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Kennziffern und Potenziale
Der örtliche Handel und seine Entwicklung in den letzten Jahren lassen sich mit Hilfe der drei Kennziffern Kaufkraft, Zentralität und Einzelhandelsumsatz bewerten.
Die Kaufkraft ist für den Einzelhandel eine zentrale Maßeinheit, um die potenzielle Verbrauchernachfrage bewerten zu können. Die Kaufkraftkennziffer erlaubt Geldwert-Berechnungen zur Einschätzung der lokalen Nachfrage. Der Kaufkraft-Bundesdurchschnitt wird durch die Wertmarke 100 repräsentiert.
In der Tabelle wird deutlich, dass sich die Stadt Monheim am Rhein von 1999 bis 2005 in allen drei Kennziffern, insbesondere bei Umsatz und Zentralität, positiv entwickelt hat. Dies kann auf Ansiedlungsmaßnahmen der Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung zurückgeführt werden.
Dennoch bleibt festzustellen, dass Monheim am Rhein bei allen drei Kennziffern weit unter dem Kreisdurchschnitt liegt und dadurch noch hohe Entwicklungspotenziale aufweist.
Das Entwicklungspotenzial lässt sich aus der Kaufkraft ableiten. Die Kaufkraft liegt für die Stadt Monheim am Rhein bei 104,8. Das entspricht einem Kaufkraftvolumen von 236,8 Millionen Euro. Davon fließen - ausgehend vom Zentralitätswert 68,6 - etwa 74,3 Millionen Euro aus der Stadt in die benachbarten Oberzentren und Mittelstädte ab.
Die Stadt Monheim am Rhein ist bestrebt, die Zentralitätskennziffer mittel- bis langfristig mit rund 80 an den Kreisdurchschnitt von 94,4 anzunähern. Daraus ergibt sich rechnerisch ein zu bindendes Kaufkraftpotenzial von 26,9 Millionen Euro.
Um dieses Ziel zu erreichen, ist geplant, das Rathauscenter im Bestand zu optimieren und von derzeit 8.500 Quadratmetern Verkaufsfläche auf etwa 15.000 Quadratmeter Verkaufsfläche zu erweitern.