Integrationspreis wurde zum vierten Mal vergeben

Der städtische Integrationspreis wurde zum vierten Mal verliehen. Gut besucht war der Ratssaal, als Bürgermeister Daniel Zimmermann am 29. November 2011 die mit insgesamt tausend Euro dotierte Auszeichnung übergab.

Verleihung des Integrationspreises 2011 im Ratssaal. (Foto: Hans-Peter Anstatt)

Je zur Hälfte geht der Integrationspreis 2011 an den Verein für kulturelle und soziale Förderung der Mitbürger aus der Ägäis und an das Projekt „Frau lernt Deutsch!“.Der Ägäische Verein (gegründet 2007, achtzig Mitglieder) wird für seine Bildungs- und Kulturangebote ausgezeichnet.

Das Projekt „Frau lernt Deutsch!“ verdankt sich dem ehrenamtlichen Engagement von Iris Schultz-Lünser, Günay Akkas und Farida Charif. Sie leiten Sprachkurse insbesondere für Mütter an der Schule am Lerchenweg und der Hermann-Gmeiner-Schule.

Den Integrationspreis können Einzelpersonen, Organisationen, Vereine oder Initiativen erhalten, die sich für die Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte in Monheim am Rhein vorbildlich einsetzen. Über die Vergabe des Integrationspreises befindet eine neunköpfige Jury.

Kriterien für die Bewertung der vorgeschlagenen Projekte und Maßnahmen sind beispielsweise ihre Pionierfunktion, ihr innovativer Ansatz, ihre Nachhaltigkeit sowie der Anteil an ehrenamtlichem Engagement. Die Vergabe erfolgt nach den vom Rat beschlossenen PDF Richtlinien.

Frühere Preisträger

  • 2010: Zu gleichen Teilen an Branko Mikic und Slavica Dahmen. Branko Mikic wurde für sein langjähriges kulturelles Engagement gewürdigt, Slavica Dahmen für ihre ehrenamtliche Mitarbeit in der Flüchtlingshilfe des Sozialdiensts katholischer Frauen und Männer.

  • 2009: Zu gleichen Teilen an Sigrid Harrer, zwölf als Laien-Dolmetscherinnen engagierte Frauen („Multi-Mo“), an Inter Monheim – Internationaler Sport- und Kulturverein sowie an den KKV – Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung.

  • 2008: Zu gleichen Teilen an Gülendam Yilmaz und den Marokkanische Verein für soziale und kulturelle Aktivitäten.


Integrationskonzept einstimmig beschlossen

Unter dem bewährten Motto „Zukunft gemeinsam gestalten“ steht das Integrationskonzept für die Stadt Monheim am Rhein, das am 28. März 2012 einstimmig vom Rat beschlossen wurde

Erarbeitet wurde es seit 2010 von einer Arbeitsgruppe, der sieben Mitglieder des Integrationsausschusses, die Leiterin des Bereichs Ordnung und Soziales und der Mitarbeiter des Integrationsbüros angehörten. Beratung und Unterstützung erhielt die Arbeitsgruppe von Hans Wietert-Wehkamp vom Institut für soziale Innovation, Solingen.

Integrationsausschuss aktiv im Jahr 2011

Man merkt nie, was schon getan wurde, man sieht immer nur, was noch zu tun bleibt.

Marie Curie (1867–1934), polnisch-französische Chemikerin, Physikerin und zweimalige Nobelpreisträgerin

Der Rat der Stadt Monheim am Rhein hat in seiner Sitzung vom 3. Dezember 2009 beschlossen, einen Integrationsausschuss gemäß § 27 Abs. 1 Satz 5 GO NRW zu bilden und die Zahl der Mitglieder auf insgesamt 13 festgelegt. Diese setzen sich zusammen aus sieben vom Rat bestellten Mitgliedern und sechs Mitgliedern, die nach den Regeln des § 27 Abs. 2 Satz 1 GO NRW gewählt werden.

Eine Wahlordnung regelt das Verfahren für die Wahl der direkt in den Integrationsausschuss der Stadt Monheim am Rhein zu wählenden Mitglieder. Am 7. Februar 2010 fanden in Nordrhein-Westfalen die Wahlen der direkt in die Integrationsgremien zu wählenden Mitglieder statt.

In seiner Sitzung vom 23. März 2010 hat der Rat für die Dauer seiner Amtszeit sieben Ratsmitglieder in den Integrationsausschuss gewählt. (§ 27 Abs. 1 Satz 9 Gemeindeordnung NRW (GO NRW) i. V. m. § 50 Abs. 3 GO NRW und § 10 der Hauptsatzung der Stadt Monheim am Rhein)

In seiner Sitzung vom 14. April 2010 hat sich der Integrationsausschuss der Stadt Monheim am Rhein konstituiert, eine Schriftführung bestellt und die Wahl des Vorsitzenden und seiner Stellvertretung vorgenommen.

In dieser ersten Sitzung hat der Integrationsausschuss beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen, einen Antrag auf Einrichtung einer muslimischen Grabstätte auf dem Waldfriedhof in Monheim am Rhein und die sich aus der Diskussion ergebenden Aspekte zu prüfen. Zudem wurden die Richtlinien zur Vergabe des Integrationspreises der Stadt Monheim am Rhein neu gefasst und eine Arbeitsgruppe zur Erarbeitung eines Integrationskonzeptes gebildet.

In seiner zweiten Sitzung am 7. September 2010 hat der Integrationsausschuss aus seinen Reihen fünf Mitglieder für die Jury zur Verleihung des Integrationspreises benannt und beschlossen, seine Mitgliedschaft beim Landesintegrationsrat Nordrhein-Westfalen zu beantragen. Zudem wurde das Gesundheitsprojekt „MiMi – Mit Migranten für Migranten. Interkulturelle Gesundheit NRW“ vorgestellt.

In der dritten Sitzung des Integrationsausschusses am 25. November 2010 stand eine Präsentation von Aufgaben, Zuständigkeiten und Verfahren des Rechts- und Ordnungsamtes der Kreisverwaltung Mettmann, Ausländerabteilung ebenso zur Diskussion wie ein Sachstandsbericht zum Antrag auf Einrichtung einer muslimischen Grabstätte auf dem Waldfriedhof aus der ersten Sitzung. Zudem wählte der Integrationsausschuss Delegierte für die Mitgliederversammlung und den Hauptausschuss des Landesintegrationsrates NRW.

Höhepunkt war die im Anschluss an die Sitzung vorgenommene feierliche Übergabe des Integrationspreises 2010 durch Bürgermeister Daniel Zimmermann an die Preisträgerinnen und Preisträger.

Vor der ersten Sitzung im Jahre 2011 am 8. Februar und der vierten Sitzung seit Bestehen besichtigten die Mitglieder des Integrationsausschuss das neue Büro des Integrationsausschusses in der 2. Etage des Rathaus-Centers, Rathausplatz 10 a. Eine in dieser Sitzung beschlossene PDF Geschäftsordnung regelt fortan den Umgang mit den inneren Angelegenheiten des Integrationsausschusses.

Zur Einrichtung einer muslimischen Grabstätte auf dem Waldfriedhof empfiehlt der Integrationsausschuss für die weitere Beratungsreihenfolge neben der Kenntnisnahme des Sachstandsberichtes eine Änderung der Friedhofssatzung und den Auftrag an die Verwaltung, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um muslimische Beisetzungen zu ermöglichen.

Der Rat hat in seiner Sitzung am 6. April 2011 dieser Empfehlung zugestimmt und damit die Möglichkeit muslimischer Beisetzungen auf dem Waldfriedhof geschaffen. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war eine Beschlussempfehlung über die Änderung der PDF Richtlinien zur Verleihung des Integrationspreises.

Die fünfte Sitzung des Integrationsausschusses am 24. Mai 2011 beinhaltete zahlreiche Informationen zu den Beratungsangeboten des Integrations-Kompass im Kreis Mettmann, einen Bericht des Schulamts des Kreises Mettmann zum religionskundlichen Islamunterricht, die Vorstellung der Schulsozialarbeit an der Anton-Schwarz-Schule, einen Bericht des Bereichs Zentraler Service zur Umsetzung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) in und bei der Stadt Monheim am Rhein und einen Bericht des Delegierten zur Hauptausschusssitzung des Landesintegrationsrates NRW.

In seiner sechsten Sitzung am 20. September 2011 hat der Integrationsausschuss den Abschlussbericht zum Projekt KOMM-IN-NRW Verbesserung des Zuganges und der Nutzung von Angeboten und Dienstleistungen der Altenhilfe ebenso zur Kenntnis genommen wie eine Vorstellung der Sprachen- und Integrationskurse der Volkshochschule. Zudem hat der Integrationsausschuss eine Beschlussempfehlung ausgesprochen zur Vergabe des Integrationspreises 2011 und drei Mitglieder aus seiner Mitte zu Mitgliedern des Begleitausschusses zum KOMM-IN-Projekt 2011/2012 mit dem Titel „Qualifizierte Berufsperspektiven für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte schaffen“ benannt. Dieses Projekt wird in interkommunaler Zusammenarbeit mit der Stadt Hilden und in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung Mettmann sowie vielen weiteren Beteiligten realisiert.

Aktuelle Sitzungstermine im [intern]Ratsinformationssystem

[extern]Landesintegrationsrat Nordrhein-Westfalen (LAGA NRW)


Integrationsausschuss richtet Büro ein

Über ein eigenes Büro verfügt der städtische Integrationsausschuss im Rathaus-Center. Dort werden auch die monatlichen Sprechstunden abgehalten.

„In allen Fragen der Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sind wir Ansprechpartner“, sagt Ratsherr Alaattin Bayrak, der Vorsitzende des im Februar 2010 gewählten Ausschusses. Die Sprechstunden finden jeweils donnerstags von 16 bis 18 Uhr statt.

„Mit der Sprechstunde stehen wir auch außerhalb unserer Sitzungen für alle Fragen, aber auch für Anregungen zur Integration zur Verfügung. Unser Angebot richtet sich an alle Menschen im Stadtgebiet, nicht nur an Ausländer“, erläutert Vorsitzender Bayrak.

[extern]Termine abrufen

Büro des Integrationsausschusses

Rathausplatz 10 a, Raum 201 (Zugang auch möglich am „Schelmen-Café“ der Bäckerei Busch)

[E-Mail]integrationsausschuss@monheim.de

Telefon (02173) 951-570


Interkultureller Kalender

Wichtige Gedenk- und Feiertage der Religionen und Kulturen verzeichnet der Interkulturelle Kalender.

Die Jahresübersicht informiert über christliche, islamische, jüdische, buddhistische und hinduistische Feste und weitere internationale Daten. Der Interkulturelle Kalender wird vom [extern]Beauftragten des Berliner Senats für Integration und Migration herausgegeben. Autorin ist Gertrud Wagemann.

Gut informiert mit dem Newsletter

Einen eigenen Newsletter gibt das Integrationsbüro der Stadt Monheim am Rhein in lockerer Folge heraus. Darin werden Termine, Aktionen und weitere Informationen veröffentlicht.

Integrationsbüro

Stadt Monheim am Rhein

– Integrationsbüro –

Rathaus, Alte Schulstraße 32, Zimmer 123

Hans-Peter Anstatt

Telefon (02173) 951-533

[E-Mail]integration@monheim.de


Willkommen im Kreis Mettmann

Ein mehrsprachiges Informationsangebot für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte macht der Kreis Mettmann auf seiner Internetseite [extern]Willkommen im Kreis Mettmann.