürgerabend ihre Konzepte. Im Ausschuss für Stadtplanung, Umwelt, Bauen und Verkehr am 14. Februar 2019 wurde anschließend einstimmig beschlossen, der weiteren städtebaulichen Planung den Entwurf vom Büro Ortner&Ortner zugrunde zu legen.

Auf Grundlage der Ergebnisse aus dem Gutachterverfahren wird derzeit ein vertiefendes Architektur- und Nutzungskonzept für das Monheimer Tor erarbeitet. Ziel ist, dass sich das Monheimer Tor nach der Umgestaltung des Rathauscenters harmonisch mit diesem ergänzt, beide Einkaufscenter in der Innenstadt künftig ein einheitliches Ensemble bilden und sich die Aufenthaltsqualität im Umfeld dadurch erheblich verbessert.

Die wesentliche aus dem Gutachterverfahren hervorgegangene Idee – die Verlegung der Opladener Straße sowie eine Kreisverkehrslösung im jetzigen Kreuzungsbereich Rathausplatz/Opladener Straße – wird derzeit mithilfe einer Machbarkeitsstudie überprüft. Zusätzlich muss zunächst im Rahmen eines Bauleitplanverfahrens das erforderliche Baurecht für den Umbau des Monheimer Tores und die Anpassung der Opladener Straße geschaffen werden. Dafür soll Ende 2019 der entsprechende Aufstellungsbeschluss gefasst werden.
 

Präsentationen zum Gutachterverfahren


Wohnraum und Handel zwischen Gartzenweg und Rathausplatz

Zwischen Gartzenweg und Rathausplatz könnten weitere Geschäfte, Dienstleistungen und neuer Wohnraum zu einer weiteren Aufwertung des Stadtzentrums beitragen.

Das Gebiet zwischen Gartzenweg, Opladener Straße und Rathausplatz ist insgesamt rund 4,2 Hektar groß. Entlang des Rathausplatzes könnte die Bebauung neu geordnet werden, um weitere Geschäfte und Dienstleistungen im zentralen Bereich des Stadtkerns anzusiedeln. So würde ein zusammenhängender Versorgungsbereich entstehen, der sich vom Monheimer Tor über den Busbahnhof und das Rathauscenter bis in die Krischerstraße zieht.

Die Obergeschosse der neuen Ladenzeile würden weiterhin innenstadtnahes Wohnen ermöglichen. Im rückwärtigen Bereich wäre Platz für reine, barrierearme Wohngebäude. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Aufwertung des Stadteingangs an der Opladener Straße. Mit einer höheren Durchlässigkeit und Transparenz sollen das Berliner Viertel und die neue Wohnbebauung hier stärker verknüpft werden. Dazu könnten die Flächen für den Verkehr reduziert und Freiraumqualitäten erhöht werden. Auch eine Mobilitätsstation wäre hier denkbar.

Beim Bürgerworkshop im Oktober 2017 stellten die drei Gutachterbüros Stottrop Stadtplanung aus Köln, OD205 aus Rotterdam und Ortner & Ortner aus Köln sich und ihre ersten groben Ideen vor. Die aus der Diskussion mit Bürgerinnen und Bürgern entwickelten Konzepte wurden im Januar 2018 präsentiert.


Mo.Ki-Zentrum

Als zentrale Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Familien soll an der Heinestraße 6 das Mo.Ki-Zentrum entstehen. Neben den bisher dezentral aufgestellten Angeboten der Präventionskette werden hier Beratungs-, Informations- und Kursangebote ausgebaut und Raum für Austausch und Begegnung geschaffen. Daneben können hier künftig Fortbildungen für Fachkräfte veranstaltet werden.

Zu den neuen Nutzern des Gebäudes gehören die Angebote Mo.Ki unter drei und das Mo.Ki Café (Bezirksverband AWO Niederrhein e.V. und Stadt Monheim am Rhein), die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche (Zweckverband Langenfeld und Monheim am Rhein), die Familienhilfe (Trägerverbund), die Jugendberatung (Stadt Monheim am Rhein), die Lebenshilfe (Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. Kreisvereinigung Mettmann) und die Mo.Ki-Koordination und Fachstelle für Präventiven Kinderschutz.

Die Maßnahme wird derzeit zur Förderung über das Bundesprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ angemeldet. Das Gebäude soll voraussichtlich im Jahr 2020 eröffnet werden. Der genaue Zeitplan hängt noch davon ab, ob die Maßnahme gefördert wird und wann der Fördergeldgeber dem Maßnahmenbeginn zustimmt.

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