Zahlen, Daten, Fakten
Einzelhandelskennziffern 2001 bis 2011 für Monheim am Rhein
Der Wirtschaftsstandort Monheim am Rhein hat sich in den letzten zehn Jahren positiv entwickelt. Die Zentralitätskennziffer des Einzelhandels stieg von 58,1 Prozent im Jahr 2001 auf 82,5 Prozent 2010.
Im Jahr 2011 fiel die Zentralität auf 80 Prozent ab, obwohl der Möbelmarkt Poco mit 6400 Quadratmetern Verkaufsfläche hinzugekommen ist. Das resultiert daraus, dass die GfK GeoMarketing GmbH die Grundlage und Methodik zur Ermittlung der Zahlen immer wieder verändert.
| 2001 | 2003 | 2005 | 2007 | 2009 | 2010 | 2011 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Einzelhandels-relevante Kaufkraftkennziffer | 105,4 | 105,6 | 104,8 | 105,3 | 103,6 | 103,0 | 102,1 |
Umsatzkennziffer | 61,2 | 64,1 | 71,9 | 83,3 | 81,9 | 85,0 | 81,9 |
Zentralitätskennziffer | 58,1 | 60,6 | 68,6 | 80,7 | 79,1 | 82,5 | 80,0 |
Das Einkaufszentrum „Monheimer Tor“ mit seiner vermietbaren Fläche von 7000 Quadratmetern fließt voraussichtlich in die Berechnung der Zentralitätskennziffer 2012 ein.
Kennzahlen zur Bewertung der Einkaufsattraktivität einer Stadt
Die Zentralitätskennziffer ist ein aussagekräftiger Indikator für die Einkaufsattraktivität einer Stadt oder Region, gemessen am Zu- oder Abfluss der Kaufkraft. Eine Zentralitätskennziffer über 100 zeigt einen Kaufkraftzufluss an. Dort wird mehr Umsatz getätigt als der ortsansässigen Bevölkerung für Ausgaben im Einzelhandel zur Verfügung steht. Eine Zentralitätskennziffer unter 100 bezeichnet einen Kaufkraftabfluss.
Berechnung laut
GfK GeoMarketing GmbH 2011: Die GfK-Einzelhandelszentralität ist der Quotient aus dem GfK-POS-Umsatz als Index je Einwohner (D=100), multipliziert mit dem Faktor 100, und der GfK-Kaufkraft für den Einzelhandel als Index je Einwohner (D=100). POS steht für „point of sale“ und bezeichnet den in einer Stadt oder Region erzielten Einzelhandelsumsatz (ohne Versandhandel).
Nur für regionalen Vergleich sinnvoll
Sind mit den GfK-Kennziffern Zeitreihenvergleiche möglich? Die GfK-Daten lassen sich in erster Linie zu regionalen Vergleichen heranziehen. Von Zeitreihenvergleichen rät die GfK GeoMarketing GmbH ab, da sich sowohl Datenquellen und statistische Verfahren der GfK als auch die Gebietszuschnitte der Verwaltungseinheiten immer wieder ändern.
Die GfK ermittelt Daten grundsätzlich mit dem Ziel, regionale Unterschiede möglichst genau darzustellen. Daher fließen immer wieder verbesserte Methoden, statistische Verfahren und neue, detailliertere Quellen in die Datenberechnungen ein, so die GfK. Diese Veränderungen führen dazu, dass die vorliegenden GfK-Kennziffern für den Einzelhandel – also Kaufkraft für den Einzelhandel, POS-Umsatz und Einzelhandelszentralität – nicht für Zeitreihenvergleiche geeignet sind, weil sie zu Fehlinterpretationen führen würden.
Einzugsgebiet
Das Monheimer Einzugsgebiet ist geprägt durch die Lage am Rhein und die Nähe zur Autobahn 59. Im Umkreis von zehn Kilometern leben rund 140.000 Menschen. Ein Markt wie die Monheimer Kaufland-Filiale profitiert mit etwa eine Million Besucher pro Jahr von der Nähe zu den Nachbarstädten.
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