Belebung der Innenstadt

Um die Innenstadt zu reaktivieren, laufen derzeit verschiedene Projekte. Der [intern]Masterplan Innenstadt legt die Ziele für die Weiterentwicklung des Stadtzentrums fest, die [intern]Heinestraße und der Eierplatz sollen umgestaltet werden und zwischen[intern] Gartzenweg und Rathausplatz könnte neuer Wohnraum und Handel entstehen.


Masterplan Innenstadt und Altstadtrahmenplanung

Wie kann die Innenstadt in der Zukunft aussehen? Der Masterplan Innenstadt legt die Ziele für die Weiterentwicklung des Stadtzentrums fest.

Erste Leitideen wurden 2009 im integrierten Handlungskonzept festgehalten und in den vergangenen Jahren im Rahmen des Förderprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ auch umgesetzt. Die positive gewerbliche Entwicklung, das Arbeitswachstum und die gestiegene Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt machen nun weitere Investitionen möglich. Der Masterplan greift alle Erkenntnisse auf, passt sie auf die positive demografische Entwicklung an und leitet daraus langfristige, realisierbare Empfehlungen ab.

Um die Bedeutung der Altstadt im Gefüge der gesamten Stadt genau zu definieren, hat die Abteilung Stadtplanung außerdem einen Rahmenplan in Auftrag gegeben. Er berücksichtigt bereits umgesetzte und geplante Maßnahmen und untersucht weitere Entwicklungsmöglichkeiten.

Bei einer Bürgeranhörung zum Masterplan Innenstadt und zum Altstadtrahmenplan wurden am 13. Juni verschiedene Ideen diskutiert.


Umgestaltung von Heinestraße und Eierplatz

Ein ruhiger Bereich ohne Verkehr, mit viel Platz für Aufenthaltsmöglichkeiten und kurzen Wegen zu den nächsten Einkaufscentern – die Heinestraße hat gute Voraussetzungen für eine belebte Fußgängerzone. Doch der Bereich vom Berliner Ring bis zum Eierplatz ist ein wenig in die Jahre gekommen. Die Stadt plant nun eine Umgestaltung.

Heinestraße und Eierplatz sind derzeit in Privatbesitz. Um aus dem Bereich eine öffentliche Straße zu machen, die umgestaltet und aufgewertet werden kann, befindet sich die Stadt in Gesprächen mit dem Eigentümer. Erste Szenarien für eine langfristige Nutzung wurden in einem Gutachten zur Revitalisierung der Heinestraße erarbeitet. „Die Heinestraße und Eierplatz weisen einige städtebauliche und funktionale Defizite auf, die die Nutzungsstruktur entlang der Straße beeinflussen“, erläutert Citymanagerin Isabel Port. Ziel sei es nun, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und Leerstände zu aktivieren.

Die ersten Ideen aus dem Gutachten wurden am 8. Juni mit Interessierten diskutiert und erweitert. Auf Basis dieser Diskussion hat die Planungsgruppe MWM verschiedene Varianten ausgewertet, die in einer zweiten Veranstaltung mit Bürgerinnen und Bürgern am 30. August beraten wurden. Als nächstes diskutiert der Ausschuss für Stadtplanung, Umwelt, Bauen und Verkehr über die Varianten.


Mo.Ki-Zentrum

Als zentrale Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Familien soll an der Heinestraße 6 das Mo.Ki-Zentrum entstehen. Neben den bisher dezentral aufgestellten Angeboten der Präventionskette werden hier Beratungs-, Informations- und Kursangebote ausgebaut und Raum für Austausch und Begegnung geschaffen. Daneben können hier künftig Fortbildungen für Fachkräfte veranstaltet werden.

Zu den neuen Nutzern des Gebäudes gehören die Angebote Mo.Ki unter drei und das Mo.Ki Café (Bezirksverband AWO Niederrhein e.V. und Stadt Monheim am Rhein), die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche (Zweckverband Langenfeld und Monheim am Rhein), die Familienhilfe (Trägerverbund), die Jugendberatung (Stadt Monheim am Rhein), die Lebenshilfe (Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. Kreisvereinigung Mettmann) und die Mo.Ki-Koordination und Fachstelle für Präventiven Kinderschutz.

Die Maßnahme wird derzeit zur Förderung über das Bundesprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ angemeldet. Das Gebäude soll voraussichtlich im Jahr 2020 eröffnet werden. Der genaue Zeitplan hängt noch davon ab, ob die Maßnahme gefördert wird und wann der Fördergeldgeber dem Maßnahmenbeginn zustimmt.


Neuer Wohnraum und Handel zwischen Gartzenweg und Rathausplatz

Zwischen Gartzenweg und Rathausplatz könnten weitere Geschäfte, Dienstleistungen und neuer Wohnraum zu einer weiteren Aufwertung des Stadtzentrums beitragen.

Das Gebiet zwischen Gartzenweg, Opladener Straße und Rathausplatz ist insgesamt rund 4,2 Hektar groß. Entlang des Rathausplatzes könnte die Bebauung neu geordnet werden, um weitere Geschäfte und Dienstleistungen im zentralen Bereich des Stadtkerns anzusiedeln. So würde ein zusammenhängender Versorgungsbereich entstehen, der sich vom Monheimer Tor über den Busbahnhof und das Rathauscenter bis in die Krischerstraße zieht. Die Obergeschosse der neuen Ladenzeile würden weiterhin innenstadtnahes Wohnen ermöglichen. Im rückwärtigen Bereich wäre Platz für reine, barrierearme Wohngebäude. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Aufwertung des Stadteingangs an der Opladener Straße. Mit einer höheren Durchlässigkeit und Transparenz sollen das Berliner Viertel und die neue Wohnbebauung hier stärker verknüpft werden. Dazu könnten die Flächen für den Verkehr reduziert und Freiraumqualitäten erhöht werden. Auch eine Mobilitätsstation wäre hier denkbar.

Beim Bürgerworkshop im Oktober 2017 stellten die drei Gutachterbüros Stottrop Stadtplanung aus Köln, OD205 aus Rotterdam und Ortner & Ortner aus Köln sich und ihre ersten groben Ideen vor. Die aus der Diskussion mit Bürgerinnen und Bürgern entwickelten Konzepte wurden im Januar 2018 präsentiert.

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