Aalschokker

Auf dem Parkplatz an der Klappertorstraße soll künftig ein restaurierter Aalschokker die Geschichte des Aalfangs vermitteln.

In den vergangenen 16 Jahren lag die Fiat Voluntas im Neusser Sporthafen, Besitzer Wilhelm Wirtz war damit 2001 zum letzten Mal unterwegs. Die Stadtverwaltung entdeckte das traditionelle Fangboot bei Recherchen zur Geschichte des Aalfangs und erwarb es vor rund einem Jahr. Mit einem Schlepper konnte das historische Schiff schließlich in den Krefelder Hafen transportiert werden.

In Krefeld wurde das 35 Tonnen schwere Schiff mit einem Kran aus dem Wasser gehoben und auf einen Lastwagen gesetzt. Mit Polizeibegleitung machte sich der Schwertransporter dann nachts auf den Weg in Richtung Berlin. In einer Werft bei Oranienburg wird der Schokker nun von Farbanalytikern und weiteren Fachmännern begutachtet. Im Frühjahr 2018 soll das Schiff dann seine vorerst letzte Reise zurück ins Rheinland antreten und auf dem Parkplatz an der Klappertorstraße aufgeständert werden. Der Standort eignet sich besonders, da sich in direkter Nähe nicht nur zwei ehemalige Aalräuchereien, sondern auch die ehemaligen Anlegestellen für die beiden Baumberger Aalschokker befinden. Auf und an dem unter Denkmalschutz stehenden Schiff können Besucher dann die Geschichte des Aalfangs erleben.

Das Schiff soll Teil der MonChronik werden. In Monheims dezentralem Heimatmuseum wird Geschichte didaktisch und pädagogisch aufbereitet und den Touristen und Besuchern an den historischen und originalen Schauplätzen vermittelt. Im Oktober 2016 konnten Bürger über die Pläne diskutieren.

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